Günther Thallinger, im Vorstand der Allianz SE für Kapitalanlagen und Nachhaltigkeit zuständig, wird den Versicherer zum Jahresende verlassen. Seine Stelle wird nicht nachbesetzt. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Wecoya und MSIG Europe.
Schlagwort-Archiv für ‘Haftpflicht’
Aon und Marsh bauen auf den Rechenzentrumsboom
Aon und Marsh positionieren sich auf dem Markt für Rechenzentrums-Versicherungen. Während der eine seine Kapazitäten ausbaut, expandiert der andere nach Asien. Damit reagieren die Großmakler auf einen Trend.
Neodigital gibt Versicherungslizenz zurück
Eines der letzten als Insurtech gestarteten Unternehmen gibt seine Versicherungslizenz zurück. Neodigital mit Sitz in St. Ingbert überträgt sein Versichertenportfolio an die W&W-Tochter Adam Riese. Stattdessen will das Unternehmen in anderen Bereichen wachsen.
Funk: Viele Märkte werden weicher
Die Preise in der Industrieversicherung sinken weiter, schreibt der Makler Funk in einem aktuellen Bericht. Vor allem in den Bereichen Sach-, Haftpflicht-, D&O- und Cyberversicherung entwickelten sich die Preise positiv für Versicherungsnehmer. Der zunehmende Einzug von KI birgt allerdings Risikopotenzial.
Investoren: Interesse an Versicherungsrisiken wächst
Institutionelle Investoren wollen ihre Engagements in Versicherungsverbriefungen und anderen versicherungsnahen Strukturen in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Gallagher Securities hervor. Besonders interessant für Investoren sind demnach zwei Bereiche.
Allianz Commercial schafft neue Führungsrolle im Vertrieb
Der Industrieversicherer Allianz Commercial ernennt Paul McGuigan zum Vertriebschef für Europa, den Nahen Osten und Afrika. Der Makler Krose baut den Bereich Haftpflicht um. Neuigkeiten gibt es auch bei Adcubum, Aon, Oliver Wyman und Helvetia Baloise. Außerdem: Ex-Finanzminister Jörg Kukies wird Banker.
Wie die Weltlage die Industrieversicherung verändert
Geopolitische Unsicherheiten, Klimawandel und Cyberbedrohungen sorgen dafür, dass sich der Industrieversicherungsmarkt derzeit deutlich verändert. Er wird weniger zyklisch, deutlich selektiver, datengetriebener und komplexer, schreibt der Versicherungsmakler MRH Trowe in seinem aktuellen Bericht „Markttrends 2026“. Bisherige Nischenversicherungen gewinnen an Bedeutung.
GGW und Weinhold trennen sich
Max Weinhold, führender Manager beim Makler-Konsolidierer GGW, verlässt das Unternehmen zum 1. März 2026. Weinhold war Anfang 2025 CEO von Leading Brokers United geworden, der Tochter, in der GGW alle Maklerunternehmen bündelt. Nachfolger wird Daniel Besendorfer, bis Ende 2022 CEO der Allianz Technology und seither als Berater und Invester im Fintech-Bereich unterwegs. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei der Swiss Re und im Industrieversicherungsbereich der Generali.
Wie stark leidet die D&O-Versicherung unter Trumps DEI-Politik?
Die Maßnahmen der US-Regierung gegen die Gleichstellungs- und Diversitätspolitik in der Wirtschaft könnte im Zuge von Arbeitnehmerklagen gegen Diskriminierung auch Folgen für die D&O-Versicherung haben, sagte D&O-Spezialistin Karen Witt von Aon bei der Euroforum-Haftplichtkonferenz. Makler Harald Köberich warnte jedoch vor Panik: Firmen agierten derzeit mit viel Augenmaß – die Gefahr eines drastischen Anstiegs von Schadenfällen sieht er deswegen noch nicht. Unbestritten ist: Unternehmen, die in Europa und in den USA aktiv sind, müssen einen Spagat meistern.
Zeitreise: Axa, Aon, Allianz, Zurich
Im Januar 2006 war die Arbeitslosigkeit das dominierende Thema in Deutschland. Mehr als fünf Millionen Menschen waren ohne Arbeit, ein Anstieg um 12,1 Prozent. Die seit November 2005 regierende große Koalition unter Angela Merkel hatte Handlungsbedarf. In Bad Reichenhall stürzte die Eislaufhalle ein. In der Versicherungswirtschaft machten die Axa mit neuen Lebensversicherungspolicen, die Zurich mit Kostensenkungen und die Makler mit Beschwerden über das schlechte Regulierungsverhalten der Versicherer von sich reden.
Kein US-Geschäft ohne Haftpflicht-Police
In Zeiten zunehmender Risiken und immer höherer Schadensersatzurteile in den USA ist die Haftpflichtversicherung wichtiger denn je. Die Versicherer stünden bereit, um Unternehmen nicht nur mit der Übernahme von Risiken, sondern auch mit Know-how zu unterstützen und gemeinsame Lösungen zu finden, betonten HDI-Global-Vorstand Mukadder Erdönmez und Lucas Beckmann, Chief Underwriting Officer Casualty bei der Munich Re, auf der Euroforum-Haftpflichtkonferenz. Deas-Experte Jörg Linnert berichtete von Kapazitätsengpässen bei Risiken mit US-Exposure.
Swiss Re: Keine Entwarnung bei Haftpflichtschäden
Die Swiss Re sorgt sich weiter um die Liability Excess Inflation, also den Anstieg der Schadenkosten für Haftpflichtfälle, der nicht auf ökonomischen Faktoren beruht. Der Rückversicherer betrachtet die USA nach wie vor als Epizentrum für die sogenannte soziale Inflation, doch auch in anderen Ländern könnte es zu ähnlichen Entwicklungen kommen, heißt es in einer aktuellen Studie. Deutschland ist – ebenso wie Japan – allerdings kaum betroffen.
Einer von uns: Der Weihnachtsmann
Klatsch, Tratsch und die wirklich wichtigen Informationen über Unternehmen und Manager – das gibt es am Kaffeeautomaten, auf dem Flur und hier. Heute: Das Vergleichsportal Verivox hat ausgerechnet, wie viel der Weihnachtsmann für seine Versicherungen ausgeben müsste, und welche er überhaupt braucht. So nah hat man sich Santa Claus selten gefühlt.
Telekom: Größere Kontrolle durch Captive-Standort Deutschland
Die Telekom hat sich entschlossen, in Deutschland eine Rückversicherungs-Captive zu gründen. Der Kommunikationsriese schätzt vor allem das Mehr an Kontrolle, dass er über den firmeneigenen Versicherer hat, wenn dieser in Köln und nicht in Luxemburg sitzt, erklärte Wolfgang Kocybik, Leiter Versicherungsmanagement bei der Telekom, beim Captive Day von KPMG. Die Gesellschaft soll erstmals bei der Vertragserneuerung zum 1. Mai 2026 mitmischen.
Rückversicherer: Fitch und Moody’s senken Ausblick
Sinkende Preise und steigende Schäden stimmen die Ratingagenturen Fitch und Moody’s weniger optimistisch, was die Rückversicherer angeht. Beide haben ihren Ausblick für die Branche gesenkt – Moody’s von „positiv“ auf „neutral“, Fitch sogar von „neutral“ auf „sich verschlechternd“. Auch wenn die Agenturen weiterhin mit profitablen Ergebnissen rechnen, sehen sie die Zeichnungsdisziplin langsam schwinden. Im Gegensatz zu S&P erwarten sie auch, dass die Bedingungen aufweichen.















