Der frühere Ergo-Vorstand Ulf Mainzer ist an die Spitze der Düsseldorfer FDP gewählt worden. Außerdem bekommt die VGH nach fast 30 Jahren einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Mapfre und Chubb.
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KI in der Assekuranz: Der fehlende strategische Hebel
Bei der Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) macht die Versicherungsbranche Fortschritte. Ein echter strategischer Hebel sei jedoch noch nicht zu erkennen, sagt Josef Adersberger, Gründer und Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Qaware, im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor. In vielen Bereichen, zum Beispiel beim Einsatz von KI im Input-Management, sieht Adersberger noch Potenzial.
Munich Re: Wir müssen wettbewerbsfähig bleiben
Der Rückversicherer Munich Re hat im vergangenen Jahr 6,1 Mrd. Euro verdient und damit seine eigenen Überwartungen übertroffen. Die Aktionäre will der Konzern mit einer üppigen Dividendenerhöhung und einem Aktienrückkaufprogramm beglücken. Trotz dieser günstigen Lage verteidigte Munich-Re-Chef Christoph Jurecka bei der Bilanzpressekonferenz den Stellenabbau bei der Erstversicherungstochter Ergo. Der Konzern müsse auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben, sagte er.
Gold in der Schublade
Alexander Heß, Country Manager Deutschland beim Spezialversicherer Assurant, ist überzeugt, dass Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell funktionieren kann. Das international tätige Unternehmen mit Niederlassungen in Bonn und Frankfurt versichert Smartphones und Elektrogeräte und hat sich auf die Wiederaufbereitung von gebrauchten Handys spezialisiert. Im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor berichtet Heß von Assurants Expansionsplänen und davon, wie sich tonnenweise CO₂ durch die in den Schubladen der Deutschen schlummernden Smartphones einsparen lässt.
App-Beliebtheit: Ergo stößt Allianz vom Thron
Die Ergo betreibt aus Nutzersicht die beliebteste Anwendung für das Smartphone in der Versicherungsbranche. Zu diesem Ergebnis kommt das Meinungsforschungsinstitut Service Value in einer aktuellen Befragung, die es in Kooperation mit dem Institut der Süddeutschen Zeitung durchgeführt hat. Damit verdrängen die Düsseldorfer die Allianz-App, die das Ranking im Vorjahr angeführt hatte. Bei den Insurtechs belegt der Digitalmakler Clark erneut die Spitzenposition. Branchenübergreifend sind die Apps von Payback und Booking.com am beliebtesten.
Verdi: Ergo-Tarifvertrag als Blaupause für die Branche
Viele Versicherer erhoffen sich Effizienzgewinne durch künstliche Intelligenz. Das kann allerdings auch Arbeitsplätze kosten, wie die Pläne der Munich-Re-Tochter Ergo zum Abbau von 1.000 Stellen zeigen. Die Gewerkschaft Verdi will ab dem 26. März 2026 mit dem Arbeitgeberverband einen Tarifvertrag Transformation verhandeln. Dabei soll die mit der Ergo getroffene Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung als Vorbild dienen.
Stellenabbau: Ergo und Verdi unterzeichnen sozialen Rahmenplan
Die Munich Re-Tochter Ergo will verstärkt künstliche Intelligenz einsetzen und bis 2030 rund 1.000 Stellen in Deutschland abbauen. Jetzt hat sich der Versicherer mit der Gewerkschaft Verdi auf einen sozialen Ordnungsrahmen geeinigt. Zentrale Punkte sind wie bereits angekündigt der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen, Standortgarantien und die Einrichtung einer „Reskilling Akademie“, um Mitarbeitende umzuschulen.
Ergo macht Ernst mit dem Stellenabbau
Die Munich-Re-Tochter Ergo will in den nächsten fünf Jahren in Deutschland 1.000 Stellen streichen. Darauf hat sich der Düsseldorfer Versicherer mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt. Betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen sind ausgeschlossen. Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Stellen wegfallen, sollen umgeschult werden. Das Handelsblatt hatte darüber zuerst berichtet. Die Maßnahme ist Teil des Zukunftsprogramms „Ambition 2030“ der Munich Re, das Kosteneinsparungen in Höhe von 600 Mio. Euro vorsieht.
Ergo International setzt auf Wachstum mit neuer Vorständin
Die Ergo erweitert nach Informationen des Versicherungsmonitors den Vorstand der Tochter Ergo International und hat die McKinsey-Partnerin Anne Dreller für das neue Ressort „Portfolio Steering, Synergies and Integrations“ ausgewählt. Hintergrund sind die internationalen Wachstumsambitionen der Munich-Re-Tochter. Gleichzeitig wird China-Chef Jürgen Schmitz Vorstand für das Asien-Geschäft.
Munich Re: Das vergiftete Abschiedsgeschenk
CEO Joachim Wenning hat die Munich Re mit einem Rekordgewinn verlassen und die Führung an Christoph Jurecka übergeben. Für die kommenden fünf Jahre verspricht das noch von Wenning verantwortete Zukunftsprogramm „Ambition 2030“ weiter stark steigende Gewinne. In einem spürbar weicher werdenden Markt ist das kaum zu schaffen. Die großspurigen Ankündigungen sollen die Kapitalmärkte gewogen halten, inzwischen ohnehin die wichtigste Zielgruppe der Munich-Re-Führung. Wennings Abschiedsgeschenk ist vergiftet, schreibt Herbert Fromme.
Ulf Mainzer: Von der Ergo in die FDP
Ex-Ergo-Vorstand Ulf Mainzer will sich politisch engagieren und kandidiert für den Vorsitz des FDP-Kreisverbands Düsseldorf, verkündete er auf dem sozialen Netzwerk Linkedin. In seiner Zeit bei Ergo war Mainzer für die Bereiche Recht, Compliance, Einkauf und Corporate Organisation verantwortlich. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Rückversicherer VIG Re, bei der Barmenia Gothaer, bei der VW-Finanzdienstleistungstochter Volkswagen Financial Services und bei der Rückversicherungstochter der R+V.
D&O: Versicherer wollen keine Deckung von Bußgeldern
Ob die Versicherung von Geldbußen im Rahmen der D&O-Deckung erlaubt ist oder nicht, wird seit Langem kontrovers diskutiert. Für die D&O-Experten Daniel Kreienkamp von der Ergo und Daniel Messmer von der Swiss Re ist die Sache klar: Die Versicherung von Bußgeldern sollte nicht erfolgen – auch wenn bei den Kunden eine hohe Nachfrage danach besteht. Zurzeit wartet die Branche auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs.
Versicherungskammer fordert Verbesserungen für Hebammen
Die Versicherungskammer warnt vor neuen Haftungsrisiken für freiberuflich in Kliniken tätige Hebammen durch den Hebammenhilfevertrag. Kritisch sieht der Versicherer, der ein Konsortium für die Haftpflichtversicherung der Hebammen führt, die seit 1. November geltenden Abrechnungsregelungen. Sie trügen der Versorgungsrealität nicht ausreichend Rechnung und erhöhten den Dokumentationsaufwand für die Geburtshelferinnen und -helfer. Die Versicherungskammer fordert eine umfassende Überprüfung der Regeln.
Stellenabbau: Fluktuation allein reicht bei Ergo nicht aus
Die Munich Re hatte Anfang Januar mit dem Plan, Stellen in der IT und Verwaltung nach Indien und Polen zu verlagern, für Furore gesorgt. Frei werdende Stellen sollen nicht oder nur an anderen Standorten als Deutschland nachbesetzt werden. Bei der Tochter Ergo reicht die natürliche Fluktuation für die gesetzten Ziele womöglich nicht aus, räumt der neue Munich Re-Chef Christoph Jurecka jetzt ein. Ein Grund ist die künstliche Intelligenz, die viele Jobs tiefgreifend verändert. Kündigungen soll es aber nicht geben, stattdessen Weiterbildungs- und Abfindungsangebote.












