Schlagwort-Archiv für ‘GVNW’

Branche fürchtet den Brexit nicht

Im Gegensatz zu vielen anderen Teilen der Wirtschaft sind die Versicherer vergleichsweise gut auf den geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union vorbereitet. So argumentierten hochkarätige Teilnehmer einer Diskussion im Rahmen des Industrieversicherungs-Symposiums des Gesamtverbandes der Versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW). Dennoch: Kommt es zum Brexit, wird es Unsicherheiten geben. Schäden müssten auf jeden Fall gezahlt werden, hieß es. Und: Viele britische Firmen nehmen den Brexit zum Anlass, ihr gesamtes Versicherungsprogramm auf den Prüfstand zu stellen.

Autonome Fahrzeuge nicht aufzuhalten

Fahrzeughersteller wie Audi und BMW arbeiten unter Hochdruck an der Entwicklung autonomer Fahrzeuge. Beim BMW iNext, der 2021 auf den Markt kommt, muss der Fahrer im Autobahnverkehr kaum noch eingreifen, berichtete Armin Gräter von BMW beim GVNW-Symposium. Bis Autos jedoch gänzlich ohne einen Fahrer auskommen, wird noch einige Zeit vergehen. Versicherer sollten das jedoch nicht als Ausrede nutzen und sich nur zögerlich mit dem Thema befassen, warnt Eric Schuh (Bild), Managing Director Global P&C Solutions bei Swiss Re, beim GVNW-Symposium in München. „Die Technologie und ihre Möglichkeiten werden sich ihren Weg bahnen“, sagte er. Den Wettlauf mit China hat die […]

Industrieversicherung: Höhere Preise nur letztes Mittel

Nach vielen Jahren niedriger Preise in der Industrieversicherung hat sich der Wind gedreht. Die Preise steigen teilweise deutlich – vor allem in der Feuerversicherung. Die Industrie wehrt sich: Pauschale Preiserhöhungen dürften nur das letzte Mittel sein, sagte Alexander Mahnke, Versicherungschef bei Siemens und Vorstandsvorsitzender des Gesamtverbandes der versicherungsnehmenden Wirtschaft, auf dem Symposium des Verbands. Zuvor sollten die Versicherer alle anderen Mittel ausschöpfen. Außerdem müssten sie ihre deutlich zu hohen Kosten senken.

Prämien in der Diskussion

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: GVNW-Symposium, Rückversicherungstreffen in Monte Carlo, PKV-Tagung von Euroforum, Veranstaltung des GDV zur Vertrauensschadenversicherung und Konferenz der Eiopa.

Industriemakler in der Kritik

 Themenschwerpunkt Industrieversicherung  Makler haben in der Industrieversicherung einen festen Platz im Dreiklang Kunde, Makler und Versicherer. Kunden schätzen die Expertise der Vermittler, Versicherer erhalten von ihnen gutes Geschäft. Doch das Vertriebskonstrukt bekommt Risse. Braucht es in Zeiten der Digitalisierung noch Makler? Können Kunde und Versicherer nicht Aufwand und Kosten sparen, indem sie die Vermittler überspringen und sich direkt vernetzen? Beim Roundtable-Gespräch des Versicherungsmonitors wurde die Rolle der Makler heiß diskutiert. Das aktuelle gedruckte Dossier, das jetzt erschienen ist, gibt die Diskussion der Manager genau wieder. Der Versicherungsmonitor veröffentlicht dazu einen Themenschwerpunkt.

Telemedizin im Auslandseinsatz

Viele private und gesetzliche Krankenversicherer in Deutschland experimentieren mit telemedizinischen Angeboten, bei denen sich Kunden per Videoschaltung von einem Arzt beraten lassen können. Auch für Unternehmen kann es sinnvoll sein, den Mitarbeitern solche Services anzubieten, glaubt Frank Reuter von der Unternehmensberatung Reuter Consulting. Vor allem bei Angestellten, die im Ausland unterwegs sind, lassen sich dadurch Kosten einsparen.

Warum die Nahles-Rente fliegen muss

Die Umsetzung des neuen Sozialpartnermodells in der betrieblichen Altersversorgung kommt nicht so recht voran. Arbeitgeber und Gewerkschaften zögern noch, die sogenannte Nahles-Rente in Tarifverträge zu integrieren. Alle Beteiligten täten aber gut daran, das Modell möglichst schnell zum Fliegen zu bringen, glaubt Lorenz Hanelt von der Lufthansa-Tochter Albatros Versicherungsdienste. Sonst sieht er die Gefahr, dass der Gesetzgeber eine staatlich organisierte Zwangsbetriebsrente à la Deutschlandrente einführt. Vor allem die Versicherungsbranche sollte mit gutem Beispiel vorangehen, findet er.

Friederike Krieger

Künstliche Intelligenz und bAV

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Dossier „Insurtechs und künstliche Intelligenz“, SZ-Konferenz zu KI und Data Analytics, bAV-Expertenforum von HDI sowie bAV-Fachtung des GVNW

D&O: Keine Susi-Sorglos-Police

Bei großen D&O-Fällen dauert es lange, bis die Fälle endgültig geklärt sind. Für die betroffenen Manager kann das eine große Belastung sein, sagte Anwalt Rolf Cyrus auf der Fachtagung Cyber und Financial Lines des Gesamtverbandes der versicherungsnehmenden Wirtschaft in Köln. Ein Grund dafür liegt in der Konstruktion der D&O-Versicherung. Kommt es zu einem Schaden, stehen der versicherte Manager und das Unternehmen, das die Police für ihn abgeschlossen hat, schnell auf verschiedenen Seiten.

AGCS verteidigt Vorgehen bei Silent Cyber

Der Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) prüft seine Versicherungsverträge zurzeit auf Silent Cyber-Risiken. Darunter versteht die Branche versteckte Cyberrisiken, die nicht explizit in der Policen erwähnt werden. Kunden sollen danach erfahren, ob diese Risiken in Zukunft von ihren Verträgen gedeckt werden oder nicht. Andere Industrieversicherer gehen ähnlich vor. Das sorgt bei der Industrie für Unverständnis. AGCS-Cyberexperte Jens Krickhahn hat das Vorgehen der Branche jetzt auf einer Konferenz des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft in Köln verteidigt. Die Risiken hätten sich in den vergangenen 25 Jahren deutlich verändert.

Preiserhöhungen nur bei Kostensenkungen

Der Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) zeigt Verständnis für die Bemühungen der Industrieversicherer, Prämien in der Sachversicherung zu erhöhen, um wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Vor allem in der Feuerversicherung erhöhen viele Versicherer derzeit die Preise. Allerdings müssten die Anbieter auch an ihren hohen Kosten arbeiten, forderte GVNW-Chef Alexander Mahnke bei einem Pressegespräch in Köln. Die Diskussion um den Ausschluss von Silent Cyber-Risiken aus Sach- und Betriebsunterbrechungspolicen sieht er kritisch.

Friederike Krieger

Cyber und D&O im Fokus

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Cyber- und Financial Lines-Tagung des Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft

Aon sagt Fusionsgespräche mit Willis ab

Am Dienstagabend hatte der Großmakler Aon noch bestätigt, Gespräche über eine Übernahme des Konkurrenten Willis Towers Watson zu führen. Jetzt kommt die Absage. Aon habe keine Pläne, den Zusammenschluss der beiden Makler weiter zu verfolgen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Zu der Bestätigung der Gespräche am Dienstagabend sei der Versicherer gesetzlich verpflichtet gewesen. Industriekunden hätten ein Zusammengehen der beiden Großmakler kritisch gesehen. Vor allem bei internationalen Programmen hätten die Unternehmen dann kaum noch Auswahl gehabt.

Harter Brexit bedroht Industrieversicherung

 Meinung am Mittwoch   In der Industrieversicherung fallen Schäden häufig erst lange nach dem Auslaufen der Police an. Die üblichen Haftpflichtversicherungen bieten dann trotzdem Deckung. Was mit diesen Verträgen nach einem EU-Austritt Großbritanniens ohne Einigung passiert, ist unklar. Eigentlich ist spätestens nach dem Ende der vom Bundestag beschlossenen Frist bis 2020 keine grenzüberschreitende Schadenregulierung für britische Versicherer mehr möglich. Am besten wäre es, das tatsächliche Ende des Übergangszeitraums in das Ermessen der BaFin zu stellen.

GVNW mit neuem Geschäftsführer

 Leute – Aktuelle Personalien  Reiner Siebert, ehemaliger Vorstand des Lufthansa-Versicherers Delvag, wird neuer zweiter Geschäftsführer des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW). Der 62-Jährige übernimmt die Position von Rüdiger Auras, der den Verband Ende 2018 verlassen hat und zum Großmakler Aon gewechselt ist. Siebert wird den Verband, der die deutsche Industrie in Versicherungsfragen vertritt, gemeinsam mit Geschäftsführer Jörg Henne leiten.

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