Archiv ‘Urteil’

Clyde & Co: Cyberfälle sind eine Black Box

Die Rechtslage bei Schadenersatzansprüchen im Zusammenhang mit Cybervorfällen ist aktuell sehr unsicher. Jan Spittka, Partner der Kanzlei Clyde & Co, spricht von einer Black Box. Doch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs könnte noch in diesem Jahr Klarheit bringen – auch darüber entscheiden, ob Massenklagen in Deutschland erfolgreich sein werden oder nicht. Aus versicherungstechnischer Sicht werden allerdings einige Fragen offenbleiben, Streitigkeiten sind vorprogrammiert. Die Situation werde ähnlich wie bei D&O-Fällen werden, sagte Paul Malek, Counsel bei Clyde & Co. … Lesen Sie mehr ›

Supreme Court weist Bayer-Revision ab

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer ist mit seinem Antrag auf Revision vor dem obersten Gerichtshof der USA gescheitert. Dabei ging es um die krebserregende Wirkung des Unkrautvernichters „Roundup“. In der Vorinstanz hatte ein Berufungsgericht einem Mann rund 25 Mio. Dollar Schadenersatz zugesprochen, weil er das Mittel jahrelang genutzt hatte und danach an Krebs erkrankt war. Die Entscheidung des Supreme Courts zieht weitere Zahlungen für den Konzern und möglicherweise seine Versicherer nach sich. … Lesen Sie mehr ›

WTW-Fusion hat Konsequenzen für sieben Versicherer

Fünf Jahre nach dem Zusammenschluss des Beraters Towers Watson und des Maklers Willis könnte die Fusion für AIG und sechs weitere Versicherer endlich zu einem Abschluss kommen – allerdings nicht zu einem glücklichen. Ein Gericht in den USA hat einer Klage von Towers Watson gegen das Konsortium Recht gegeben. Bei ihm hatte Towers Watson damals eine M&A-Police abgeschlossen. Dadurch könnte die Fusion die sieben Versicherer mehrere Millionen Dollar kosten. Noch haben sie jedoch ein paar Tage Zeit, um Einspruch einzulegen. … Lesen Sie mehr ›

Makler muss Schadenersatz in Millionenhöhe zahlen

Das Landgericht Hamburg hat einen Versicherungsmakler dazu verurteilt, einer Bewachungsfirma Schadenersatz in Millionenhöhe zu zahlen, weil er sich nicht um adäquaten Versicherungsschutz gekümmert hat. (AZ 413 KHO 27/20). Die Firma sollte für einen Kunden Flutschutztore bei Hochwasser schließen. Dabei ereignete sich ein Fehler, der zu einem Schaden von 5,5 Mio. Euro führte. Diese Tätigkeit war von der Betriebshaftpflichtpolice aber nicht gedeckt. Fatal aus Sicht des Maklers war es, dass er versucht hat, eine Haftungsobergrenze in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu installieren – anstatt individuell mit dem Kunden. … Lesen Sie mehr ›

VZBV gewinnt gegen Check24

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat recht mit den Vorwürfen gegen Check24. Das haben Richter des Landgerichts Frankfurt am Main entschieden. Der Verband hatte dem Vergleichsportal vorgeworfen, nicht deutlich genug zu sagen, dass es nur einen kleinen Teil der Versicherer in seinen Vergleich von Privathaftpflichtpolicen einbezieht. Die Richter beriefen sich in dem Urteilspruch mehrfach auf den Vermittlerstatus von Check24. Das Urteil könnte also auch Bedeutung für andere Makler bekommen. … Lesen Sie mehr ›

Ex-DAS-Manager müssen weniger zurückzahlen

Vetternwirtschaft, Bereicherung, Betrug – die Liste der Vorwürfe gegen Paul Asplin, einen ehemaligen DAS-Manager aus Großbritannien, ist lang. Zahlreiche Freundinnen, Gefährten und Ex-Frauen sollen sich über ihn an dem Unternehmen bereichert haben. Es folgten Haft- und Bewährungsstrafen. Jetzt hat ein Londoner Gericht immerhin die Entschädigungen reduziert, die Paul Asplin und seine Kollegen an den ehemaligen Arbeitgeber DAS UK zahlen müssen. … Lesen Sie mehr ›

Ex-Wirecard-Chef gewinnt gegen Chubb

Markus Braun, ehemaliger Vorstandschef der insolventen Skandalfirma Wirecard, hat sich vor Gericht gegen die von Chubb geführten Managerhaftpflicht-Versicherer des Unternehmens durchgesetzt. Sie müssen vorläufig für die Kosten zur Abwehr von Schadenersatzansprüchen aufkommen. Das Oberlandesgericht Frankfurt bestätigte damit ein Urteil des Landgerichts aus dem Januar. Chubb hatte versucht, sich auf einen Ausschluss wegen arglistiger Täuschung zu berufen. … Lesen Sie mehr ›

Anwalt: BSV-Klagewelle startet jetzt erst richtig

Der Streit zwischen Versicherern und Kunden um pandemiebedingte Betriebsschließungsschäden (BSV) wird jetzt richtig Fahrt aufnehmen, erwartet Mark Wilhelm, Rechtsanwalt und Chef der auf Haftungs- und Versicherungsrecht spezialisierten Kanzlei Wilhelm. Prozessfinanzierer seien an Bord gekommen, das helfe den krisengeschüttelten Versicherten beim Gang vor Gericht. Der Anwalt gibt Einblicke, was bei Gericht geschieht: Versicherer verhinderten Urteile, die zu ihren Lasten ausgehen würden. Wilhelm schließt nicht aus, dass Makler beim BSV-Zoff nicht ungeschoren davonkommen. … Lesen Sie mehr ›

BSV: Versicherer siegen vor Gericht

Im Streit um Leistungen aus der Betriebsschließungsversicherung (BSV) konnten die Versicherer Allianz, Helvetia und Haftpflichtkasse die Klagen ihrer Kunden abwehren. Die 10. Zivilkammer des Landgerichts München II entschied in vier Verfahren zugunsten der Gesellschaften. Der Streitwert lag insgesamt bei 462.000 Euro. Nach Einschätzung der Richter seien die in den BSV-Verträgen verwendeten Klauseln als abschließend und damit wirksam zu verstehen. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. … Lesen Sie mehr ›