Themenschwerpunkt Nachwuchs Der Versicherungsbranche fällt es nicht leicht, Nachwuchskräfte für sich zu begeistern. Ihr Image ist nicht das beste. Doch immer wieder entscheiden sich junge Leute trotzdem für eine Laufbahn in der Assekuranz. Was wünschen sie sich von den Versicherern? Inwieweit unterscheiden sich ihre Ansichten von denen altgedienter Mitarbeiter? Um das herauszufinden, hat der Versicherungsmonitor einen Round Table mit fünf Studierenden der Versicherungswissenschaften veranstaltet. Das Gespräch gibt der Versicherungsmonitor als dreiteilige Serie wieder. Im ersten Teil geht es um Vorurteile gegenüber der Branche, das Frauenbild und das Thema Fehlerkultur.
Archiv ‘Nachwuchs’
Trotz Krise: neue Mitarbeiter per App gewinnen
Die wirtschaftliche Krise ist längst nicht vorüber, Kurzarbeit und Entlassungen sind in vielen Branchen an der Tagesordnung – und mitten in dieser Zeit startet die Gothaer ein neues Programm zur Mitarbeitergewinnung. Denn der Bedarf an Fachkräften, gerade in Bereichen wie der IT, ist noch immer vorhanden. Über eine eigene App können die Beschäftigten der Gothaer offene Stellen empfehlen und damit Punkte und Belohnungen sammeln.
Get real, werde Versicherungsvermittler
Nachschlag – Der aktuelle Kommentar Wie oft haben wir es schon gelesen? Versicherung ist langweilig, Versicherung ist altmodisch, Versicherung ist unsexy. Das Image von Versicherern lässt zu wünschen übrig. Gerade in Corona-Zeiten zeigt sich die Branche nicht immer von der empathischsten Seite. Umso sinnvoller also, jetzt Nachwuchs zu rekrutieren. Das dachte sich wohl der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, der kürzlich die Kampagne „Get real – Werde #insurancer!“ ins Leben gerufen hat. Inschu-was?
Unternehmensführung: Warnung vor der Hippo-Falle
In der sich stark wandelnden Welt sind Unternehmen erst recht auf ihre Mitarbeiter angewiesen, um erfolgreich sein zu können. Das muss eine zukunftsfähige Führungskultur einkalkulieren, sagte Carolina Klint aus der Führung des Maklers Marsh auf dem Ferma-Kongress. Sie warnte vor dem Fehler, dass nur die Meinung des bestbezahlten Mitarbeiters (Hippo für Highest Paid Person’s Opinion) beim Chef Gehör findet. Bei der Nachwuchsarbeit gilt es, die sich wandelnden Ansprüche zu beachten, sagte Edgar Puls, HDI Global-Chef.
Risikomanager fordern mehr Cyber-Standards
Wenn es um das Management von Cyberrisiken geht, sind mehr Standards vonnöten – für Europa, aber auch weltweit. Darin waren sich Experten beim diesjährigen Ferma-Forum in Berlin einig, dem Treffen der europäischen Risikomanager. Denn nur, wenn Cybergefahren durch gutes Risikomanagement minimiert werden können, lassen sich die Restrisiken auch gut versichern. Auch abseits von Cyberrisiken lauern viele Gefahren für Unternehmen, denen sich die Risikomanager annehmen müssen.
Firmen werden zu Bewerbern
Langweilig, eingestaubt, wenig attraktiv – so sehen viele junge Menschen die Versicherungsbranche. Das schlechte Image macht es der Branche schwer, Nachwuchs zu finden. Der demografische Wandel verstärkt das Problem, Schulabgänger haben häufig die freie Auswahl bei Ausbildungs- und Studienplätzen. Die Versicherer ziehen oft den Kürzeren. Dass Versicherungsmanager und Makler bei Umfragen zum Wunschberuf regelmäßig auf dem letzten Platz landen, liegt auch an ihnen selbst, meint Matthias Beck, Versicherungsmanager beim Schraubenhersteller Würth. Auch Manfred Kaiser, verantwortlich für die Personalgewinnung bei der Versicherungskammer Bayern, sieht die Versicherer in der Pflicht.
Zimmer frei im Haus der hundert Berufe
Meinung am Mittwoch Der Mangel an Fachkräften stellt auch in der Versicherungsbranche ein wachsendes Risiko dar. Dabei hat gerade die Industrieversicherung jungen Menschen viel zu bieten. Wir müssen es nur stärker sichtbar machen. Nur wenn wir alle, die wir in der Versicherungswirtschaft arbeiten, mit Enthusiasmus über unsere Arbeit sprechen, werden wir auch in Zukunft die jungen Fachkräfte für uns gewinnen, die wir brauchen.
Transportversicherer vor großen Risiken
Der Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty macht sich Sorgen um die Sicherheit der Schifffahrt. Die Totalverluste von großen Schiffen sind im vergangenen Jahr zwar wieder zurückgegangen, aber das ist kein Grund für Entwarnung, so das Unternehmen. Die schwierige finanzielle Lage vieler Reedereien wirkt sich auf die Instandhaltung von Frachtern aus. Dazu kommen Cyber-Risiken, schwere Stürme und die schwierige Bergung der immer größeren Schiffe. Die Branche müsse sich auf mögliche Schäden von mehr als 1 Mrd. Dollar einstellen.
Elf für Deutschland
Meinung am Mittwoch: Elf junge Frauen und Männer haben jüngst den dualen Studiengang „Versicherung“ der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin mit Schwerpunkt „Industrieversicherung“ absolviert. Das ist zwar ein Anfang, aber es gibt viel zu wenige Nachwuchskräfte für die gesamte Branche in Deutschland. Oft mangelt es an Ausbildungsplätzen in Unternehmen. Das muss sich ändern.
„Die Old-Boys-Networks existieren nicht mehr“
Die Zusammenarbeit mit Risikomanagern großer Konzerne ist anspruchsvoller geworden. Es geht viel stärker um Leistung als in der Vergangenheit, erklären Aon Deutschland-Chef Onno Janssen und Michael Dehm, Director Global Clients und Mitglied der Geschäftsleitung, im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Geld verdient der Makler mit diesen Kunden vor allem im Ausland.
Versicherungseinkäufer müssen mehr ausbilden
Den Risikomanagern und Versicherungseinkäufern der Industrie geht der Nachwuchs aus. Der DVS hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit den verschiedenen Möglichkeiten befassen soll, die Ausbildung zu fördern. Auch der Anteil der Frauen in der Berufsgruppe soll steigen.
Das leidige Image der Assekuranz
Die Arbeit in Versicherungsunternehmen wird immer komplexer, der Akademikeranteil steigt. Gleichzeitig wird es auf dem Personalmarkt im Zuge des demografischen Wandels enger. Weil der Ruf der Branche nicht gerade gut ist, müssen die Unternehmen mehr für die Sicherung des Nachwuchses tun.
Schlechtes Branchenimage verprellt Fachkräfte
Versicherer suchen hochkarätige Kandidaten für Führungs- und Analyseaufgaben. Die versuchen sie mit Mentoring-Programmen, Karrierechancen und entsprechend hoher Vergütung zu locken. Das ist auch notwendig, denn die Branche ist bei Nachwuchstalenten nicht besonders beliebt. Prekär ist auch die Bewerbersituation im Vertrieb. Versicherer müssen sich als Arbeitgeber besser präsentieren, damit ihnen nicht die Bewerber ausgehen, warnen Experten.












