Eine persönliche D&O-Versicherung kann als entscheidender Rettungsschirm fungieren, wenn die Unternehmens-D&O an ihre Grenzen stößt. Allerdings ist das Nebeneinander beider Policen mit Blick auf eine reibungslose Schadenabwicklung nicht immer ganz unproblematisch. Eine klare Abstimmung ist vonnöten, schreibt Stefan Steinkühler, Rechtsanwalt und Experte für Managerhaftung. … Lesen Sie mehr ›
Unternehmen sehen sich immer stärkeren Compliance-Risiken gegenüber. Vor diesem Hintergrund wächst das Interesse an Deckungskonzepten zur Versicherung von Geldbußen, schreibt Dan Schilbach, Counsel bei der Kanzlei Clyde & Co. Die Versicherbarkeit von Geldbußen ist allerdings umstritten und auch durch die Rechtsprechung noch nicht geklärt. Das hat Auswirkungen auf die Gestaltung entsprechender Versicherungsbedingungen. … Lesen Sie mehr ›
Cyberangriffe gehören zur Realität wirtschaftlicher Risiken. Staaten und staatlich unterstützte Akteure nutzen digitale Angriffe, um strategische Ziele zu verfolgen, politische Gegner zu schwächen und kritische Infrastruktur sowie Industrieunternehmen zu stören. Cyberpolicen reichen nicht immer aus, um mit einer Cyberattacke verbundene Vermögensschäden abzusichern, schreibt Anna-Catharina von Girsewald von der Kanzlei Oppenhoff & Partner. Daher stellt sich die Frage, unter welchen Voraussetzungen Cyberangriffe unter den Kriegsausschluss fallen und somit der Versicherungsschutz ausgeschlossen ist. … Lesen Sie mehr ›
Internationale tätige Unternehmen müssen sich mit verschiedenen rechtlichen Umgebungen auseinandersetzen. Die Schwierigkeiten liegen auf der Hand: Was in dem einen Staat als normaler Umgang unter Geschäftsleuten angesehen wird, kann in dem anderen Land Korruptionsvorwürfe begründen. Probleme können dabei nicht nur an den geopolitischen Bruchlinien durch Sanktionen und Gegensanktionen entstehen, schreibt Sören Rettig, Geschäftsführer und COO des D&O-Spezialisten VOV. Das zeigt der Fall eines französischen Cloudanbieters in Kanada. … Lesen Sie mehr ›
Vor kurzem ist mit einiger Verzögerung das NIS-2-Umsetzungsgesetz in Kraft getreten. Es erhöht die Anforderungen an die Cybersicherheit der Bundesverwaltung und postuliert vor allem eine Vielzahl neuer Pflichten für bestimmte als „wichtig“ beziehungsweise „besonders wichtig“ eingestufte Unternehmen, erläutert Rechtsanwalt Jörg Heilmann von der Segger Rechtsanwaltsgesellschaft. … Lesen Sie mehr ›
Versicherungsmakler sollten besonders sorgfältig bei der Ermittlung des Versicherungsbedarfs und der regelmäßigen Überprüfung der Versicherungssummen vorgehen, insbesondere in Zeiten steigender Baupreise und Inflation. Ansonsten laufen sie Gefahr, für eine Unterversicherung haftbar gemacht zu werden, wie ein aktueller Beschluss des Landgerichts Essen zeigt. Es ist auch Schnelligkeit bei der Beratung gefragt, schreibt Rechtsanwalt Stefan Steinkühler. … Lesen Sie mehr ›
Das am 13. November 2025 vom Bundestag verabschiedete NIS-2-Umsetzungsgesetz novelliert das BSI-Gesetz und bringt damit verschärfte Vorgaben zum Cyber-Risikomanagement mit sich. Diese werden sich auch auf die Cyber- und die D&O-Versicherung auswirken – in einer Zeit, in der infolge des intensiven Wettbewerbs in Teilen des Marktes Zeichnungsstandards und Preise eher sinken, schreibt Dan Schilbach von der Kanzlei Clyde & Co. … Lesen Sie mehr ›
Sanktionen sind angesichts politischer Unsicherheiten, ständig aktualisierter Sanktionslisten und globaler Konflikte zu einem Risikofaktor für die Versicherungswirtschaft geworden. Sanktionsklauseln in Versicherungsverträgen sollen Versicherer davor schützen, durch die Zahlung von Versicherungsleistungen an sanktionierte Personen, Unternehmen oder für sanktionierte Güter unbeabsichtigt gegen nationale oder internationale Sanktionsvorschriften zu verstoßen. In der Praxis erweist sich die rechtssichere Gestaltung der Klauseln als anspruchsvoll, da häufig unklar bleibt, in welchen Fällen und mit welchen Rechtsfolgen sie tatsächlich greifen. … Lesen Sie mehr ›
Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas will die EU unter anderem den Mittelstand von regulatorischen Lasten befreien und führt dazu eine neue Unternehmensklasse ein, die sogenannten Small Mid-Cap Companies (SMCs). Für die betroffenen Unternehmen ist das grundsätzlich eine gute Nachricht. Um ihnen allerdings kurzfristig eine schneller spürbare regulatorische Erleichterung zugutekommen zu lassen, wäre eine andere Vorgehensweise sinnvoller gewesen. … Lesen Sie mehr ›
Das kürzlich ergangene Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zur organhaftungsrechtlichen Aufarbeitung des Dieselskandals hat viel Aufmerksamkeit erhalten. Weniger Beachtung haben bislang hingegen die klarstellenden Ausführungen des BGH zur gesetzlichen Sperrfrist von drei Jahren gefunden, die in der Unternehmenspraxis die Möglichkeit einvernehmlicher Erledigungen von Organhaftungs- und damit korrespondierender D&O-Deckungsansprüche erheblich beeinflusst. … Lesen Sie mehr ›
In der D&O-Regulierungspraxis ist zu beobachten, dass Versicherer immer häufiger den Einwand der wissentlichen Pflichtverletzung mit Verweis auf eine angebliche „Kardinalpflichtverletzung“ erheben, um Deckung zu verweigern. Bei dem Thema besteht Handlungsbedarf bei den Versicherungsbedingungen. Dass der Bundesgerichtshof (BGH) zu Kardinalpflichten in Insolvenzverfahren im November verhandeln wird, ist zu begrüßen. … Lesen Sie mehr ›
Fälle von Business-E-Mail-Compromise (BEC), in denen Angreifer sich Zugang zu geschäftlichen E-Mail-Konten verschaffen oder deren Identität nachahmen, um betrügerische Transaktionen auszulösen, können von marktüblichen Cyberpolicen abgedeckt sein. Allerdings hängt das stark vom Einzelfall ab. Grundsätzlich lassen sich drei Fallgruppen unterscheiden. … Lesen Sie mehr ›
Die Absicherung von geopolitischen Risiken durch War-Risk-Policen wird immer wichtiger, wie nicht zuletzt die Beschlagnahme von geleasten Flugzeugen durch Russland und die Gerichtsurteile dazu gezeigt haben. Die Versicherungsbranche steht vor der Herausforderung, innovative Lösungen zu entwickeln, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Klare Vertragsklauseln und eine präzise Risikobewertung sind entscheidend, um die Versicherbarkeit geopolitischer Risiken auch in Zukunft sicherzustellen. … Lesen Sie mehr ›
Die Entscheidung des BGH, den Zustimmungsbeschluss der VW-Hauptversammlung zu dem Deckungsvergleich mit den D&O-Versicherern im Kontext des Dieselskandals für nichtig zu erklären, zeigt, welche Auswirkungen fehlende Transparenz haben kann. Für die D&O-Versicherung entsteht ein erhöhtes Maß an Unsicherheit bei zustimmungsbedürftigen Vergleichen, was zu einem erhöhten versicherungstechnischen Aufwand führen dürfte. Außerdem müssen bestehende und künftige versicherungstechnische Rückstellungen neu austariert werden, wenn ein Vorgang nicht als abgeschlossen angesehen werden kann. … Lesen Sie mehr ›
Legal Eye – Die Rechtskolumne Zurzeit laufen wieder die jährlichen Verlängerungsverhandlungen zwischen den Versicherern und den Unternehmen über D&O-Versicherungen. Dabei prüfen die Versicherer auch die aktuelle Risikosituation der Unternehmen und ihrer Führungskräfte. Was aber passiert, wenn der Versicherer dabei auf potenziell (organ-)haftungsrelevante Informationen stößt, zum Beispiel in Medienberichten zu behördlichen Verfahren gegen das Unternehmen oder dessen Manager? … Lesen Sie mehr ›