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Aventus feiert seinen Vierzigsten

Der Maklerkonsolidierer Aventus aus Frankfurt setzt seinen Expansionskurs fort und feiert mit der Übernahme der Osmann Versicherungsvermittlung um Jens Hartramph seinen vierzigsten Zukauf. Der inhabergeführte Makler aus Eisenach soll nach der Integration in die Aventus-Gruppe eigenständig bleiben. Für beide Seiten bedeutet der Schritt eine strategische Stärkung, zusätzliche Expertise und eine solide Basis für nachhaltiges Wachstum in einem sich weiterhin konsolidierenden Markt, heißt es in einer Mitteilung.

Bußgeldregress gegenüber Organmitgliedern – es wird (wieder) spannend

Legal Eye – Die Rechtskolumne

Während die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes zum Kartellbußgeldregress auf sich warten lässt, sorgt das Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 21. Oktober 2025 zum Bußgeldregress für neue Dynamik: Aufgrund der nun beim Bundesgerichtshof anhängigen Revision wird sich bald der II. Zivilsenat mit der Zulässigkeit des Bußgeldregresses befassen. Auch die Reaktionen des wettbewerbsintensiven D&O-Versicherungsmarktes dürften interessant werden, schreibt Rechtsanwalt Jörg Heilmann von der Kanzlei Segger.

GDV fordert neue Gefahrenkategorie für Lithium

Die meisten Brände auf Transportschiffen werden derzeit durch Lithium-Batterien ausgelöst. Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) fordert deswegen, dass die Chemikalie eine eigene Gefahrenklasse bekommt. Die aktuellen Vorschriften reichen dem Verband nämlich nicht aus – zumal das Volumen der Transporte steigt, und damit auch das Risiko.

Mitarbeitende als Markenbotschafter: LVM testet Corporate Influencing

Exklusiv

Wer könnte besser darüber berichten, wie die Arbeit in einem Unternehmen aussieht, als die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Auf dieser Annahme beruht das Konzept der Corporate Influencer – Markenbotschafter aus den eigenen Reihen auf Social Media. Die LVM Versicherung testet das gerade. Corporate-Influencing-Expertin Céline Flores Willers ist überzeugt, dass sich dieser Ansatz lohnt. „Gebt Gas“, lautet ihr Ratschlag an Versicherer. Denn die Branche sei Schlusslicht bei dem Thema.

Erwacht der Run-off aus dem Dornröschenschlaf?

Was die Woche bringt

An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Institut für Versicherungswissenschaften, Jour Fixe mit Julia Wiens zu „Aktuelle Entwicklungen im Bereich der Aufsicht“ und Bilanzberichterstattung von Allianz, Axa, Munich Re sowie Swiss Re

Verdi: Ergo-Tarifvertrag als Blaupause für die Branche

Viele Versicherer erhoffen sich Effizienzgewinne durch künstliche Intelligenz. Das kann allerdings auch Arbeitsplätze kosten, wie die Pläne der Munich-Re-Tochter Ergo zum Abbau von 1.000 Stellen zeigen. Die Gewerkschaft Verdi will ab dem 26. März 2026 mit dem Arbeitgeberverband einen Tarifvertrag Transformation verhandeln. Dabei soll die mit der Ergo getroffene Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung als Vorbild dienen.

GGW und Weinhold trennen sich

Leute – Aktuelle Personalien

Max Weinhold, führender Manager beim Makler-Konsolidierer GGW, verlässt das Unternehmen zum 1. März 2026. Weinhold war Anfang 2025 CEO von Leading Brokers United geworden, der Tochter, in der GGW alle Maklerunternehmen bündelt. Nachfolger wird Daniel Besendorfer, bis Ende 2022 CEO der Allianz Technology und seither als Berater und Invester im Fintech-Bereich unterwegs. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei der Swiss Re und im Industrieversicherungsbereich der Generali.

Die Woche in Bildern 08/2026

Woche in Bildern

Schwere Sturm- und Flutschäden in Frankreich, Behinderungen der Ostsee-Schifffahrt durch Eis vor Rügen, Überschwemmungen in Hessen, die Explosion eines mit Flüssiggas beladenen Lkws in Chile und entgleiste Tankwagen in Österreich: In unserer Woche in Bildern stellen wir Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.

Kleinlein: Zillmer-Verbot bei der geförderten Altersvorsorge läuft ins Leere

Ein Verbot der sogenannten Zillmerung für die Angebote von Versicherern im Rahmen des Altersvorsorgereformgesetz würde die hohen Zahlungen an den Vertrieb nicht nennenswert reduzieren, warnt Axel Kleinlein, Versicherungsmathematiker und früherer Chef der Verbraucherschutzorganisation Bund der Versicherten. Das stehe den Plänen der Regierung entgegen, die bezwecken wollen, dass die Angebote der Versicherer mit faireren Abschlusskosten kalkuliert werden.

Swiss Re Corso erwirbt QBE-Einheit

Swiss Re Corporate Solutions übernimmt das Kredit- und Kautionsgeschäft von QBE in Australien, Neuseeland und Großbritannien. Der Zukauf soll rund 200 Mio. Dollar zusätzlichen Jahresumsatz bringen und so die globale Credit-and-Surety-Plattform stärken, schreiben die Schweizer in einer Mitteilung. Swiss Re-CEO Andreas Berger hatte bereits kürzlich im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor die Bedeutung des Kreditversicherungsgeschäfts unterstrichen.

Hackerangriff auf die Bahn verursacht große wirtschaftliche Einbußen

Das Buchungssystem der Deutschen Bahn ist Opfer einer DDoS-Attacke geworden und funktionierte mehrere Tage nicht oder nur eingeschränkt. Laut dem Cyberversicherungsexperten Hanno Pingsmann können solche Ausfälle zu Umsatzeinbußen in Millionenhöhe führen – pro Tag. Auch der Medienkonzern RTL Group ist wohl Opfer eines Hackerangriffs geworden. Die Angreifer behaupten, das Intranet des Unternehmens gehackt und persönliche Daten von über 27.000 Mitarbeitern gestohlen zu haben.

Sturm „Nils“ in Frankreich wird teuer

Sturm „Nils“, der in der vergangenen Woche über den französischen Südwesten gefegt ist, hat zu hohen versicherten Schäden geführt. Die Ratingagentur DBRS Morningstar hält eine Gesamtbelastung von mehr als 3 Mrd. Euro für möglich. Die Analysten loben das öffentlich-privat organisierte System der automatischen Deckung gegen Elementarschäden in Frankreich. Dadurch habe das Land eines der „umfassendsten und stabilsten Versicherungssysteme für Naturkatastrophen in Europa“.

Waniwani oder welches Potenzial hat Chat GPT für den Vertrieb?

Exklusiv

Auch in Deutschland könnte es bald die ersten Chat GPT-Apps von Versicherern oder Insurtechs geben: Das KI-Unternehmen Waniwani ist im Gespräch mit mehreren Unternehmen, Namen nennt es allerdings noch nicht. Mitgründer Raphaël Vullierme zeigt sich überrascht, welche Dynamik der deutsche Markt in den vergangenen Monaten gewonnen hat. Er kennt ihn gut: Vullierme war Gründer des mittlerweile in der Allianz Direct aufgegangenen Assekuradeurs Luko.

Die Leiden der Lebensversicherer

Herbert Frommes Kolumne

Die Lebensversicherer melden ordentliche Wachstumszahlen für 2025, dem Einmalgeschäft sei Dank. In vielen Vorstandsetagen ist die Stimmung dennoch angespannt. Denn das Neugeschäft gegen laufenden Beitrag ist erheblich unter Druck – weil es sich für die Unternehmen nicht mehr lohnt. Klassische Lebensversicherungen spielen im Vertrieb kaum noch eine Rolle. Doch die aktuellen Sorgen vieler Chefs gelten den fondsgebundenen Angeboten: Zu hohe Kosten, die sich nur über lange Laufzeiten rechnen, treffen auf steigende Stornoquoten. Eine tödliche Mischung, schreibt Herbert Fromme.

Maklermarkt: Große Diskrepanz zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung der Versicherer

Versicherer schätzen ihre Leistung in der Kooperation mit Maklern und Mehrfachagenten teilweise deutlich besser ein als die Vermittler, zeigt eine aktuelle Untersuchung der Versicherungsforen Leipzig. Die Studie veranschaulicht zudem die bevorstehende Konsolidierung bei den Maklerpools und den zunehmenden personellen Druck bei den Strukturvertrieben, die immer mehr Beschäftigte an Pools verlieren könnten.

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