Digitaler Dienstag Die Zusammenarbeit mit Start- und Scale-ups kann für Versicherer ein inspirierender und wertvoller Ansatz sein, um die eigene digitale Transformation noch weiter voranzubringen. Von den aufstrebenden Unternehmen können Versicherer wichtige Impulse erhalten, wenn es um neue Technologien, Märkte oder Geschäftsmodelle geht. Start- und Scale-ups wiederum bekommen durch Partnerschaften mit etablierten Anbietern Zugang zu branchenspezifischem Fachwissen, Ressourcen oder Netzwerken. Gut gemacht stärken solche Kooperationen die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit auf beiden Seiten.
Archiv ‘Digitalisierung’
Warum die Baloise nicht mehr bei GTA ist
Was wirklich wichtig ist Klatsch, Tratsch und die wirklich wichtigen Informationen über Unternehmen und Manager – das gibt es am Kaffeeautomaten, auf dem Flur und hier. Heute: Im Februar hat der Schweizer Versicherer Baloise mit der Eröffnung einer virtuellen Filiale im Videospiel Grand Theft Auto V für Schlagzeilen gesorgt. Bei der Insurtech-Messe InsureNXT stellte sich heraus: Das Experiment ist schon wieder beendet. Warum die Baloise nicht mehr spielen will.
Datenplattform: Besser zentral oder dezentral?
Digitaler Dienstag Nahezu alle modernen Versicherungsanwendungen benötigen umfassende und qualitativ hochwertige Daten – im Kundenverkehr, für Analytics und den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Eine Datenplattform ermöglicht effizientes digitales Arbeiten, ist skalierbar und unterstützt so optimal den Geschäftsbetrieb in der modernen Versicherung. Gerade für das Datenmanagement und ein datenbasiertes Vorgehen ist sie unverzichtbar, und so etablieren immer mehr Unternehmen Datenplattformen. Doch sollte die Plattform besser zentral oder dezentral aufgebaut werden?
Swisscom Sure: Der Schweizer Amazon-Moment
The Long View – Der Hintergrund Nachdem der Tech-Gigant Amazon Ende Januar das Aus seiner Versicherungsaktivitäten in Europa verkündet hat, war bei vielen Managern und Vorständen etablierter Versicherer ein erleichtertes Aufatmen zu hören. War’s das also? Ich glaube nicht. Denn mit dem Schweizer Telekomanbieter Swisscom hat ein anderer Spieler mit hoher Technik- und Kundenkompetenz kürzlich angekündigt, in das Geschäft mit Versicherungen einzusteigen. Hier entsteht ein Geschäftsmodell mit Disruptionspotenzial – nicht nur für den Schweizer Markt.
Hallesche hat die ePA im Einsatz
Die Hallesche kann beim Thema elektronische Patientenakte (ePA) Vollzug melden. Sie bietet die digitale Anwendung ihren vollversicherten Kunden an – als dritter privater Krankenversicherer überhaupt. Wie Allianz und Gothaer setzt sie dabei auf die Akte des Anbieters RISE. Bei der Halleschen sollen die Grundfunktionen der ePA im Juni durch das elektronische Rezept ergänzt werden, danach folgt das Online-Check-In für die Arztpraxen.
Online-Abschlüsse werden immer beliebter
In Deutschland haben fast 80 Prozent aller über 16-Jährigen schon mal eine Versicherungspolice online abgeschlossen. Am häufigsten werden dabei Vergleichsportale genutzt, aber auch die Webseiten von Versicherern und Vermittlern sind populär. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Danach liegen einfache Versicherungsarten wie Fahrrad-, Tier- oder Geräteversicherungen beim Online-Abschluss vorne. Wenn es um die rein digitale Schadenabwicklung geht, überwiegen noch die Skeptiker.
Bäte lobt Allianz Commercial
Allianz-Chef Oliver Bäte lobt in einem vorab veröffentlichen Manuskript zu seiner Rede für die Hauptversammlung am 8. Mai die Entwicklung des Konzerns. Es habe sich nicht nur das Geschäftsergebnis verbessert, sondern auch das Maß der Vereinheitlichung und der Prozessoptimierung. Besonders hebt Bäte die Einführung der Marke Allianz Commercial und den Einsatz neuer Technologien hervor.
Was den Einsatz von KI im Underwriting erschwert
Die Underwriting-Prozesse von Versicherern können durch künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML) schneller und präziser werden. Doch viele Unternehmen stehen beim Einsatz der Technologie noch vor Herausforderungen, zeigt ein aktueller Bericht der Unternehmensberatung Capgemini. Regulatorische Rahmenbedingungen und der Fachkräftemangel erschweren den Einsatz erheblich.
Embedded Insurance: Potenzial für Assekuradeure
Wie bei anderen Trends sind große Versicherer auch bei Embedded Insurance, also eingebetteten Versicherungen, nicht auf der Höhe der Zeit. Das könnte für Assekuradeure zur Chance werden, meint das Berliner Insurtech Element. Mithilfe von strategischen Partnerschaften und gezielter Expertise ergeben sich im Geschäft mit den individuellen Versicherungen große Wachstumschancen.
Eiopa: Versicherer bei Digitalisierung noch am Anfang
Die europäischen Versicherer sind bei der Digitalisierung unterschiedlich weit, die meisten befinden sich aber noch in einem recht frühen Stadium. Das schreibt die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa in einem Bericht. Vor allem in der Lebensversicherung dominieren noch persönliche Verkaufsgespräche sowie die Kommunikation über E-Mail und Telefon. Die Versicherer sehen die Gewinnung von Digitalisierungsexperten und Talenten als große Herausforderung für ihre digitale Transformation.
Embedded Insurance – Chance oder nur Hype?
Digitaler Dienstag Die Digitalisierung schreitet in einem rasanten Tempo voran und viele Versicherer stellen sich die Frage, wie sie ihre Geschäftsmodelle an die neuen Realitäten anpassen sollen. Der personengestützte Vertrieb über Ausschließlichkeitsvermittler und Makler ist heute für viele noch der wichtigste Absatzkanal. Angesichts von Nachwuchsproblemen im Vertrieb und zunehmender Regulierung stellt sich die Frage, wie lange dies noch so bleiben wird. Immer häufiger liest man, dass die Zukunft der „Embedded Insurance“ gehöre. Was ist dran an diesen Prognosen?
Versicherte nutzen wieder verstärkt digitale Wege
In der Pandemie haben sich Versicherte verstärkt an digitale Technologien gewöhnt. Angesichts der Kontaktbeschränkungen haben sie dem persönlichen Kontakt aber gleichzeitig auch mehr Wertschätzung entgegengebracht. Dieser Effekt ist jedoch wieder rückläufig, hat das Marktforschungsunternehmen Sirius Campus in einer aktuellen Studie festgestellt. Die digitalen Service- und Kommunikationswege gewinnen wieder stärker an Bedeutung. Kundenportale sind dabei beliebter als Apps.
WTW: Industriekapazitäten bleiben knapp
Die Kapazitäten in der Industrieversicherung bleiben 2024 knapp, erwartet der Berater und Makler WTW. Angesichts eines steigenden Absicherungsbedarfs von teils neuen Risiken schauten die Versicherer genauer hin – unter anderem bei der Deckung von Naturkatastrophenrisiken. Für Unternehmen sei es umso wichtiger, dass sie die eigenen Risiken genau kennen. Eine weitere Tendenz: Die Rückversicherer nehmen eine immer prägendere Rolle in der Industrieversicherung ein, wie die Diskussion über einen Ausschluss von PFAS zeige.












