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Renaissance oder Revolution: Was brauchen wir?

 Meinung am Mittwoch  Die Bedürfnisse der Kunden ändern sich heute schneller als in früheren Jahren. Das macht auch eine Anpassung der Versicherungslösungen nötig. Die Versicherer sollten sich dabei aber nicht verzetteln. Die Kunden wollen vielleicht gar keine ausgeklügelten Telematik-Tarife in der Kfz-Versicherung oder Smart Home-Optionen in ihren Gebäudepolicen, sondern einfach nur eine vernünftige Absicherung der neuen Gefahren. Statt einer völligen Veränderung der Versicherungsprodukte benötigen wir eine Modernisierung der prozessualen Strukturen und einen anderen Umgang mit Mitarbeitern und Kunden.

Whistleblower-Stelle – Nicht nur eine BaFin-Pflicht

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Seit gut einem halben Jahr können sogenannte Whistleblower mutmaßliche Verstöße gegen aufsichtsrechtliche Vorschriften bei der BaFin melden. Das Spektrum der meldefähigen Pflichtverletzungen betrifft dabei sämtliche nationalen sowie internationalen Bestimmungen, deren Beachtung die BaFin zu überwachen hat. Zu Beginn des Jahres 2017 ist nun zusätzlich ein elektronisches Meldesystem eingerichtet worden, das ein Höchstmaß an Anonymität der Hinweisgeber gewährleistet. Damit fällt die entscheidende Hemmschwelle für Meldungen. Die Versicherer selbst sind seit Sommer vergangenen Jahres gesetzlich dazu verpflichtet, vergleichbare Stellen für die anonyme Meldung potenziellen oder tatsächlichen Fehlverhaltens einzurichten. Spätestens jetzt sollten sie überlegen, ihren Mitarbeitern und […]

Herbert Fromme

Unsicher

 Herbert Frommes Kolumne  Der Amtsantritt von Donald Trump als US-Präsident und der Brexit sind keine Unfälle in Ländern, die eigentlich etwas anderes wollten. Sie repräsentieren das endgültige Ende der Nachkriegsordnung. Die Welt wird künftig anders und höchstwahrscheinlich unsicherer. Gleichzeitig macht sich die Weltwirtschaft daran, die enormen Möglichkeiten der Digitalisierung umzusetzen. Die Versicherungswirtschaft hat bisher nicht gezeigt, dass sie die Chancen, die für sie aus einer solchen Lage entstehen, nutzen kann. Im Gegenteil, ihre Bedeutung sinkt – eine gefährliche Entwicklung.

Über 80 Mio. Dollar für Angreifer

 Meinung am Mittwoch  Deutsche Insurtechs haben bei Investoren im vergangenen Jahr mehr als 80 Mio. Dollar eingesammelt. Das ist zwar mehr als doppelt so viel wie 2015, aber nur ein Bruchteil des Finanzierungsvolumens in den USA. Auch in anderer Hinsicht ist der US-Markt weiter entwickelt als in Deutschland. So sind in den USA im vergangenen Jahr zahlreiche Start-ups als Direktversicherer oder gebundene Vermittler im Privatkundenbereich gestartet. In Deutschland fällt dagegen die große Zahl an Insurance Management-Lösungen auf. Hier könnte es bald zu einer Konsolidierung kommen.

Was huscht denn da?

 Nachschlag – Der aktuelle Kommentar  Im fantastischen Tierreich der Versicherungswelt tummeln sich allerhand possierliche Arten. Bei der täglichen Arbeit begegnet die flinkfingrige Gattung Scriptor Vulgaris Coffeinii, der gemeine Journalist mit ausgeprägter Koffeinsucht, immer wieder erstaunlichen Spezies. Begleiten Sie den Versicherungsmonitor auf eine Reise in die unbekannte Welt der Versicherer-Pressestellen. Ähnlichkeiten mit lebenden Exemplaren auf beiden Seiten sind rein zufällig.

Mehr Pflichten für Pensionskassen und -fonds

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Nach mehrjährigen Verhandlungen wurde am 23. Dezember 2016 die Zweite Pensionsfondsrichtlinie im Amtsblatt der europäischen Union veröffentlicht. Auch wenn der europäische Gesetzgeber der Übertragung des Solvency-II Regimes auf Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung im Hinblick auf die Eigenkapitalanforderungen eine klare Absage erteilt hat, werden nach der Umsetzung der Richtlinienvorgaben auch für Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung umfangreiche Governance-Anforderungen gelten. Die Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht muss bis spätestens zum 13. Januar 2019 erfolgt sein.

IDD im Bundeskabinett

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Das Bundeskabinett befasst sich mit der EU-Vermittlerrichtlinie IDD, der Versicherungsombudsmann feiert sein 15-jähriges Bestehen und in Hamburg findet die Euroforum-Haftpflichttagung statt.

Herbert Fromme

Gefährliche Zinswende

 Herbert Frommes Kolumne  Jahrelang haben die Versicherer verlangt, dass die europäischen Regierungen und die Zentralbank ihre Zinspolitik ändern. In den USA steht die Zinswende bevor, in Europa wird sie über kurz oder lang folgen. Allerdings kann genau diese Wende, die so dringend von den Versicherern herbeigesehnt wird, manche Gesellschaft das Leben kosten. Denn vieles spricht dafür, dass der Anstieg nicht ordentlich und langsam vonstattengeht, sondern mit einer oder mehreren plötzlichen Bewegungen verbunden ist. Schon ein einzelner Zinsschock kann zu hohen Abschreibungen auf festverzinsliche Papiere führen.

Intelligente und einfache IT ist entscheidend

 Meinung am Mittwoch  Wenn Versicherer in Zeiten der digitalen Revolution nicht abgehängt werden wollen, müssen sie jetzt im Rennen um die Digitalisierung Gas geben. An Daten mangelt es den Unternehmen nicht, aber der Umgang mit ihnen will gelernt sein. Dafür müssen die Versicherer ihre IT-Infrastruktur für die Zukunft rüsten. Es gilt Entscheidungen zu fällen, etwa ob die Software gekauft oder selbst programmiert werden soll. Statt sich von alten Systemen ausbremsen zu lassen, sollten Versicherer neue Wege gehen und innovativen Technologien offen gegenüberstehen.

Cyber: Als Tiger gestartet, als Bettvorleger gelandet?

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Eigentlich müsste der Markt für Cyberversicherungen boomen. Die Unternehmen zählen das Risiko, Opfer eines Hackerangriffs zu werden, zu den größten Gefahren für ihren Geschäftsbetrieb. Die Versicherer wittern Geschäftschancen in einer neuen Sparte. Trotzdem gibt es immer noch sehr wenige abgeschlossene Verträge und versicherte Schäden. Damit die Cyberpolicen nicht als Bettvorleger enden, müssen die Versicherer noch einiges an den Produkten verbessern.

Herbert Fromme

Untaugliche Argumente

 Herbert Frommes Kolumne  Das Wissenschaftliche Institut der PKV hat wie in jedem Jahr die Zahl veröffentlicht, mit der seiner Ansicht nach die privaten Krankenversicherer das gesamte Gesundheitssystem stützen. 2014 hat die PKV danach 12,45 Mrd. Euro mehr aufgewendet als die gesetzlichen Kassen für dieselbe Zahl an Versicherten aufgebracht hätten. Der PKV-Verband sollte aufhören, mit dieser Zahl zu argumentieren. Denn damit lädt die Branche die Leistungserbringer ein, bei PKV-Patienten ordentlich zuzulangen, sie macht einen dubiosen Kniefall vor der Politik und beleidigt ihre Kunden.

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