Archiv ‘Ergo’

Zeitreise: Lebensversicherer, Zurich, Munich Re, Ergo und Mannheimer

 Vor 20 Jahren   Im Februar 2004 war es vergleichsweise ruhig in der Versicherungswirtschaft. Der Dax setzte nach dem Tiefpunkt 2002 seine Erholung fort und konnte die Marke von 4.000 behaupten. In der Branche wurde über mögliche Änderungen in der Besteuerung von Lebensversicherungen spekuliert. Dabei gab es bei manchen Managern erhebliche Zweifel am deutschen System der Lebensversicherung mit Zinsgarantien. Außerdem fand die Mannheimer einen neuen Hafen, und die Munich Re begann, Ernst zu machen mit der eigentlichen Ergo-Fusion.

Gen Z – die Generation Zukunft

 Digitaler Dienstag  Es ist die Generation, deren Namen fällt, wenn es um Themen wie Technologieaffinität, gesellschaftliches Engagement oder individuelle Entfaltung geht. Sie bewegt sich mühelos im digitalen Raum und befindet sich aktuell noch in der Lebensphase zwischen Jugendalter, Ausbildung und Berufseinstieg. Die Rede ist von der Generation Z. Sie stellt Versicherer mit ihren Erwartungen vor neue Herausforderungen. Um ihren Ansprüchen gerecht zu werden, müssen Versicherer die gesamte Klaviatur an digitalen Möglichkeiten nutzen, die ihnen zur Verfügung steht. Das macht die Gen Z zu einem Treiber der digitalen Transformation.

So machen sich Versicherer auf TikTok

 Exklusiv  Die sicherheitsbedürftige Generation Z ist eine attraktive Zielgruppe für Versicherer – und sie verbringt viel Zeit auf TikTok. Das macht die Kurzvideo-Plattform zu einem guten Ort für Unternehmen, die die Jugend für sich gewinnen wollen. Doch vor noch nicht allzu langer Zeit haben sie keine sonderlich gute Figur auf der Plattform gemacht. Mittlerweile gibt es erste Positivbeispiele: Ein Versicherer hat sogar einen Preis für seine TikTok-Kampagne bekommen.

Rätselhafte Vertriebsstrategien

 Herbert Frommes Kolumne  Nur noch wenige deutsche Versicherer wollen das Geschäft mit kleinen und mittleren Maklern selbst organisieren. Die Folge: Die Vermittler schließen sich Maklerpools an, deren Bedeutung stark wächst. Für die Versicherer bedeutet dies, dass die Distanz zum Kunden noch größer geworden ist. Faktisch haben sie den Kundenkontakt noch weiter nach außen delegiert. Die Vertriebspolitik vieler Gesellschaften gibt zunehmend Rätsel auf. Sie werden mittelfristig schwer lösbare Probleme bekommen.

D&O-Versicherer bereiten sich auf mehr Insolvenzen vor

Die staatlichen Hilfsmaßnahmen in der Pandemie und die zwischenzeitlich ausgesetzte Insolvenzantragspflicht haben die Zahl der Insolvenzen zuletzt künstlich auf niedrigem Niveau gehalten. Damit ist es vorbei, glaubt D&O-Experte Daniel Kreienkamp von der Ergo. „Versicherer müssen sich auf Szenarien vorbereiten, in denen die Zahl der Insolvenzen weiter steigt“, sagte er auf der Haftpflichtkonferenz von Euroforum. Für Versicherer komme es jetzt darauf an, die Risiken in ihren Büchern genau im Blick zu haben.

Axa-Manager Knaus wechselt zu Ergo

 Leute – Aktuelle Personalien  Die Ergo Deutschland hat einen neuen Vorstand für ihr Gewerbe- und Industriegeschäft gefunden. Wie der Versicherungsmonitor aus Branchenkreisen erfuhr, übernimmt Peter Knaus spätestens am 1. Juli 2024 das Ressort Individualgeschäft Komposit bei dem Versicherer. Momentan ist er noch Deutschland-Chef von Axa XL. Der Axa-Industrieversicherer kann aber ebenfalls einen Neuzugang verbuchen. Die Rechtsanwältin Marie Holzhauer ist von Segger Law zu dem Unternehmen gewechselt. Außerdem: Die österreichische Merkur Versicherung feuert ihren Chef.

Munich Re hat viel vor in China

Der Rückversicherer Munich Re will weiterhin vom Wirtschaftswachstum in China und dem dort nach wie vor florierenden Versicherungsmarkt profitieren. Beim Neujahrsempfang des Unternehmens lobte Konzernchef Joachim Wenning die Rechtssicherheit und stabilen Bedingungen im chinesischen Markt. Der Staatsführung sei viel darum gelegen, dass sich globale Rückversicherer längerfristig in dem Land engagieren. Mit dem vergangenen Geschäftsjahr zeigte sich Wenning zufrieden. Auch die Schieflage des Immobilienkonzerns Signa beunruhigt ihn nicht.

Digitalisierung – eine tragende Säule für Resilienz

 Digitaler Dienstag  Der Wandel um uns herum beschleunigt sich. Die Zahl externer Schocks nimmt zu. Das erhöht und festigt unsere Bedeutung als Versicherer für die Gesellschaft und unsere Mitmenschen – allerdings steigen auch die Anforderungen an unser Geschäftsmodell. Indem wir den technologischen Fortschritt konsequent nutzen und uns beherzt immer weiter digitalisieren, verbessern wir den Nutzen für unsere Kunden, unsere Stellung am Markt – und unsere Resilienz als Versicherer.

Versicherer fürchten Benko-Totalverlust

Versicherer, die bei Unternehmen der Signa-Gruppe von René Benko zusammen mehr als 1 Mrd. Euro in Nachrangdarlehen – sogenannten Genussscheinen – investiert haben, machen sich Sorgen wegen des Ablaufs des Insolvenzverfahrens. Die Insolvenz in Eigenverwaltung sei nicht im Interesse der Nachranggläubiger, sagte ein mit den Vorgängen vertrauter Versicherer. Altaktionäre der Gruppe könnten gut wegkommen, während die Nachrang-Investoren alles verlieren. Ein Treffen, zu dem Signas Restrukturierungsvorstand Erhard Grossnigg (Bild) geladen hatte, verlief für die Investoren enttäuschend.

In eigener Sache: Neue Kolumne „Digitaler Dienstag“

Der Versicherungsmonitor startet am 9. Januar 2024 eine neue, wöchentliche Kolumne. Am „Digitalen Dienstag“ werden vier prominente Expertinnen und Experten aus der Branche über Digitalisierungsthemen der Versicherungswirtschaft schreiben. Wir erwarten spannende Einsichten in den Digitalisierungsprozess von Versicherern, Vermittlern und Kunden. Die Kolumne erscheint zusätzlich zu unseren Reihen „Legal Eye“ und „Meinung am Mittwoch“.

Versicherer hoffen auf Benko-Fortbestand

Mehr Versicherer als bisher bekannt haben in großem Stil bei den inzwischen insolventen Signa-Gesellschaften der Benko-Gruppe investiert, allen voran die R+V. Die BaFin spricht von 46 betroffenen Versicherern, die Namen finden sich auf den Gläubigerlisten. In den Ergebnissen der Versicherer wird das Engagement zu hohen Abschreibungen führen. Sie hoffen jetzt, dass es nicht zur Zerschlagung der Gesellschaften kommt. Denn nur wenn sie weiter bestehen, gibt es eine Chance, am Ende zumindest 30 Prozent oder 40 Prozent zu erhalten.

Fusionen, Nachfolgerinnen, Pleiten: Der Rückblick auf 2023 Teil 3

Auch die letzten vier Monate des Jahres 2023 waren ereignisreich – nicht nur wegen der Fusionspläne von Gothaer und Barmenia, sondern auch in personeller Hinsicht: Die BaFin ernennt eine Nachfolgerin für Frank Grund und die Risikomanager-Vereinigung Ferma eine Nachfolgerin für Präsident Dirk Wegener. Außerdem kündigt Karsten Crede seinen Abschied von der Ergo an und AGCS-Chef Joachim Müller seinen Rückzug aus dem Allianz-Konzern. Geprägt war das letzte Jahresdrittel außerdem von anhaltender Dynamik im Maklermarkt, dem Krieg in Nahost, schweren Naturereignissen und der Signa-Schieflage. Hier der letzte Teil unseres dreiteiligen Jahresrückblicks.

Munich Re will 5 Mrd. Euro verdienen

Der Rückversicherer Munich Re hat eine erste Duftmarke für das kommende Jahr gesetzt. Der Konzern peilt einen Nettogewinn von 5 Mrd. Euro an, nach 4,5 Mrd. Euro im laufenden Jahr. Den Löwenanteil zum Gewinnplus soll das Rückversicherungsgeschäft beisteuern. Dort profitiert die Munich Re von weiterhin hohen Preisen. Zudem soll das deutsche Schaden- und Unfallgeschäft der Erstversicherungstochter Ergo profitabler werden.

Digitale Leuchttürme 2023 verliehen

Am Dienstagabend hat die Süddeutsche Zeitung zum neunten Mal digitale Projekte aus der Versicherungswirtschaft mit dem „Digitalen Leuchtturm“ ausgezeichnet. Von 28 Bewerbern und zehn Nominierten haben DA Direkt, Schunck-Gruppe, Skendata und Ergo Leuchttürme mit nach Hause nehmen können. Ergo-Vorstand Mark Klein freute sich über den Sonderpreis „Vordenker“. Zum ersten Mal gab es auch eine lobenswerte Erwähnung.

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