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Urteil zu Implantaten

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: EuGH-Urteil zu fehlerhaften Brustimplantaten, HDI-Expertenforum zur bAV und Marktausblick zur Schaden- und Unfallversicherung von Assekurata

Ergo Griechenland mit neuem CEO

 Leute – Aktuelle Personalien  Die Ergo konnte mit Nikos Antimissaris einen langjährigen Mapfre-Manager als neuen Chef für ihr griechisches Geschäft gewinnen. Außerdem: Die Zurich stärkt ihr Team für die Unfall- und Krankenversicherung, und Hanse Merkur hat einen neuen Vertriebsdirektor für die Schaden- und Unfallsparte. Bei der Generali Corporate & Commercial gibt es unterdessen einen regen Postenwechsel.

Haftpflichtkasse bessert nach

Der Versicherer Haftpflichtkasse, früher Haftpflichtkasse Darmstadt, hat seine Kulanzregelung für Betriebe mit Betriebsschließungspolicen etwas erweitert. Für Hotels und Gaststätten – hier eine Eckkneipe in Köln – gibt es jetzt mehr Geld, teilte Vorstand Torsten Wetzel mit. Der Versicherer steht heftig in der Kritik. Betroffene Kunden, Anwälte und Makler werfen ihm vor, zu Beginn der Corona-Epidemie die Zusage gemacht zu haben, der Schaden sei gedeckt. Inzwischen will der Versicherer davon nichts mehr wissen.

Herbert Fromme

Homeoffice – der mögliche Karrierekiller

 Herbert Frommes Kolumne  Die Krise bringt Bemerkenswertes zustande. Betriebe, bei denen Homeoffice angeblich aus organisatorischen Gründen nicht möglich war, können plötzlich mehr als 90 Prozent der Belegschaft nach Hause schicken – und behaupten, sie würden keinen Rückgang der Produktivität spüren. Betriebsräte, die sich jahrelang mit Zähnen und Klauen gegen einen Ausbau der Heimarbeit gewehrt hatten, stimmen plötzlich binnen weniger Tage zu. Sehr wahrscheinlich werden künftig viel mehr Mitarbeiter im Homeoffice tätig sein. Aber haben sie genügend Unterstützung? Was ist mit neuen Mitarbeitern? Und wie funktioniert das mit der Beförderung? Kommen da vor allem die zum Zuge, die im Büro […]

Lebensversicherer: Marktanteile und Solvenz sinken

Die Solvenzquoten der deutschen Lebensversicherer sind im vergangenen Jahr teilweise deutlich zurückgegangen. So verringerte sich 2019 die durchschnittliche aufsichtsrelevante Solvenzquote um 61 Prozentpunkte auf 428 Prozent, berichtet der Policenaufkäufer Policen Direkt in einer aktuellen Untersuchung. Außerdem haben sich die Marktanteile verschoben. Acht der zehn Lebensversicherer mit den höchsten Marktanteilen nach Bruttoprämien verbuchten einen Rückgang. Strahlender Gewinner ist die Allianz Leben. Sie hat ihren Vorsprung weiter ausgebaut.

GDV treibt Pandemieversicherung voran

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) treibt sein Konzept für eine staatlich-privatwirtschaftliche Kooperation zur Deckung von Pandemierisiken voran. Er bevorzugt eine Pflichtversicherung für kleine und mittlere Unternehmen, im Unterschied zum Pool für Terrorrisiken soll es auch eine Kapitalmarktkomponente geben. Ein GDV-Sprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht der Börsen-Zeitung. Das Konzept soll bis Ende Juni stehen, dann will der Verband das Gespräch mit der Politik suchen.

Versicherer profitieren von Mehrwertsteuer-Senkung

 Exklusiv  Die vor dem Hintergrund der Corona-Krise beschlossene Reduzierung der Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf 16 Prozent im zweiten Halbjahr 2020 wird dazu führen, dass Schaden- und Unfallversicherer bei den Schadenzahlungen an Privatkunden Millionen einsparen. Um welches Volumen es genau geht, ist noch unklar. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab – unter anderem davon, wie viele Kunden sich in der Kfz-Versicherung für eine fiktive Abrechnung entscheiden, bei der die Mehrwertsteuer außen vor bleibt. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass die Versicherer einen dreistelligen Millionenbetrag einsparen dürften.

Provinzial Nordwest startet Digitalportal Apato

Der öffentliche Versicherer Provinzial Nordwest hat in der Gebäudeversicherung einen neuen Zugangsweg zu potenziellen Kunden aufgebaut. Über die Internetpräsenz der neuen Tochtergesellschaft Apato können Mieter und Vermieter digitale Prozesse rund um die Wohnungssuche abwickeln. Versicherungsbezug hat das Angebot bislang nicht, doch das ist für spätere Ausbaustufen denkbar, sagt Thomas Niemöller, IT-Vorstand der Provinzial Nordwest. Der Dienst kann dem Versicherer dabei helfen, in der Gebäudeversicherung seine führende regionale Marktposition zu halten und sie weiter auszubauen.

Corona-Roundup: Kreditversicherer, Dividenden, Axa

Großbritannien hat eine staatliche Garantie für Kreditversicherer beschlossen. Über den 10 Mrd. Pfund-Schutzschirm können die Gesellschaften Geschäft rückwirkend zum 1. April beim Staat rückversichern. Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa hält an ihrem Standpunkt fest, dass Versicherer angesichts der Corona-Pandemie auf Dividenden verzichten sollten. Der französische Versicherer Axa hat sich mit 200 Restaurantbesitzern über Zahlungen für Betriebsunterbrechungen geeinigt. Mit entsprechenden juristischen Auseinandersetzungen haben auch Allianz und Zurich zu tun.

Höchstrechnungszins: Regierung ignoriert Aktuare

 Exklusiv  Die Bundesregierung hat bislang nicht entschieden, ob es zum Jahreswechsel eine Absenkung des Höchstrechnungszinses geben wird. Damit ist die dringende Empfehlung der Deutschen Aktuarvereinigung ins Leere gelaufen, sich bis spätestens Ende Mai festzulegen. Sie hatte gewarnt, dass den Unternehmen bei einer Entscheidung zu einem späteren Zeitpunkt der nötige Vorlauf zur Umsetzung fehlt. Allerdings dürfte das Finanzministerium derzeit nicht nur viele andere Dinge zu tun haben, die von der DAV empfohlene Absenkung auf 0,5 Prozent hätte wohl auch erhebliche Folgen für die staatlich geförderte Riesterrente.

Deutsche Bank mit Zurich weitgehend einig

 Exklusiv  Zurich und Talanx heißen wohl auch künftig die Versicherungspartner der Deutschen Bank und ihrer Tochter Postbank. Nach Informationen von SZ und Versicherungsmonitor hat sich das Geldhaus mit den beiden Gesellschaften geeinigt. Allerdings stehen die Unterschriften noch aus, bis dahin sagt die Bank den unterlegenen Versicherern Allianz und BNP/Cardif nicht ab. Für die Unterschriften werden dreistellige Millionenbeträge von den Versicherern fällig.

Cosmos Direkt nutzt Neodigitals White-Label-Software

Cosmos Direkt, der Direktversicherer der Generali, hat mithilfe der White-Label-Software des Start-ups Neodigital eine Smartphone-Police entwickelt und vertreibt diese über seine Webseite. Risikoträger ist Neodigital. Das Unternehmen hat ebenfalls eine Versicherer-Lizenz der BaFin. Für die Zusammenarbeit sehen die beiden Partner darin aber kein Problem. Die Handypolice ist ein erstes Produkt, weitere sollen folgen.

bAV-Verbreitung im Mittelstand legt zu

Mehr Mitarbeiter bei deutschen Mittelständlern sorgen betrieblich fürs Alter vor, das gilt besonders für Führungskräfte. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie im Auftrag von Generali Deutschland. Kleinere Unternehmen hinken bei der Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) aber trotz des Betriebsrentenstärkungsgesetzes weiter hinterher. Das Gesetzespaket wird skeptischer beurteilt als im Vorjahr. Die Bereitschaft, über garantielose Angebote vorzusorgen, gilt als gering.

Teure Kulanz in der Betriebsschließung

Die Signal Iduna geht davon aus, dass die Schäden aus der Betriebsschließungsversicherung marktweit um den Faktor 100 über den Prämieneinnahmen der Sparte liegen. Bei dem Dortmunder Versicherer selbst stehen Prämien von unter 500.000 Euro erwarteten Schäden im mittleren zweistelligen Millionenbereich gegenüber. Im Vorstand der Signal Iduna sei früh die Entscheidung gefallen, auf eine kundenfreundliche Regulierung zu setzen, berichtete Unternehmenschef Ulrich Leitermann bei der Vorstellung der Zahlen für 2019. Die Corona-Krise hat nach seinen Angaben gezeigt, dass sich die Investitionen in die Digitalisierung gelohnt haben.

Terrorversicherer Pool Re soll Pandemierisiken decken

In Großbritannien prüfen Versicherungsexperten die Idee, Pool Re – den 25 Jahre alten Rückversicherungspool für Terrorrisiken – auch auf Pandemien wie Covid-19 auszuweiten. Eine hochkarätig besetzte Arbeitsgruppe beschäftigt sich bereits mit dem Thema. Die Branche fürchtet, dass der Umgang mit Betriebsschließungspolicen ihrer Reputation schaden könnte. Doch der Erfolg für das Projekt ist alles andere als sicher. Es gibt eine ganze Reihe von Widerständen, die überwunden werden müssen.

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