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Versicherer fürchten Benko-Totalverlust
Versicherer, die bei Unternehmen der Signa-Gruppe von René Benko zusammen mehr als 1 Mrd. Euro in Nachrangdarlehen – sogenannten Genussscheinen – investiert haben, machen sich Sorgen wegen des Ablaufs des Insolvenzverfahrens. Die Insolvenz in Eigenverwaltung sei nicht im Interesse der Nachranggläubiger, sagte ein mit den Vorgängen vertrauter Versicherer. Altaktionäre der Gruppe könnten gut wegkommen, während die Nachrang-Investoren alles verlieren. Ein Treffen, zu dem Signas Restrukturierungsvorstand Erhard Grossnigg (Bild) geladen hatte, verlief für die Investoren enttäuschend.
Harting: „Wir sind noch ein Start-up“
Exklusiv Frank Harting hat fast 40 Jahre Erfahrung in der Industrieversicherung. Er war bei Gerling, dann Vorstand beim Industrieversicherer HDI Global, später ging er zum Großmakler Marsh, wo er Geschäftsführer wurde. Jetzt ist er geschäftsführender Gesellschafter beim Assekuradeur It’s done mit Sitz in Hamburg. Im Kurzinterview mit dem Versicherungsmonitor spricht er darüber, was er mit dem jungen Unternehmen vorhat.
GGW übernimmt von Rauchhaupt & Senftleben
Exklusiv Der Maklerverbund GGW Group gewinnt mit dem Makler und Assekuradeur von Rauchhaupt & Senftleben einen weiteren Spezialisten aus Hamburg. Das Unternehmen ist unter anderem in den Bereichen Veranstaltungs- und Industrieversicherungen tätig. Für die Maklergruppe von Tobias Warweg dürfte dies eine der ersten Übernahmen nach dem Einstieg der neuen Investoren sein.
Pflichtversicherung: Gute Argumente, hohe Kosten
Legal Eye – Die Rechtskolumne Das Hochwasser in Niedersachsen und anderen Teilen Deutschlands hat die Diskussion um eine bundesweite Pflichtversicherung gegen Elementarschäden neu entfacht. Es gibt starke Argumente, die für eine solche Versicherungspflicht sprechen. Allerdings wirft die Frage der Finanzierbarkeit Bedenken auf. Der Versichererverband GDV warnt vor hohen Kosten für Hausbesitzer.
UK: Hochwasser kostet bis zu 800 Mio. Euro
Die Schäden durch Überflutungen werden immer größer. Das zeigten zuletzt die Stürme und Hochwasser um den Jahreswechsel – auch in Großbritannien. Die Ratingagentur Morningstar schätzt, dass der Sturm „Henk“, der Großbritannien im Dezember und in den ersten Januarwochen heimgesucht hat, die versicherten Schäden durch Hochwasser im Vereinigten Königreich in diesem Winter auf über 800 Mio. Euro in die Höhe treiben könnte. Vor allem zerstörte Häuser sorgen für den hohen Wert. Entsprechende Versicherungen dürften teurer werden.
Die Woche in Bildern 2/2024
Woche in Bildern Die Nachwehen des Erdbebens in Japan, ein Zusammenstoß von zwei Personenzügen auf der indonesischen Insel Java, die größte Tagebaumine Mittelamerikas in Panama, die Blockade des Containerterminals Bremerhaven durch die Bauernproteste und die Überschwemmungen durch das Sturmtief Henk vor der Oxford Universität: In unserer Woche in Bildern stellen wir Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.
RMS grenzt Schäden in Japan ein
Mit Moody’s Risk Management Solutions (RMS) hat der letzte der größeren Schadenmodellierer eine Schätzung zu den versicherten Schäden infolge des Neujahrs-Bebens in Japan abgegeben. Die Experten beziffern diese mit 3 Mrd. Dollar bis 6 Mrd. Dollar. Analysten erwarten keine nennenswerten Auswirkungen für regionale Versicherer. Allerdings könnten bei der Erneuerungsrunde am 1. April höhere Rückversicherungsprämien auf die Versicherer zukommen.
Deutsche Gründlichkeit kann hinderlich sein
The Long View – Der Hintergrund Bei der Anwendung der neuen europäischen Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung ESRS neigen viele deutsche Versicherer dazu, besonders gründlich vorzugehen. Sie berichten damit über viele Details, die letztendlich das Lesen erschweren. Die Versicherer sollten sich auf das Wesentliche beschränken. Deutsche Gründlichkeit ist gut, sie darf aber nicht über das Ziel hinausschießen.
A.M. Best: Keine Preissenkungen durch mehr Kapital
Nach einem Einbruch im Jahr 2022 ist das Rückversicherungskapital im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Zu sinkenden Preisen wird der Kapitalzufluss aber nicht führen, glaubt die Ratingagentur A.M. Best. Nicht alle Rückversicherer wollen ihre verbesserten Ergebnisse dazu nutzen, mehr Kapazitäten anzubieten und diejenigen, die mehr Kapital einsetzen, achten auf die Preise. Zudem ist das Interesse von Private Equity-Investoren gering, neue Rückversicherungs-Start-ups anzuschieben.
US-Makler: Cyberversicherungen werden teurer
Nach einem Jahr sinkender Preise werden Cyberversicherungen 2024 wieder etwas teurer – zumindest in den USA. Das geht aus einem Marktbericht des US-Versicherungsmaklers und Beraters Woodruff Sawyer hervor. Der Markt ist demnach noch immer von vielen Unsicherheiten geprägt. Zum Beispiel steht die Frage nach Kriegsausschlüssen in den Policen noch immer im Raum. Immerhin: Viele Unternehmen sind inzwischen besser auf Angriffe vorbereitet, was zu weniger Schadenfällen führte.
Meyenhofer wird neuer Partner Re-CEO
Leute – Aktuelle Personalien Der Rückversicherer Partner Re trennt sich von Geschäftsführer Jacques Bonneau. Sein Nachfolger wird Philippe Meyenhofer, der bereits verschiedene Führungspositionen im Unternehmen inne hatte. Außerdem: Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute strukturiert sein Marketing-Team um, das ungarische Start-up Cherrisk startet im deutschen Markt, die Trias-Versicherung ernennt eine neue Leiterin für Produktentwicklung und Produktmanagement, und der Vertriebsdienstleister des Schweizer Versicherers Baloise in Deutschland vergrößert seinen Vorstand.
Drei Makler: MRH Trowe kauft weiter ein
Der Frankfurter Industriemakler MRH Trowe hat zum Jahreswechsel gleich drei kleinere Makler übernommen. Das Unternehmen will mit den Akquisen der Makler Vertoura im Bereich Touristik, Frank Rauch & Kollegen im Bereich Privatkunden und Asspert im Bereich Gewerbekunden seine Expertise bei Spezialversicherungen stärken. Außerdem möchte der Industriemakler seinen Kunden auch räumlich näher kommen. Weitere Übernahmen dürften im Verlauf des noch jungen Jahres folgen.











