Archiv ‘AGCS’

Luftfahrtversicherung: Am Boden

 The Long View – Der Hintergrund   Nichts ist so, wie es war. Noch immer stehen weltweit tausende Flugzeuge am Boden, Terminals in den größten Flughäfen bleiben gespenstisch leer, in vielen Airlines laufen Abbau-Programme, Piloten und Flugbegleiter müssen sich neue Jobs suchen. Kaum eine Branche ist so hart von dem Corona-Virus getroffen worden wie die Luftfahrtindustrie. Und selbst ein plötzliches Ende der pandemiebedingten Restriktionen würde kurzfristig nicht die alten Zeiten zurückbringen. Die Pandemie hat auch die Schadenszenarien für die Luftfahrtversicherung verändert.

VKB will in Reise und Kranken wachsen

 Leute – Aktuelle Personalien  Die Versicherungskammer Bayern (VKB) hat ein neues Vorstandsmitglied für den Bereich Kranken- und Reiseversicherung ernannt. Isabel Martorell Nassl ist bereits seit fast 23 Jahren im Konzern und behält ihre bisherigen Aufgaben bei. Außerdem: Die neue Chefaktuarin des Industrieversicherers AGCS kommt von AIG. Der österreichische Makler Greco gründet angesichts der erwarteten Umbrüche bei der Versicherung von Energieversorgern eine neue Einheit. Und der Bermuda-Versicherer Sompo hat einen Daten-Analysten bei Axa XL abgeworben.

Wochenspot. Der neue VM-Podcast

 Wochenspot  Den Versicherungsmonitor zum Hören gibt es ab sofort einmal pro Woche. Heute sprechen Katrin Berkenkopf und Herbert Fromme über die Zins-Deklarationen der ersten Lebensversicherer für das Jahr 2021 und über die Nicht-Absenkung des Höchstrechnungszinses durch die Bundesregierung – und was das mit der Riester-Rente und deren Zukunft zu tun hat. Außerdem geht es um eine aktuelle Studie der Allianz zu den Cyberschäden, und warum es dabei auch um die Auseinandersetzung zwischen Industrie und Versicherern über die Verträge für das kommende Jahr geht.

Cyber: „Es werden die Falschen versichert“

Cyberversicherer melden steigende Schadenszahlen. Beim Allianz-Industrieversicherer AGCS kommt inzwischen auf jede vierte Cyberpolice ein Schaden. Der Anstieg ist nicht allein durch mehr Attacken zu erklären, warnte Linus Neumann, Experte für IT-Sicherheit. „Es wird nicht jedes vierte Unternehmen gehackt“, sagte er bei einer digitalen Cyberkonferenz. Stattdessen gebe es in dem Geschäft eine starke negative Risikoauslese. „Es werden die falschen Unternehmen versichert.“ Indes zeigte sich Dirk Wegener, Präsident der europäischen Risikomanagervereinigung Ferma, besorgt ob der verbreiteten Skepsis gegenüber den Deckungen.

Friendsurance stärkt die IT-Kompetenz

 Leute – Aktuelle Personalien  Das Insurtech Friendsurance hat mit Dmitry Kharchenko (Bild) erstmals einen Chief Technology Officer. Er ist bei dem Berliner Unternehmen unter anderem für die Weiterentwicklung der Bancassurance-Plattform zuständig. Bislang war Brian Burke IT-Leiter bei Friendsurance. Außerdem: Der Industrieversicherer AGCS bekommt einen neuen Chef für das Haftpflichtgeschäft in Großbritannien, Irland, den nordischen Ländern und dem Nahen Osten. Auch bei der Swiss Re gibt es einen Neuzugang. Der Scor-Aufsichtsrat hat ein neues Mitglied.

Cyberversicherung: Krankenhäuser haben es schwer

Die Cybersicherheit von Krankenhäusern hat mit der Attacke auf das Düsseldorfer Uniklinikum im September zuletzt wieder viel Aufmerksamkeit bekommen. Während der Corona-Pandemie haben die Angriffe auf Kliniken noch einmal zugenommen, sagte Leo Schulze Schwienhorst vom Makler Kleist auf einer Veranstaltung der Kanzlei Taylor Wessing. Cyberdeckungen könnten helfen, sind aber für viele Krankenhäuser nicht leicht zu bekommen. Zuletzt haben sich auch noch prominente Anbieter zurückgezogen.

Allianz hält AGCS weiter knapp

Die Preise steigen kräftig, aber die Allianz will ihren Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) nicht von der Leine lassen. Erst wenn sich die Schaden- und Kostenquote der Gesellschaft deutlich unter 100 Prozent stabilisiert und mehr Klarheit über Schadentrends in den USA bestehe, will der Konzern wieder in Wachstum bei der Tochter investieren, sagte Finanzchef Giulio Terzariol bei der Vorstellung der Zahlen für das dritte Quartal. Mit dem Ergebnis ist der Versicherer sehr zufrieden, die Pandemie hatte nur einen moderaten Einfluss. Eine Vorhersage für das volle Jahr gab Terzariol trotzdem nicht – die Lage sei zu unsicher.

AGCS gibt Teilbestand in Kanada auf

 Exklusiv  Die Allianz Global Corporate & Specialty gibt nach Informationen des Versicherungsmonitors einen Teil ihres kanadischen Geschäfts auf. Das Unternehmen zeichnet künftig keine Financial Lines mehr – dazu gehören D&O, Berufshaftpflicht und andere Bereiche der Vermögensschadenhaftpflicht. Auch das Segment Entertainment gibt der Versicherer in dem nordamerikanischen Land auf, das umfasst Veranstaltungsausfall, Filmversicherungen und ähnliches. Ein Sprecher bestätigte den Schritt.

Wird die nächste Megakrise eine Cyberkrise?

Unternehmen und ihre Versicherer müssen damit rechnen, dass die nächste globale Krise in der Größenordnung der Corona-Pandemie durch einen Cybervorfall ausgelöst wird. Davor warnte Shanil Williams, Global Head of Financial Lines beim Allianz-Industrieversicherer AGCS, auf der Tagung der europäischen Vereinigung der Risikomanager und Versicherungseinkäufer Ferma. „Covid-19 war ein gewaltiger Weckruf für Cyberversicherer, Kunden und Vermittler“, sagte er. Die Versicherer und ihre Kunden seien gut beraten, sich bereits jetzt zu fragen, was als nächstes auf sie zukommt.

Alternativen in harten Zeiten

Steigende Preise, restriktivere Bedingungen, knappere Kapazitäten – die Verhärtung des Industrieversicherungsmarktes stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Sie wenden sich zunehmend alternativen Formen des Risikotransfers zu. Vor allem firmeneigene Versicherer, sogenannte Captives, erfreuen sich großer Beliebtheit. Von der Idee bis zur Umsetzung ist es aber ein weiter Weg.

AGCS: Cyberschäden bei jeder vierten Police

Cyberkriminelle schlagen derzeit heftig zu, insbesondere Erpressungssoftware ist auf dem Vormarsch. In Deutschland meldet im Schnitt jedes vierte Unternehmen, das eine Cyberversicherung bei Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) abgeschlossen hat, einen Schaden. Das berichtete Bettina Dietsche, Chief Operating Officer des Industrieversicherers, bei einer digitalen Veranstaltung. Vor zwei Jahren kam nur auf rund jeden zehnten Vertrag ein Cyberschaden. Wie heftig Hacker zuschlagen, berichtete Jürgen Hahn. Er war Finanzchef des bayerischen Modekonzerns Marc O´Polo, als der im September 2019 fast vollständig lahmgelegt worden war.

Corona verändert Schadentrends

Die Corona-Krise hat bei den Versicherern zu hohen Schäden geführt, vor allem bei Veranstaltungsausfallpolicen. Aber auch in anderen Sparten wie der Betriebsunterbrechungsversicherung hat die Pandemie die Schadenszenarien verändert. Das zeigt eine Studie des Industrieversicherers AGCS. Während die Risiken in einigen Bereichen gesunken sind, sind sie in anderen gestiegen. Corona wird die Schadentrends langfristig verändern, glaubt Chief Claims Officer Thomas Sepp.

Friederike Krieger

Riester, Steuern und Corona-Schäden

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Riester-Reform, Modernisierung des Versicherungssteuerrechts, AGCS-Studie zu Corona-Schäden und Begrüßung neuer Kolumnisten

Allianz trennt sich von SE-Vorstand Peiris

 Leute – Aktuelle Personalien  Die Allianz verlängert den Vertrag von SE-Vorstand Niran Peiris nicht. Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor verlässt der 59-jährige Manager Ende des Jahres die Gruppe. Nachfolger soll Chris Townsend (Bild) werden, der bis Februar 2020 bei AIG gearbeitet hat. Mit der Trennung von Peiris zieht Konzernchef Oliver Bäte eine weitere Konsequenz aus der schwierigen Lage des Industrieversicherers Allianz Global Corporate & Specialty, für die Peiris auf SE-Ebene zuständig ist.

Herbert Fromme

Ein Lob der Volatilität

 Herbert Frommes Kolumne  Kein Mensch weiß, welche wirtschaftlichen Folgen die Corona-Krise haben wird. Eines ist aber sehr sicher: Die Volatilität bei Umsätzen, Unternehmensergebnissen, Aktienkursen und Beschäftigungszahlen wird kräftig zunehmen. Eigentlich ist das eine gute Nachricht für Versicherer – ihr Geschäftsmodell besteht ja genau darin, diese Volatilität für die Kunden zu dämpfen. Das heißt, sie müssen selbst mit erheblichen Schwankungen bei ihren Ergebnissen umgehen. Na und?, sollte man denken, das ist ja ihr Geschäftsmodell. Aber es wird zum Problem, wenn börsennotierte Gruppen wie Allianz, Munich Re, Swiss Re, Talanx oder Hannover Rück die Volatilität so niedrig wie möglich halten wollen.

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