Die Axa hat die erwartete Transaktion mit Athora vollzogen und einen Bestand an traditionellen deutschen Lebensversicherungspolicen mit Deckungsrückstellungen von 16 Mrd. Euro für 660 Mio. Euro verkauft. Der Deal soll Ende 2023 vollzogen werden. Der Pariser Konzern wird den Ertrag vor allem für ein Aktienrückkaufprogramm nutzen. Erst im Juni hatte Zurich einen Bestand über 20 Mrd. Euro an Viridium verkauft. Der Run-off-Markt in Deutschland hat 2022 an Fahrt aufgenommen. Spannend wird sein, mit welchem IT-Dienstleister Athora die Übernahme stemmen will.
Versicherer
Nachhaltigkeit darf nichts kosten
Für mehr Nachhaltigkeit bei Versicherungspolicen würde nur eine Minderheit der Verbraucherinnen und Verbraucher Nachteile für sich in Kauf nehmen. Die meisten sind nicht bereit, für mehr Nachhaltigkeit tiefer in die Tasche zu greifen oder auf Leistungen zu verzichten. Nach einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Beratungsunternehmens Bearing Point spielt das Thema für noch nicht einmal ein Drittel bei der Auswahl von Policen eine Rolle.
Ford startet kilometerbasierte Kfz-Police
Der Autohersteller Ford steigt gemeinsam mit seinem Partner Allianz in das Geschäft mit kilometergenau abrechnenden Kfz-Policen ein. Damit schlägt Ford den Kurs der Baloise-Tochter Friday ein, die mit einem solchen Pay-as-you-drive-Tarif bekannt wurde. Mit Fords neuem Tarif wird die Telematik-Konkurrenz der Versicherer durch die Autohersteller deutlich stärker. Statt einer typischen Telematik-App mit Live-Scores setzt der Autobauer allerdings auf altbewährte Technologie – und schickt den Nutzern E-Mails mit ihrem Kilometerstand.
Wochenspot: Umzugswelle und Maklerkonsolidierung
Wochenspot – der Podcast Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe diskutieren die Redakteurinnen Kaja Adchayan und Nina Nöthling über die Umzugswelle bei Versicherern, Start-ups und anderen Unternehmen aus der Assekuranz und darüber, welche Auswirkungen eine überbordende Corporate Identity haben kann. Außerdem geht es um die Maklerkonsolidierung, die weiter Fahrt aufnimmt, sowie schlechte Unternehmenskommunikation.
Element wirbt frisches Geld ein
Exklusiv Das Versicherungs-Startup Element in Berlin hat eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Entsprechende Informationen des Versicherungsmonitors bestätigte das Unternehmen. Erst gestern war bekannt geworden, dass die Berliner Gesellschaft sich im Management mit der früheren Axa- und Boston Consulting-Managerin Astrid Stange verstärkt. Offenbar haben die Berliner um CEO Christian Macht sehr viel vor.
Element holt Astrid Stange in die Führung
Leute – Aktuelle Personalien Die ehemalige Axa-Vorständin Astrid Stange hat einen neuen Wirkungsort gefunden. Die 56-Jährige wird ab August gemeinsam mit CEO Christian Macht den Berliner Digitalversicherer Element führen. Außerdem: Die Allianz Versicherungs-AG bekommt eine neue Schadenchefin. Der Technologieanbieter Thinksurance vergrößert seine Geschäftsführung, und der Makler und Berater Willis Towers Watson hat einen neuen Chef für Frankreich.
Swiss Re: Prämien überschreiten 7 Billionen Dollar-Marke
Ein sattes Plus von 6,1 Prozent auf erstmals mehr als 7 Billionen Dollar (6,95 Billionen Euro) – der vom Swiss Re Institute für das laufende Jahr prognostizierte Anstieg der weltweiten Versicherungsprämien scheint stattlich. Allerdings handelt es sich dabei um eine nominale Betrachtung. Unter Berücksichtigung der zuletzt stark gestiegenen Inflation zeigt sich nämlich ein völlig anderes Bild. Positiv werden sich für die Versicherer aber im Laufe der Zeit die steigenden Zinsen auswirken, sobald sich dadurch die Anlagerenditen spürbar erhöhen.
Covéa: Partner Re-Übernahme ist abgeschlossen
Der französische Schaden- und Unfallversicherer Covéa hat die Übernahme des Rückversicherers Partner Re von der italienischen Exor-Holding abgeschlossen. Der Deal zwischen den beiden Parteien war eigentlich schon vor zwei Jahren vereinbart worden, nach Ausbruch der Corona-Pandemie machten die Franzosen aber zunächst einen Rückzieher. Die erfolgreiche Übernahme bringt auch eine Änderung an der Unternehmensspitze von Covéa mit sich.
PMA macht Ecclesia Konkurrenz
Der Maklerpool PMA übernimmt die FHB Finanzberatung für Heilberufe aus Esslingen am Neckar, die auf die Finanzberatung von Apotheken, Arztpraxen und Zahnarztpraxen spezialisiert ist. Damit will PMA seine Position im Heilwesenmarkt festigen, in den der Maklerpool im vergangenen September mit einer Kooperation eingestiegen war. Einfach wird das nicht, denn das Segment ist beliebt. In den vergangenen Monaten sind viele Versicherer und Makler in den Markt eingestiegen oder haben ihre Präsenz dort ausgebaut.








