Exklusiv Der junge Technologieanbieter Thinksurance nimmt eine komplexe Sparte ins Visier: die Industrieversicherung. Bislang waren die Frankfurter in der Digitalisierung der Gewerbeversicherung aktiv. Mathias Berg, seit November 2020 Versicherungschef bei Thinksurance, ist überzeugt, dass sich die Prozesse im Industriegeschäft mithilfe von digitalisierten Angeboten ebenfalls effizienter gestalten lassen. „Wir reden allerdings nicht davon, dass es irgendwann keine Industriemakler oder fachkundige Underwriter auf Versicherer-Seite mehr gibt“, betonte er im Interview.
Archiv ‘Industrieversicherung’
Wochenspot: Naturkatastrophen und Makler-Zukäufe
Wochenspot – der Podcast Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor jetzt auch zum Hören. In dieser Ausgabe sprechen Kaja Adchayan und Herbert Fromme über den jüngsten Naturkatastrophen-Bericht des Rückversicherers Munich Re und die Rolle des Klimawandels. Außerdem diskutieren sie über die aktuellen Geschehnisse rund um die Maklergruppe MRH Trowe, den ehemaligen HDI-Manager Tobias Warweg und den Finanzvertrieb MLP.
Anleitung zum digitalen Glücklichsein
The Long View – Der Hintergrund Die Digitalisierung hat die Industrieversicherer zu einem schlechten Zeitpunkt getroffen. In vielen Häusern lecken Führungskräfte und Mitarbeiter noch ihre Wunden aus gerade abgeschlossenen IT-Projekten zur Basismodernisierung von Kernsystemen. Auch sonst ist die versicherungswirtschaftliche Großwetterlage anspruchsvoll. Die Folge: Trotz der Begeisterung für digitale Einzelinitiativen wie ein Blockchain-Projekt oder ein Online-Portal entwickeln Versicherer keine zusammenhängende, nachhaltige Vorstellung, wie die Digitalisierung mit der Unternehmens-DNA verwoben werden kann.
Erneuerungsrunde: Zu große Erwartungen
Der Trend zu sinkenden Preisen in der Rückversicherung scheint gestoppt, wie erste Analysen der Vertragserneuerung zum 1. Januar 2021 zeigen. Allerdings konnten die Anbieter nicht so hohe Preissprünge durchsetzen, wie sie sich bei den virtuellen Treffen in Monte Carlo und Baden-Baden erhofft hatten. Zu diesem Schluss kommt der Rückversicherungsmakler Willis Re. Konkurrent Howden sieht die Lage optimistischer und spricht vom „stärksten Preisanstieg der letzten Zeit“.
Vorweihnachtlicher Endspurt
An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Anfragen-Flut in der Industrieversicherung und die Auswirkungen des neuen Sanierungs- und Insolvenzrechts.
Lohrmanns Verunsicherung: Schöne Bescherung
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Verhaltene Freude über Weihnachtsgeschenke der Industrieversicherer
Industrie: Aon erwartet Probleme bei Erneuerungen
Der Großmakler Aon befürchtet, dass einzelne Kunden Probleme haben werden, genügend Deckung in der Industrieversicherung zu finden. Sinkende Kapazitäten, steigende Preise und Ausschlüsse für Cyberrisiken machten den Unternehmen zu schaffen. Je nach Betriebsart könne die Erneuerung kompliziert werden, prognostizieren die Aon-Experten in einem Update zu ihrem Marktreport 2020. Sie kritisieren auch den Umgang der Industrieversicherer mit ihren Kunden.
Silent Cyber verlangt keine Hauruck-Aktion
Themenschwerpunkt Cyber Der Begriff Silent Cyber geistert seit ein paar Jahren durch die Assekuranz. Versicherer fürchten bei All-Gefahren-Policen wie Haftpflichtversicherungen teure Cyberschäden, die nicht in die Prämienberechnung einbezogen wurden. Als Reaktion überarbeiten viele Gesellschaften jetzt ihre Bedingungen. Dabei ist aber keine Hauruck-Aktion nötig, sagte HDI Global-Vorstand Jens Holger Wohlthat. Doch nicht alle Marktteilnehmer sehen Silent Cyber überhaupt als ein Problem, wie der zweite Round Table des Versicherungsmonitors zeigt.
Die Cyber-Revolution frisst ihre Kinder
Meinung am Mittwoch Unbelastet protzten einst die ersten Cyberversicherer mit neuzeitlichen Zusagen und vollen Geldkoffern. Sie und ihre Marktschreier warnten die damals zögernden Abnehmer vor atemraubendem, verheerendem Daten-Unheil. Vor schädlichen Dingen, in Netzen, durch Menschenhand getan – und machten ihnen Gewissensbisse. Ach, was kümmert so manchen sein Versicherungsgeschwätz von gestern, denn nichts hindert ihn daran, weiser zu werden. Hastig und mit verbrannten Fingern ziehen nämlich nun die damals trommelnden Unheilsverkünder ihre ausgestreckten Arme zurück. Das passiert zur Unzeit, da sich unter den „Burgherren“ der Unternehmen tatsächlich eine Art Gefechtsstimmung zusammenbraut.
Hasse sieht Branche in „gewaltigem Umbruch“
Exklusiv Claudia Hasse, Deutschlandchefin des Rückversicherers Munich Re, spricht im Versicherungsmonitor-Interview über die großen Veränderungen im Markt und warum der Rückversicherer dabei gute Chancen für sich sieht. Die Pandemie hat den Trend zur Veränderung noch verstärkt. Beim digitalen Umbau könne die Gesellschaft auf verschiedene Weisen helfen. Neben der Rückversicherungskapazität ist das vor allem die Toolbox für die Datenanalyse.
Cyberversicherer werden vorsichtig
Themenschwerpunkt Cyber Industrieversicherer stellen deutlich weniger Kapazitäten für Cyberdeckungen bereit als noch vor wenigen Jahren. Gleichzeitig steigen die Prämien enorm. Besonders für große Unternehmen sei es mittlerweile sehr schwierig, ihre Wunschabdeckung zu bekommen, sagte Antje Mertens vom Automobilzulieferer Mahle. Dass es kaum noch möglich ist, so hohe Deckungssummen zusammenzubekommen wie früher, bestätigten auch die anderen Teilnehmer der zweiten Round Table-Diskussion des Versicherungsmonitors. Das aktuelle gedruckte Dossier, das jetzt erschienen ist, gibt die Diskussion der Manager genau wieder. Der Versicherungsmonitor veröffentlicht dazu einen Themenschwerpunkt.
Luftfahrtversicherung: Am Boden
The Long View – Der Hintergrund Nichts ist so, wie es war. Noch immer stehen weltweit tausende Flugzeuge am Boden, Terminals in den größten Flughäfen bleiben gespenstisch leer, in vielen Airlines laufen Abbau-Programme, Piloten und Flugbegleiter müssen sich neue Jobs suchen. Kaum eine Branche ist so hart von dem Corona-Virus getroffen worden wie die Luftfahrtindustrie. Und selbst ein plötzliches Ende der pandemiebedingten Restriktionen würde kurzfristig nicht die alten Zeiten zurückbringen. Die Pandemie hat auch die Schadenszenarien für die Luftfahrtversicherung verändert.
Swiss Re: Keine weiteren Corona-Großschäden
Der Rückversicherer Swiss Re rechnet nicht mit weiteren hohen Schäden aus der Corona-Pandemie. Trotz erneuter Lockdowns und steigender Infektionszahlen glaubt Swiss Re-Chef Mumenthaler nicht, dass es im vierten Quartal oder im kommenden Jahr zu vergleichbaren Belastungen wie im zweiten Quartal kommen wird. Der Großteil der Schäden sei bereits in den 3 Mrd. Dollar enthalten, die der Rückversicherer bislang einkalkuliert hat, sagte er auf dem Investorentag des Rückversicherers. Angesichts steigender Preise zeigte er sich zuversichtlich für die Ergebnisse aus Schadenrückversicherung und der Industriesparte im kommenden Jahr.












