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Covéa bietet 9 Mrd. Dollar für Partner Re

In der Rückversicherungsbranche wird über eine Milliarden-Übernahme verhandelt: Der französische Versicherer Covéa will den Bermuda-Rückversicherer Partner Re für 9 Mrd. Dollar (8,2 Mrd. Euro) kaufen. Der Versicherungsverein will damit das Geschäft global stärker diversifizieren. Im vergangenen Jahr war Covéa-Chef Thierry Derez noch mit dem Versuch gescheitert, den Rückversicherer Scor zu übernehmen. Derzeitiger Eigentümer von Partner Re ist die Exor-Holding der italienischen Unternehmerfamilie Agnelli.

Scor hält sich bei Erneuerung zurück

Der französische Rückversicherer Scor klagt über zu geringe Preise. In der jüngsten Erneuerungsrunde in der Rückversicherung hat er sich deshalb zurückgehalten und auf Geschäft verzichtet, besonders in den USA und China. Die Prämieneinnahmen des Unternehmens sind 2019 dagegen stark gestiegen. Der Rechtsstreit mit dem französischen Versicherer Covéa und dessen Berater Barclays um die abgewehrten Übernahmepläne geht unterdessen weiter.

Talanx meldet deutlich höheren Gewinn

Einen Tag nach ihrer Rückversicherungstochter Hannover Rück hat die Talanx vorläufige Zahlen für 2019 veröffentlicht. Sie geht von einem deutlich höheren Gewinn als im Vorjahr aus, bei den Beitragseinnahmen rechnet sie mit einem Plus von 13 Prozent. Alle Geschäftsbereiche inklusive der Industrieversicherung lieferten einen Gewinnbeitrag ab. Die Sanierung der schadenbelasteten Feuersparte zeigt Wirkung, das selbstgesteckte Ziel bei der Schaden- und Kostenquote ist aber noch nicht erreicht.

Athora erhält 1,8 Mrd. Euro neues Eigenkapital

Der auf Bermuda ansässige Abwicklungsspezialist Athora hat 1,8 Mrd. Euro zusätzliches Eigenkapital eingeworben. Ein großer Teil kommt von den bestehenden Gesellschaftern, allen voran den US-Unternehmen Athene und Apollo. Mit dem frischen Geld will Athora die Expansion in Europa voranbringen. In Deutschland ist der Abwickler bereits aktiv.

Hannover Rück steigert Preise um 2,3 Prozent

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück zeigt sich mit der Vertragserneuerungsrunde in der Schadenrückversicherung zum Jahresauftakt zufrieden. Bei der Erneuerung gelang ein durchschnittlicher Preisanstieg von 2,3 Prozent, das Beitragsvolumen legte um 14 Prozent zu. Im Naturkatastrophengeschäft blieben die Konditionen stabil. Hannover Rück legte auch vorläufige Zahlen für 2019 vor. Während das Unternehmen den eigenen Anspruch beim Gewinn übertrifft, ist das bei der Schaden- und Kostenquote nicht der Fall.

Assekurata: Klare Definition von neuer Klassik

Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen und neuen Solvency II-Anforderungen haben Lebensversicherer vor einigen Jahren sogenannte neue Klassik-Policen auf den Markt gebracht. Bisher fehlt es jedoch an einer eindeutigen Abgrenzung zwischen der alten und neuen Klassik in der Lebensversicherung, moniert Assekurata. Das muss sich ändern, denn für Kunden wird der Altersvorsorgemarkt so nur noch unübersichtlicher.

Scor startet verhaltensbasiertes Angebot

Der Rückversicherer Scor sucht in Europa nach Partnern für seine Goodlife App, die in Asien bereits gestartet ist. Kunden, die sich genügend bewegen, sollen damit günstigere Lebensversicherungen und Gutscheine erhalten. Dabei setzt Scor auf die Idee, dass Bewegung jung hält. Das Angebot folgt einem Branchentrend.

Wenhart geht zu Finanzchef24

 Leute – Aktuelle Personalien  Tobias Wenhart (Foto), bislang Director Underwriting bei Hiscox in Deutschland, wechselt im Februar zum Start-up Finanzchef24. Wenhart wird gemeinsam mit Benjamin Papo das Unternehmen führen. Außerdem: Die Gothaer erklärt das Thema Nachhaltigkeit zur Chefsache. Der Unternehmensberater Bain & Company hat einen neuen Leiter der Praxisgruppe Financial Services in Europa, dem Nahen Osten und Afrika ernannt. Der Mailänder IT-Dienstleister RGI braucht einen neuen Chef. Der Rückversicherer Trans Re hat sein Underwriting-Team ordentlich durchgemischt, und bei Aspen gibt es ab Februar einen neuen Chef-Aktuar.

Schwellenländer zeigen, wie es geht

Von Digitalisierung und verstärkter Datennutzung profitieren sowohl die Versicherer als auch ihre Kunden, das ist die Kernthese der neuen Sigma-Studie des Swiss Re Institute. Die Vielzahl an Informationen, die Versicherern über ihre Kunden zur Verfügung stehen, können sie für maßgeschneiderte Angebote nutzen – und um empathischer zu wirken. Schwellenländer sind die Vorreiter bei der Umsetzung datengestützter Geschäftsmodelle.

Rückversicherung als Katalysator für Innovationen

In der Versicherungswirtschaft läuft einiges nicht so wie es sollte. Vielerorts stehen statt der Kunden immer noch zu sehr die Produkte im Vordergrund. Es sind neue Versicherungskonzepte gefragt, die den Bedarf der Kunden besser abbilden als bisher, glaubt Jean-Jacques Henchoz, seit Mai 2019 Chef der Hannover Rück. Rückversicherer könnten Erstversicherer bei diesen Innovationen unterstützen, sagte er beim Versicherungstag der Süddeutschen Zeitung auf Schloss Bensberg. Er will dabei aber einen anderen Weg gehen als Konkurrent Munich Re.

Frauen auf den Chefsesseln

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Industrieversicherer Swiss Re Corporate Solutions hat sein Underwriting umstrukturiert und Bianca Willauer zur neuen Head Property & Specialty Lines in Europa ernannt. Außerdem: Der Lübecker Vermittler-Dienstleister Blau Direkt erweitert seine Geschäftsführung, und die Allianz in Großbritannien hat eine neue Chief Compliance Officer.

Versicherer wollen in Davos die Guten sein

Die Versicherer treten beim Weltwirtschaftsforum in Davos selbstbewusst auf: Sie sehen sich beim Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz als Vorreiter, die Politik hinke hinterher. Die Investorengruppe Net-Zero Asset Owner Alliance, zu deren Gründungsmitgliedern die Allianz mit ihrem Chef Oliver Bäte, Swiss Re und Zurich gehören, hat auf dem Forum weitere Großanleger präsentiert, die sich zu einer Klimaneutralität bis 2050 verpflichten. Zu den neuen Mitgliedern gehört die Generali.

Cyberversicherung – ein Wachstumsmarkt?

Versicherungsaufseher Frank Grund mahnt Versicherer zur Vorsicht beim Zeichnen von Cyberrisiken. Sie sollten die Kumulrisiken nicht unterschätzen und die Chancen der Prämieneinnahmen aus den Policen nicht überschätzen, riet er bei der Euroforum-Haftpflichtkonferenz in Hamburg. Prognosen mit zweistelligen Wachstumsraten hält er für ungerechtfertigt. Der Cybermarkt werde eher moderat zulegen, glaubt Grund. Ein Blick in die USA scheint ihm Recht zu geben.

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