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Assekurata bewertet das Gesundheitsmanagement

 Exklusiv  Die Kölner Ratingagentur Assekurata hat ihr Bewertungsprogramm erweitert. Sie nimmt jetzt gezielt das Gesundheitsmanagement der privaten Krankenversicherer (PKV) unter die Lupe. Die Tochtergesellschaft Assekurata Solutions hat ein spezifisches Verfahren für diesen Bereich entwickelt, berichtet Geschäftsführer Markus Kruse. Die ersten beiden PKV-Anbieter durchlaufen es bereits. Bei ihnen prüfen die Rating-Experten sowohl die Qualität der von den Versicherern angebotenen Programme und weiteren Gesundheitsleistungen als auch die medizinische und betriebswirtschaftliche Effizienz.

Allianz: Nachhaltiges Underwriting lohnt sich doppelt

Nachhaltiges Underwriting kann einen zweifachen Nutzen generieren, schreibt die Allianz in einem aktuellen Bericht. Indem Versicherer in nachhaltigen Geschäftsfeldern Risiken übernehmen, können sie sich Einnahmen in wachsenden Märkten sichern und zugleich positive Effekte für die Gesellschaft generieren. Die Branche kann so die nachhaltige Transformation der Weltwirtschaft beschleunigen. Es reicht jedoch nicht aus, sich auf bestehende nachhaltige Aktivitäten zu konzentrieren, betont die Allianz.

Auf Arbeitslosigkeit könnte Stornowelle folgen

 Exklusiv  Die steigende Arbeitslosigkeit droht im Laufe des Jahres bei den Versicherern zu höheren Stornoquoten zu führen. Davor warnt das Meinungsforschungsinstitut Infas Quo nach einer repräsentativen Umfrage zum Umgang der Deutschen mit Versicherungen während der Corona-Krise. Arbeitslose haben sich demnach besonders intensiv mit ihren Policen beschäftigt, fast die Hälfte von ihnen hält die Kündigung von Versicherungsverträgen für eine Option. Wachstumsmöglichkeiten sieht Infas Quo für Telematik-Tarife in der Kfz-Versicherung: Die Corona-App könnte dazu führen, dass die Akzeptanz für das Teilen persönlicher Daten wächst.

Prozess gegen UK-Versicherer: Urteil im September

Im gerade zu Ende gegangenen Musterprozess der britischen Finanzaufsicht gegen eine Reihe von Versicherern wird es frühestens Mitte September ein Urteil geben. Das Verfahren hat große Bedeutung für die Branche. Es entscheidet darüber, ob die acht Versicherer und eine ganze Reihe anderer Gesellschaften, die ähnliche Vertragsbedingungen verwenden, für die behördlich angeordneten Schließungen im Zuge der Corona-Pandemie zahlen müssen. Die Richter müssen nun unter anderem über die Frage entscheiden, ob es sich bei der Pandemie und den Reaktionen von Kunden und Regierung um ein zusammenhängendes Ereignis oder mehrere getrennte Ereignisse handelt.

Zurich bietet allen Mitarbeitern Corona-Test an

Der Versicherer Zurich Deutschland bietet seinen rund 4.400 Mitarbeitern ab dem 4. August einen kostenfreien Corona-Test an. Wer möchte, kann in den Büroräumen an den Zurich-Standorten in Köln und Frankfurt oder bei einem Dienstleister einmalig einen Akuttest per Rachenabstrich durchführen lassen, sowie einen Bluttest auf Covid-19-Antikörper. Die Ergebnisse erhalten die Mitarbeiter privat zugeschickt.

Allianz löscht die Fremdverträge

 Exklusiv  Auf der Nutzerplattform „Meine Allianz“ können Kunden des größten deutschen Versicherers auch Verträge anderer Gesellschaften in ihren eigenen digitalen Versicherungsordner einstellen. Bei der Einführung von „Meine Allianz“ wurde diese Funktion vom Unternehmen noch große Bedeutung beigemessen. Doch schon bald schaltet der Konzern sie ab. Die Allianz nennt technische Gründe. Ob es eine solche Funktion jemals wieder geben wird, ist offen.

PKV-Fonds mit erstem Investment

Das niederländische Gesundheits-Start-up Siilo erhält in einer Series A-Finanzierungsrunde 9,5 Mio. Euro frisches Kapital. Leitinvestor ist Heal Capital, der Spezialfonds für digitale Entwicklungen, den die privaten Krankenversicherer (PKV) aufgelegt haben. Es ist das erste Investment des Fonds, der im vergangenen Jahr an den Start gegangen ist. Siilo hat eine App zum sicheren Austausch von Nachrichten zwischen Fachkräften aus dem Gesundheitswesen entwickelt. Philips Health Technology Venture und EQT Ventures waren als weitere Investoren an der Runde beteiligt.

Aon: Aussichten für M&A-Markt trotz Corona gut

Die Aussichten für M&A-Versicherungen, die Risiken aus Unternehmenstransaktionen decken, sind weiterhin gut, glaubt der Großmakler Aon. In einer gerade veröffentlichten Umfrage prognostiziert die Mehrheit den Policen ein deutliches Wachstumspotenzial – das war allerdings vor Corona. Aon ist dennoch optimistisch für die Sparte. Helfen könnten Verkäufe notleidender Unternehmen. Bei solchen Distressed-M&A-Deals könnten die Policen eine wichtige Rolle spielen, um Risiken für die Käufer einzugrenzen.

Corona belastet Generali in Leben

Der Generali-Konzern hat im ersten Halbjahr unter dem Strich 774 Mio. Euro verdient. Das sind 56,7 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten 2019. Schuld ist die Corona-Krise, aber auch ein Vergleich mit BTG, dem Käufer der Schweizer Banktochter von Generali. Wegen der Pandemie musste der Versicherer 226 Mio. Euro auf seine Kapitalanlagen abschreiben. Sie belastet Generali vor allem in der Lebensversicherung, im Schaden- und Unfallbereich profitiert der Konzern dagegen von den Lockdown-bedingt geringeren Schäden. Mit dem Ergebnis in Deutschland zeigt sich die Generali zufrieden.

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