Exklusiv Gute Nachrichten für Careproof, den Prüfdienst der privaten Krankenversicherer (PKV): Das Bundesamt für Soziale Sicherung hat dem Tochterunternehmen des PKV-Verbands bescheinigt, dass es im vergangenen Jahr mehr Prüfungen in Pflegeeinrichtungen übernommen hat, als es die gesetzliche Quote erfordert hätte. Careproof nimmt ebenso wie der Medizinische Dienst der gesetzlichen Krankenversicherung die Leistungen der Pflegeeinrichtungen und ihre Qualität unter die Lupe.
Archiv ‘Pflegeversicherung’
„In Würde zu altern ist auch Eigenverantwortung“
Der Alterung der Gesellschaft setzt Bürger und Politik zunehmend unter Druck. Zwar muss der Staat eine Grundsicherung ermöglichen, doch darf die Eigenverantwortung nicht zu kurz kommen, hieß es auf der Jahrestagung der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) in Bonn. Ein Mix aus gesetzlicher, privater und betrieblicher Vorsorge sowie einem staatlichen Generationenkapital sei für eine lebenslange Finanzierung unerlässlich, erklärte DAV-Vorstandsvorsitzender Maximilian Happacher.
Scholz-Plan zur Pflegeversicherung stößt auf Kritik
Im TV-Duell der Kanzlerkandidaten hat Olaf Scholz (SPD) eine „Solidaritätsverschränkung“ von gesetzlicher und privater Pflegeversicherung vorgeschlagen. Demnach würden die privaten Versicherer in die gesetzlichen Kassen einzahlen. Damit würde sich Scholz‘ Plan von einem maximalen Selbstbehalt bei stationärer Pflege von 1.000 Euro finanzieren. Der Verband der privaten Krankenversicherer kritisierte diesen Vorschlag deutlich.
PKV freut sich über gestiegenes Interesse
Bei den privaten Krankenversicherern (PKV) scheint der Abrieb bei der Zahl der Vollversicherten gestoppt. Im Jahr 2024 konnte die Branche in ihrem Hauptgeschäftsfeld im zweiten Jahr in Folge einen – wenn auch nur leichten – Zuwachs verbuchen. Erneut stark ausbauen konnten die PKV-Unternehmen den Bereich der betrieblichen Krankenversicherung. Die Prämieneinnahmen stiegen mit 6,3 Prozent zwar spürbar, die Versicherungsleistungen legten mit 13,0 Prozent aber mehr als doppelt so stark zu.
PKV gegen Pflege-Bürgerversicherung
Das „Bündnis für eine solidarische Pflegevollversicherung“ hat seine Forderung nach einem einheitlichen System in der Pflegeversicherung erneuert. Auf Basis eines Gutachtens plädiert das Bündnis für die Einbeziehung aller Versicherten in die Pflegeversicherung, die dann sämtliche pflegebedingten Kosten übernehmen soll. Die privaten Krankenversicherer (PKV), deren Geschäftsfeld eingeschränkt würde, finden den Vorschlag absurd und verfassungswidrig. Stattdessen sei eine Ausweitung der finanziellen Vorsorge notwendig.
Arbeitgeber und PKV gegen höhere Sozialbeiträge
Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und die privaten Krankenversicherer (PKV) warnen vor einer deutlichen Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung und der Pflegeversicherung. Der Grund: Ein solcher Schritt würde zu einer explosionsartigen Erhöhung der Lohnzusatzkosten führen und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft weiter beeinträchtigen. Für viel sinnvoller halten sie Maßnahmen zur Dämpfung der Ausgaben und mehr Eigenvorsorge von Seiten der Versicherten.
FDP legt Wahlprogramm vor
Nach Grünen, Union und SPD hat am Mittwoch auch die FDP ihr Wahlprogramm vorgestellt. Die Liberalen setzen zur Stabilisierung der gesetzlichen Rentenversicherung und der sozialen Pflegeversicherung auf mehr Kapitaldeckung. In der betrieblichen Altersversorgung soll die reine Beitragszusage allen Unternehmen offenstehen, in der privaten Vorsorge will die Partei förderfähige Depots – auch für Selbstständige.
Neuer Vorstand der Versicherungskammer steht
Leute – Aktuelle Personalien Der Konzern Versicherungskammer hat die angekündigte Neuaufstellung des Vorstands festgezurrt. Zum 1. Januar 2025 nimmt das neue Ressort Personenversicherung die Arbeit auf, in dem die Lebens-, die Kranken-, die Pflege- und die Reiseversicherung gebündelt werden. Die Verantwortlichkeiten werden in den Ressorts künftig auf vier Schultern verteilt. Die Leitung liegt bei Klaus Leyh. Ab dem 1. April leitet Markus Juppe das Komposit-Ressort, Isabella Martorell Naßl erhält mehr Zuständigkeiten im Bereich Operations.
Neugründung von Hallesche und Signal Iduna
Hallesche und Signal Iduna haben ein neues Gemeinschaftsunternehmen für die Leistungsverarbeitung in der Pflegepflichtversicherung gegründet. Sie soll mit dem Angebot schneller und kostengünstiger werden. Passend zum Tochterunternehmen LM+ heißt der neue Anbieter PPV+. LM+ ist auch als Minderheitsgesellschafter an Bord und stellt den Geschäftsführer. Als Kunde ist der weitere LM+-Gesellschafter Barmenia Gothaer allerdings nicht dabei.
PKV: Auch Pflegepolicen sind Altersvorsorge
Die von der Bundesregierung angestrebte Stärkung der privaten Altersvorsorge sollte nach Meinung der privaten Krankenversicherer (PKV) auch die Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit über private oder betriebliche Pflegezusatzversicherungen umfassen. Die Absicherung „dieses großen Lebensrisikos“ sollte als Teil der Altersvorsorge steuerlich berücksichtigt werden, findet der PKV-Verband. Gerade die betrieblichen Zusatzpolicen sieht er als guten Hebel. Sie müssten bestimmte Voraussetzungen erfüllen, darunter den Verzicht auf Risikoprüfungen seitens der Versicherer.
Deutsche Familienversicherung geht von der Börse
Die von Stefan Knoll gegründete DFV Deutsche Familienversicherung geht von der Börse. Die Haron Holding des Schweizer Fondsmanagers Luca Pesarini macht den Aktionären ein Angebot, ihre Papiere zu übernehmen. Das teilten die Unternehmen am 17. September 2024 mit. Damit sind für den kleinen Versicherer sechs aufregende Jahre als börsennotiertes Unternehmen vorbei.
Zukunft der Pflegeversicherung erhitzt die Gemüter
Nach einer Umfrage im Auftrag des Sozialverbands VdK halten zwei Drittel der Bevölkerung die Zusammenlegung von gesetzlicher und privater Pflegeversicherung für eine gute Idee. Der VdK hat die Ergebnisse passend zur Verabschiedung eines Berichts zur zukunftssicheren Finanzierung der Pflegeversicherung durch die Bundesregierung vorgelegt. Dort werden angesichts der drohenden Defizite in der sozialen Pflegeversicherung verschiedene Szenarien durchgespielt. Mit dem Bericht sind sowohl die gesetzlichen Krankenkassen als auch die privaten Krankenversicherer unzufrieden.









