Top News rss

HUK-Coburg will Neodigital

 Exklusiv  Die HUK-Coburg verhandelt über eine strategische Beteiligung am Start-up Neodigital. In einem zweiten Schritt wollen die Coburger mit dem jungen Unternehmen ein Joint Venture für die Kfz-Versicherung gründen. Sie interessieren sich für die Technik des Start-ups. Der neue Versicherer mit HUK-Mehrheit würde vor allem „White Label“-Policen für Dritte anbieten – darunter Versicherer, die selbst keine Lust mehr auf das Kfz-Geschäft haben. Damit könnte der Marktführer seine Position weiter zementieren und den Rivalen, vor allem der Allianz, eine lange Nase zeigen.

Wäre der Fall Reichelt bei Versicherern möglich?

 Exklusiv  Seit dem Rauswurf von Bild-Chefredakteur Julian Reichelt gibt es in vielen Branchen eine Debatte über das persönliche Verhalten von Chefs gegenüber Untergebenen – vor allem Frauen. Nutzen Vorstandsmitglieder und andere Vorgesetzte ihre Macht aus, um mit meistens jungen Frauen, die in der Hierarchie deutlich unter ihnen stehen, Beziehungen zu beginnen? Der Versicherungsmonitor hat bei zwei großen Versicherern und einer Arbeitnehmervertreterin nachgefragt. Wäre ein Verhalten wie das Reichelts in der Branche möglich?

HDI: Hanssmann nicht mehr Vorstand

 Leute – Aktuelle Personalien  HDI-Vertriebschef Wolfgang Hanssmann (Bild) gibt seinen Vorstandsposten bei der Talanx-Tochter HDI Deutschland Ende des Jahres auf. Vorstandschef Christopher Lohmann baut sein Vorstandsteam weiter um. Hanssmann passte offenbar nicht mehr dazu. Als Vertriebsvorständin für die HDI Deutschland holt Lohmann Stefanie Schlick von Generali. Außerdem haben die HDI Versicherung und die HDI Lebensversicherung neue Vertriebsvorstände, von der Gothaer kommt Malte Dittmann. Hanssmann, jetzt 58, wird für dreieinhalb Jahre als „Senior Advisor“ für HDI Deutschland tätig sein.

S&P sieht Rückversicherer immer noch negativ

Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) bleibt bei ihrem negativen Ausblick für die weltweiten Rückversicherer. Den Gesellschaften wird es wahrscheinlich auch in diesem und im kommenden Jahr nicht gelingen, ihre Kapitalkosten zu verdienen, begründen die Analysten ihre Entscheidung. Schuld sind unter anderem hohe Naturkatastrophen- und Pandemieschäden. Das Unternehmen erwartet eine Fortsetzung der Preiserhöhungen im kommenden Jahr – wenn auch in einem geringeren Tempo.

Wie Terrorismus und Klimawandel zusammenhängen

Armut, Migration, Destabilisierung von Regierungen – der Klimawandel führt zu weit mehr als nur zu extremen Wetterereignissen. Die Bedrohungen könnten zu einer Stärkung des globalen Terrorismus führen, fürchtet der britische Terrorversicherer Pool Re. Er ist deswegen eine Kooperation mit dem US-amerikanischen Forschungszentrum START eingegangen und will mit dessen Terrorismus-Experten herausfinden, wie sich die Erderwärmung auf terroristische Aktivitäten auswirkt. Die Ergebnisse sollen Regierungen, Kommunen und dem privaten Sektor dabei helfen, präventiv tätig zu werden.

Keese: Captives sind die einzige Möglichkeit

 Exklusiv  In einigen Bereichen der Industrieversicherung wie Cyber und D&O sind die Preise stark gestiegen. Unternehmen bekommen die Deckungen, die sie einkaufen wollen, zum Teil nicht mehr. Burkhard Keese, Finanzchef von Lloyd’s of London, sieht Captives als einzige Lösung, dieser Misere zu entrinnen. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erklärt er, wie der Versicherungsmarkt Unternehmen, die einen firmeneigenen Versicherer aufbauen wollen, unterstützen kann und welche Rolle die neue Plattform von Lloyd’s für Versicherungsverbriefungen namens London Bridge dabei spielt.

Versicherer und Klimawandel

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Weltklimakonferenz COP26, Protestaktionen von Klimaaktivisten bei Lloyd’s und Pressekonferenz der Munich Re

GDV für Opt-Out bei Elementarschutz

Als Reaktion auf die zunehmenden Extremwetter-Ereignisse wollen die deutschen Versicherer ihre Wohngebäudepolicen in Zukunft nur noch inklusive Elementardeckung verkaufen. Bestehende Verträge sollen um den Schutz ergänzt werden. Nur wer ausdrücklich den Schutz nicht will, kann ihn abwählen. Dazu benötigt es eine gesetzliche Änderung, die die Politik schnell umsetzen müsse, drängt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in einem mahnenden Positionspapier. Die Versicherer fordern auch weitere Maßnahmen, darunter Bauverbote in gefährdeten Gebieten.

Nürnberger verliert vor Gericht gegen Helpcheck

Niederlage für die Nürnberger Versicherung gegen das Düsseldorfer Start-up Helpcheck: Das Landgericht Düsseldorf hat entscheiden, dass Helpcheck weiterhin Inkasso-Dienstleistungen gegen Erfolgshonorar anbieten darf. Die Nürnberger hatte kritisiert, dass das Legaltech, das Kunden beim Widerruf ihrer Lebensversicherung hilft, ebenfalls eine Lizenz für Versicherungsberatung besitzt und demnach kein Honorar als Vergütung annehmen dürfe. Das sahen die Richter anders. Einen Teilerfolg konnte die Nürnberger dennoch verbuchen.

Gut, dass es alternatives Kapital gibt

 Herbert Frommes Kolumne  Die Weltgemeinschaft – oder jedenfalls ein Teil davon – trifft sich zur Klimakonferenz in Schottland. Eine Reihe von Versicherern ist vor Ort und nutzt die Gelegenheit, auf die eigene Rolle beim Klimaschutz hinzuweisen. Das ist sinnvoll. Allerdings ist auch klar: Die klassische Versicherung kommt bei den Schadenszenarien, die schon bald eintreten könnten, nicht mehr mit. Sie hat schlicht zu wenig Kapazität. Die Branche kann heilfroh sein, dass es Katastrophenanleihen und anderes alternatives Kapital gibt. Sonst wäre die Versicherungswirtschaft kaum noch relevant.

Swiss Re überrascht mit deutlichem Gewinn

Trotz der Flutkatastrophe in Deutschland und dem Hurrikan „Ida“ hat der Rückversicherer Swiss Re im dritten Quartal weiter gut verdient und auf Neunmonatssicht einen Gewinn von 1,3 Mrd. Dollar erzielt. Analysten waren positiv überrascht, sie hatten mit einem schlechteren Ergebnis gerechnet. Besonders gut lief es in der Schadenrückversicherung. In der Lebens- und Krankenrückversicherung zeigten sich die Folgen der Corona-Pandemie. Besonders hohe Todeszahlen in den USA belasteten das Ergebnis.

Die neuen – und alten – Probleme von Cyber

Vieles hat sich getan im Bereich Cybersicherheit. Kaum ein CEO glaubt noch, dass sein Unternehmen gegen Hackerangriffe immun ist. Doch das hat die Probleme bei der IT-Sicherheit weder für Unternehmen noch für Versicherer gelöst. Die Herausforderungen liegen jetzt in anderen Bereichen. So können mittlerweile auch Laien Hackersoftware günstig im Darknet erstehen, gleichzeitig wird es für Unternehmen immer schwieriger, alle IT-Sicherheitslücken im Blick zu haben. Auch Versicherer haben Probleme, bei der Cybersicherheit mitzukommen, monierten Teilnehmer einer SZ-Veranstaltung.

Covéa und Partner Re einigen sich auf Kaufpreis

Covéa und Partner Re, die Zweite: Nach der überraschenden Absage im vergangenen Jahr starten der französische Versicherer Covéa und die Exor-Holding einen erneuten Anlauf für die Übernahme von Partner Re durch die Franzosen. Für den international tätigen Rückversicherer bietet der Pariser Versicherungsverein 9 Mrd. Dollar, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde bereits unterzeichnet. Sie ist aber keine Garantie dafür, dass es dieses Mal wirklich zu einer Übernahme kommt.

Warweg: Versicherer befördern Maklerkonsolidierung

Eine Maklerübernahme jagt die nächste: Nicht nur im Ausland wird fleißig zugekauft, sondern auch hierzulande. Die Gründe für die Konsolidierung sind vielfältig. Während Thomas Haukje, Präsident des Maklerverbands BDVM, vor allem Nachfolgeprobleme für die Entwicklung verantwortlich macht, sieht Tobias Warweg, Geschäftsführer der GGW Holding, eine Mitschuld bei den Versicherern. Sie hätten bei den Maklern Ängste geschürt, monierte er bei einer Diskussionsrunde auf der Vermittlermesse DKM.

PKV: 2021 war ein Jahr der Beitragserhöhungen

Private Krankenversicherer (PKV) haben die Beiträge in diesem Jahr deutlicher erhöht als im Schnitt der vergangenen 20 Jahre, besonders stark war die Anhebung bei den Beamten. Das zeigt das aktuelle PKV-Rating des Map-Reports. Er konnte allerdings nur 13 der relevanten 30 PKV-Anbieter in die Untersuchung einbeziehen, weil sich die anderen einer Mitwirkung verweigert haben. Die 13 machen aber 47 Prozent des PKV-Marktes aus.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner