Autorenarchiv

Herbert Fromme, Jahrgang 1953, schreibt vor über die Versicherungs- und Rückversicherungsbranche. Er ist Versicherungskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Zu seinen Stationen gehören Reuters, Financial Times World Insurance Report, Lloyd's List und Insurance Day. Von 2000 bis Dezember 2012 war er Versicherungskorrespondent der Financial Times Deutschland. Er ist Herausgeber von "Herbert Frommes Versicherungsmonitor Premium"

  • Kantak wird PKV-Vorsitzender

     Leute – Aktuelle Personalien  Ralf Kantak, Chef der Süddeutschen Krankenversicherung, wird nach Informationen des Versicherungsmonitors neuer Vorsitzender des Verbandes der privaten Krankenversicherung (PKV). Der Verband wollte dazu nicht Stellung nehmen. Amtsinhaber Uwe Laue scheidet aus, er ist bei seinem Unternehmen – der Debeka – bereits seit Mitte 2018 im Ruhestand. Kantak soll zum 1. Juli 2019 übernehmen. Kantak leitet die Süddeutsche Kranken seit 2013. Zu seinen früheren Karrierestationen gehören Volksfürsorge, Generali und Württembergische. … Lesen Sie mehr ›

  • Debeka-Chef Brahm: Kein Mitarbeiter zu viel

    Thomas Brahm, seit Juli 2018 Vorstandschef des führenden privaten Krankenversicherers Debeka, hält nichts von großen Streichaktionen bei Arbeitsplätzen. Die Debeka will weiter wachsen – und eher Personal anbauen als abbauen. Im Interview mit Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor spricht Brahm über die Digitalisierung, den Umbau der IT, das Portal „Meine Gesundheit“, die Erfahrungen mit Beamten in Hamburg und die Mitgabe der Alterungsrückstellung. Und er beschreibt den Schock, den die beinahe vollständige Aufgabe der klassischen Lebensversicherung im Haus ausgelöst hat. … Lesen Sie mehr ›

  • Finhome soll Kunden binden

    Der Münchener Start-up-Inkubator Finconomy hat ein neues Angebot auf den Markt gebracht, das sich an Versicherer, Finanzvertriebe und Banken richtet und nur von ihnen lizenziert werden kann, nicht von Endkunden. Finhome ist eine Finanzplattform für Endkunden, mit der Nutzer Konten abfragen und Überweisungen vornehmen können. Kreditkartenabrechnungen, Wertpapierbestände und Versicherungsstatus gehören ebenfalls zur Übersicht. Mit Finhome können sich Versicherer und Finanzvertriebe mehr Alltagsrelevanz verschaffen, glaubt Finconomy-Chef Reinhard Tahedl. … Lesen Sie mehr ›

  • Die bröcklige Einheit des GDV

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Die Grünen haben maßgeblich dafür gesorgt, dass die EU einen Kostendeckel von einem Prozent für paneuropäische PEPP-Produkte beschließt. Der Bund der Versicherten veröffentlicht eine freche Studie, in der er Riester-Verträgen eine schlechtere Rendite als dem Sparen unter dem Kopfkissen bescheinigt. Beides sind Angriffe auf die deutschen Lebensversicherer und ihre Vertriebspolitik, die nicht zufällig im Vorfeld der geplanten Veröffentlichung der Regierungspläne zu einem Provisionsdeckel kommen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft agiert dabei merkwürdig passiv. Das ist kein … Lesen Sie mehr ›

  • EU verpasst PEPP Kostendeckel

    Die Europäische Union hat einen Kostendeckel von einem Prozent für die PEPP-Angebote erlassen. PEPP steht für Pan-European Pension Product, ein EU-weites Altersvorsorgeprodukt. Allerdings wird noch darum gestritten werden, wie die EU-Kommission in einem „delegierten Rechtsakt“ diese Vorschrift auslegt, die von EU-Parlament, Rat und Kommission beschlossen wurde. Die Einführung des Kostendeckels wurde maßgeblich von den Grünen im Europaparlament betrieben. Ihr finanzpolitischer Sprecher Sven Giegold hofft auf Auswirkungen auf den deutschen Markt. … Lesen Sie mehr ›

  • Kopfkissenstrategie versus Riester

    Wer jeden Monat Geld fürs Alter unter das Kopfkissen legt, erzielt eine höhere Rendite als beim Abschluss einer Riester-Rente. Mit diesem provozierenden Vergleich greift der Bund der Versicherten (BdV) die deutschen Lebensversicherer an. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hält solche Vergleiche für unsinnig und verweist auf Renditeberechnungen, die drei bis vier Prozent nach Steuern ergeben. BdV-Chef Axel Kleinlein sucht die Offensive in der Diskussion über die Kosten der Branche. … Lesen Sie mehr ›

  • Munich Re sucht Aktionärswohlwollen

    Keine echte Trendwende bei den Preisen und bei den Überkapazitäten in der Rückversicherung, aber dennoch ein ordentlicher Gewinn – und eine kräftig erhöhte Dividende und ein Aktienrückkauf. Das ist der Kern der vorläufigen Munich Re-Zahlen für das Jahr 2018, die der neue Finanzchef Christoph Jurecka (Bild) zum ersten Mal vortrug. Über die guten Ergo-Zahlen freute er sich besonders, Jurecka war dort bis Ende 2018 Finanzchef. Rückversicherungsvorstand Torsten Jeworrek setzt große Erwartungen auf höhere Preise bei den noch bevorstehenden Erneuerungsverhandlungen zum … Lesen Sie mehr ›

  • Burkhard Keese wechselt zu Lloyd’s

     Leute – Aktuelle Personalien  Die Allianz Deutschland verliert ihren Finanzvorstand Burkhard Keese (Bild). Der 53-Jährige wechselt zum 1. April zum Finanzmarkt Lloyd’s of London. Außerdem: Nachdem Marcus Nagel überraschend Anfang 2018 die Zurich Deutschland verlassen hatte, ist der 53-Jährige jetzt Berater bei Bain Capital. Swiss Life Deutschland bekommt mit Lothar Engelke einen neuen Chief Technology Officer. Der Bund der Versicherten hat jetzt einen Rechtsexperten im Vorstand, und Jad Ariss ist neuer Generalsekretär der Geneva Association. Zudem holt AIG zwei … Lesen Sie mehr ›

  • Mehr Transparenz, nicht weniger

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Viele Versicherer und ihr Gesamtverband beschweren sich laut über die Qual, regelmäßig Solvenz-Berichte erstellen zu müssen. Das sei teuer, binde viel Managementkapazität und habe wenig Aussagekraft. Und wenn der Bericht dann mit viel Arbeit erstellt sei, lese kaum jemand ihn. Sie verlangen die Abschaffung oder auf jeden Fall die Verschlankung des Werkes. Ich glaube nicht, dass sich die Branche damit einen Gefallen tut. Mit dieser Art Transparenz sollten sie eigentlich gut leben können. In anderen Ländern … Lesen Sie mehr ›

  • Scor-Aktie bricht ein – Scor und Covéa vor Gericht

    Der französische Versicherer Covéa hat am Dienstag erklärt, er sei nicht mehr an der Übernahme des Rückversicherers Scor interessiert. Damit hat er die seit August 2018 verfolgten Pläne aufgegeben. Die Aktie des von Denis Kessler geführten Rückversicherers stürzte um 11,4 Prozent ab – das Unternehmen verlor damit eine Mrd. Euro an Börsenwert. Covéa reagiert mit dem Rückzug auf straf- und zivilrechtliche Vorwürfe und Strafanzeigen von Scor gegen Covéa und Chef Thierry Derez sowie auf Schadenersatzklagen gegen die Banken Rothschild und … Lesen Sie mehr ›

  • GDV gegen „Keule“ Provisionsdeckel

    Die deutschen Versicherer haben ihre Beitragseinnahmen im vergangenen Jahr um 2,1 Prozent gesteigert und wollen auch 2019 ein Wachstum von rund 2 Prozent erreichen. Das sagte GDV-Präsident Wolfgang Weiler auf der Jahrespressekonferenz des Verbands in Berlin. Den angekündigten Provisionsdeckel in der Lebens- und Restschuldversicherung bezeichnete Weiler als „Keule“. Der Verband will eine Provisionsobergrenze verhindern – noch ist nicht bekannt, was die Politik hier andenkt. Dafür, dass die Verbandsgremien eine reine Männerangelegenheit sind, fühlt sich Weiler nicht zuständig. … Lesen Sie mehr ›

  • Brasilianische Dammkatastrophe trifft Versicherer

    Die Allianz führt nach Informationen des Versicherungsmonitors ein Konsortium, das den brasilianische Bergbaukonzern Vale gegen Haftpflichtschäden rückversichert. Der Versicherer ist deshalb an den Schäden aus der Dammbruch-Katastrophe in Brumadinho beteiligt, bei der mindestens 58 Menschen starben. Mehr als 300 werden vermisst. Aus rechtlichen Gründen werden alle Industrierisiken in Brasilien bei örtlichen Firmen versichert und dann oft in Rückdeckung gegeben. Über die Höhe der Haftpflichtversicherung gibt es widersprüchliche Angaben. Die Sachpolice soll Chubb führen. … Lesen Sie mehr ›

  • Marsh steigt in Assekuradeursmarkt ein

    Der Großmakler Marsh gründet in Deutschland einen neuen Assekuradeur mit dem Namen Victor. Das Unternehmen wird von Bernd Knof geleitet, der dafür seinen Geschäftsführerposten bei Marsh aufgibt. Es soll sich auf das Geschäft mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen konzentrieren. Die Gründung von Victor ist Teil einer globalen Strategie des Großmaklers. Marsh hatte im vergangenen Jahr angekündigt, seine in der Schinnerer Group zusammengefassten Assekuradeure in Victor umzubenennen. … Lesen Sie mehr ›

  • Der Kunde gehört niemandem

    Herbert Fromme

     Herbert Frommes Kolumne  Die Frage, wem eigentlich der Kunde gehört, ist seit Jahrzehnten in der Versicherungsbranche beliebt. Bei Disputen zwischen Maklern und Versicherern, bei Einstellung und Kündigung von Vermittlern und beim Verkauf von Unternehmen oder Unternehmensteilen spielt sie eine große Rolle. Dabei ist der Begriff natürlich ebenso unsinnig wie falsch. Der Kunde gehört niemandem. Es geht darum, wer das Recht hat, ihn anzusprechen – und darum, mit wem er oder sie überhaupt redet. Der Übergang der ADAC Autoversicherung von … Lesen Sie mehr ›

  • DA Direkt auf Wachstumskurs

    Der Direktversicherer DA Direkt hat sich unter Vorstandschef Peter Stockhorst ein tiefgreifendes Umbauprogramm verordnet. Das zur deutschen Zurich-Tochter gehörende Unternehmen will den Prämienrückgang in diesem Jahr stoppen und 2020 auf Wachstum schalten. Dafür will Stockhorst die Investitionen in den Online-Vertrieb ausbauen. Große Hoffnungen setzt der langjährige frühere Vorstandschef der Cosmos Direkt auf ein neues Onlineportal, das Kunden mit einfachen Diensten rund um ihren Versicherungsschutz überzeugen soll. Alle 34 Geschäftsstellen werden im Laufe des Jahres geschlossen, die Mitarbeiter bleiben als Telefonberater … Lesen Sie mehr ›