Banken und Sparkassen bauen ihre Dominanz in der privaten Altersvorsorge aus – und lassen Versicherer deutlich hinter sich. Zu dem Ergebnis kommt das Beratungsunternehmen Valytics in einer aktuellen Studie. Verbraucher suchen Sicherheit und akzeptieren Beratung zunehmend auch digital. Banken sichern sich die meisten Abschlüsse. Für Lebensversicherer wächst der Wettbewerbsdruck spürbar, in einem sich wandelnden Markt drohen sie weiter an Bedeutung zu verlieren.
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Feuerball über Deutschland: Meteoritenschaden wirft Versicherungsfragen auf
Ein Feuerball hat am Sonntagabend den Himmel über Teilen Westdeutschlands erleuchtet und sogar Schäden verursacht. Im Koblenzer Stadtteil Güls durchschlug ein Meteoritenteil das Dach eines Wohnhauses und landete in einem Schlafzimmer. Verletzt wurde niemand. Das seltene Ereignis wirft auch versicherungstechnische Fragen auf: Wie werden Schäden durch Meteoriten reguliert, und wie häufig treten solche Fälle überhaupt auf? Der Versicherungsmonitor hat beim GDV und bei Versicherern nachgefragt.
Axa macht mehr Gewinn und lässt die Finger von Run-off
Die Axa hat im Geschäftsjahr 2025 sowohl ihre Beitragseinnahmen als auch den Gewinn gesteigert. Bereinigt um Sondereffekte kletterte das Ergebnis um 6 Prozent auf 8,4 Mrd. Euro. Damit sieht sich der Konzern auf einem gutem Weg, die selbstgesetzten Ziele zu erreichen. Am wiederbelebten Run-off-Markt will sich Konzernchef Thomas Buberl vorerst nicht beteiligen.
App-Beliebtheit: Ergo stößt Allianz vom Thron
Die Ergo betreibt aus Nutzersicht die beliebteste Anwendung für das Smartphone in der Versicherungsbranche. Zu diesem Ergebnis kommt das Meinungsforschungsinstitut Service Value in einer aktuellen Befragung, die es in Kooperation mit dem Institut der Süddeutschen Zeitung durchgeführt hat. Damit verdrängen die Düsseldorfer die Allianz-App, die das Ranking im Vorjahr angeführt hatte. Bei den Insurtechs belegt der Digitalmakler Clark erneut die Spitzenposition. Branchenübergreifend sind die Apps von Payback und Booking.com am beliebtesten.
Fitch erwartet Konsolidierungswelle bei Versicherern
Die Ratingagentur Fitch erwartet eine neue Konsolidierungswelle im europäischen Versicherungsmarkt. Gebremstes organisches Wachstum, stabile Zinsen und hohe Kapitalquoten dürften demnach künftig Fusionen und Übernahmen befeuern. Besonders im Fokus stünden Spezial- und Rückversicherer sowie Lebensversicherer. Aber auch in den Bancassurance-Bereich, dem Vertrieb von Versicherungsprodukten durch Banken, kommt Bewegung, schreiben die Expertinnen und Experten in einem aktuellen Kommentar.
Neue Töne von Versicherungschefs, weiter so vom GDV
Stefanie Schlick, Chefin der Sparkassenversicherung Sachsen, und Axa-Deutschlandchef Thilo Schumacher fanden beim SZ-Versicherungstag Anfang Februar deutliche Worte zur Lage der Branche. GDV-Präsident Norbert Rollinger dagegen glaubt, dass eigentlich alles in Ordnung ist. In der Branche hat endlich die längst überfällige Diskussion begonnen, schreibt Herbert Fromme.
Starr Insurance mit neuem Regional Manager Germany
Im vergangenen Jahr hatten sich Tobias Braun und der Bremer Assekuradeur Lampe & Schwartze getrennt, jetzt hat der 48-Jährige einen neuen Arbeitgeber: Beim US-Versicherer Starr Insurance ist er ab sofort als Regional Manager Germany tätig. Personelle Neuigkeiten gibt es auch von der Kanzlei Norden, der Swiss Re, dem Berater Beltios, Marsh und Axa in der Schweiz.
Barmenia Gothaer stockt im Industriegeschäft auf
Die Barmenia Gothaer treibt die angekündigte Wachstumsstrategie im Industriekundengeschäft voran und holt Jens Groß als neuen Leiter für das Underwriting. Die bisherige Amtsinhaberin übernimmt eine andere Aufgabe im Unternehmen. Auch der Industrieversicherer HDI Global in Großbritannien ernennt einen neuen Chef-Underwriter.
Claas Kleyboldt ist gestorben
Claas Kleyboldt hat im deutschen Versicherungsmarkt deutliche Spuren hinterlassen. Er war Vorstandsmitglied, Chef und Aufsichtsratsvorsitzender bei den Gesellschaften der Colonia, inzwischen Axa Deutschland. Kleyboldt beeindruckte durch seine körperliche Größe und seine klare, manchmal raubeinige Art. Er nahm selten ein Blatt vor den Mund. Claas Kleyboldt ist am 23. Januar 2026 im Alter von 88 Jahren verstorben.
Zeitreise: Axa, Aon, Allianz, Zurich
Im Januar 2006 war die Arbeitslosigkeit das dominierende Thema in Deutschland. Mehr als fünf Millionen Menschen waren ohne Arbeit, ein Anstieg um 12,1 Prozent. Die seit November 2005 regierende große Koalition unter Angela Merkel hatte Handlungsbedarf. In Bad Reichenhall stürzte die Eislaufhalle ein. In der Versicherungswirtschaft machten die Axa mit neuen Lebensversicherungspolicen, die Zurich mit Kostensenkungen und die Makler mit Beschwerden über das schlechte Regulierungsverhalten der Versicherer von sich reden.
Athora erwägt Verkauf des Deutschlandgeschäfts
Der Abwicklungsspezialist Athora erwägt den Verkauf seines Deutschlandgeschäfts, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Grund dafür sei das ausbleibende Wachstum in Deutschland. Der Prozess befinde sich noch in einem frühen Stadium, und Athora könne sich noch dafür entscheiden, das Geschäft zu behalten. Athora hatte im vergangenen Jahr seine Strategie geändert und wollte hierzulande in das Neugeschäft mit Lebensversicherungen einsteigen.
Neuer Vorstand bei Bayerische-Tochter Compexx
Der Finanzdienstleister Compexx Finanz AG, eine Tochter der Bayerischen, präsentiert mit Michael Panitz einen neuen Vorstand. Vorgänger Martin Lütkehaus ist in den Ruhestand gegangen. Außerdem schafft der Industrieversicherer Axa XL eine neue Position im konzernübergreifenden Kundenmanagement, und der Makler Howden hat ein Cyber-Team in den USA etabliert.
Bäte sieht Demokratie durch Demografie gefährdet
Allianz-Chef Oliver Bäte macht die zahlenmäßige Übermacht älterer Menschen in Deutschland für viele der aktuellen Probleme verantwortlich. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte er, dies stecke hinter vielen Phänomen wie dem Mangel an Risikofreudigkeit und Innovation bis hin zu den fehlenden Infrastruktur-Investitionen. Wenn Interessengruppen die Mehrheit stellten, sei dies sogar eine Gefahr für die Demokratie, ergänzte Bäte. Doch auch an Jüngere hatte er eine Forderung.
Wegen Trump: Unternehmen wollen Kapital aus den USA abziehen
Die eigenwillige Politik des US-Präsidenten Donald Trump erreicht erneut die Kapitalmärkte. Der dänische Pensionsfonds Akademiker Pension hat bekannt gegeben, sich von US-Staatsanleihen im Wert von rund 100 Mio. Dollar (85 Mio. Euro) trennen zu wollen. Die Investmentgesellschaft Pimco, eine Tochter der Allianz, will ebenfalls Kapital aus den USA abziehen. Chief Investment Officer Daniel Ivascyn macht keinen Hehl daraus, dass die wechselhaften Maßnahmen Trumps dabei eine Rolle spielen. Andere Versicherer halten sich dagegen lieber bedeckt, was die Zukunft ihrer US-Investments angeht.















