Die Daten aus modernen vernetzten Fahrzeugen sind seit Jahren ein Streitpunkt zwischen Autoherstellern und Versicherern. Karsten Crede, Chef von Ergo Mobility Solutions, will diese Diskussion hinter sich lassen und einen eigenen Weg gehen. Anstelle die Daten aus dem Auto zum Versicherer zu bringen, will er mit eigenen Algorithmen direkt an der Software des Fahrzeugs ansetzen. Wenn die Versicherer in der Lage sind, Lösungen anzubieten, die für die Kunden interessant sind, werde es auch Bereitschaft dafür bei den Herstellern geben, glaubt Crede.
Archiv ‘Kfz-Versicherung’
HDI: „Ideen bei Tesla klauen“
Der Kfz-Hersteller Tesla arbeitet in vieler Hinsicht anders als andere Autobauer. So fertigt das Unternehmen viele Bauteile im Bereich der Elektromobilität selbst, anstatt sich auf Zulieferer zu verlassen. Davon könnten sich auch die Versicherer eine Scheibe abschneiden, glaubt HDI-Vorstand Herbert Rogenhofer. Sie sollten wieder mehr selbst in die Hand nehmen, statt viele Tätigkeiten outzusourcen, forderte er auf der Kfz-Jahrestagung von Businessforum21. Das gelte auch für die IT. Eigene IT-Dienstleister hält er für genauso wenig zielführend wie die exzessive Nutzung von Beratern.
HUK24 erklärt: Warum wir Check24 nicht brauchen
Die HUK-Coburg ist der Marktführer in der deutschen Kfz-Versicherung und lässt – anders als viele Rivalen – Vergleichsportale und Makler beim Geschäft außen vor. Auch die Digitaltochter HUK24 verfolgt dieses Prinzip. „Die HUK24 gibt es nur auf HUK24.de und nirgendswo anders“, sagte HUK24-Vorstand Uwe Stuhldreier bei einer Digitalkonferenz. Die Kunden wollten nicht für Vermittler zahlen. Er erklärte, warum die HUK ohne Portale wie Check24 auskommt, und warum er Wefox-Gründer Julian Teicke widerspricht. Außerdem: Wenn sich Abo-Automodelle durchsetzen, stehen die Anbieter nochmals vor ganz neuen Herausforderungen.
Rückversicherung und Stress-Tests
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Quartalszahlen von Munich Re und Hannover Rück, Rückversicherungs-Symposium der TH Köln und die Kfz-Jahrestagung von Business Forum 21
LVM legt in Kfz weiter zu
Der Landwirtschaftliche Versicherungsverein Münster (LVM) blickt zufrieden auf das vergangene Geschäftsjahr zurück. Der Versicherer konnte in allen Sparten wachsen und die Beiträge insgesamt um 3,9 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro steigern. Auch in der umkämpften Kfz-Sparte konnte das Unternehmen erneut zulegen. Vor dem Hintergrund der gesunkenen Fahrleistung der Kunden und des damit verbundenen rückläufigen Schadenaufkommens steckt der LVM 46 Mio. Euro in Maßnahmen zur Preissenkung und -stabilisierung in der Kfz-Sparte.
Verhängnisvoller Datendiebstahl bei Geico
Geico, der zweitgrößte Autoversicherer der USA, ist Opfer eines Datendiebstahls geworden. Betrüger haben die Führerscheinnummern von Versicherten gestohlen, teilte die Berkshire Hathaway-Tochter der kalifornischen Generalstaatsanwaltschaft mit. Besonders brisant: Das Datenleck bestand über mehrere Wochen. Die Zahl der betroffenen Kunden nennt Geico nicht. Der Versicherer will nun Schadensbegrenzung betreiben. Der Datendiebstahl kommt nicht überraschend – auf die Informationssysteme der Investmentgruppe Berkshire Hathaway hat es im vergangenen Jahr öfter Angriffe gegeben.
Sondergewinne führen zu Diskussionen
Die Versicherer erzielen hohe Sondergewinne in der Pandemie – weniger Unfälle und weniger Einbrüche sorgen für einen deutlich geringeren Schadenaufwand. Die HUK-Coburg ist vorgeprescht, sie zahlt ihren Kunden fast eine Viertelmilliarde zurück. Das setzt die anderen Gesellschaften erheblich unter Druck. Hier einige Reaktionen aus der Branche.
Verpasste Chancen
Herbert Frommes Kolumne Jeder Versicherer, der auf sich hält, sieht sich lieber als Lebensbegleiter denn als Schadenszahler für seine Privatkunden. Da wäre die Pandemie eigentlich eine hervorragende Chance gewesen, die Versicherten unmittelbar zu unterstützen. Aber nur die wenigsten Versicherer haben das gemacht. Stattdessen versuchen sie, die Ansprüche der Kunden möglichst klein zu halten. Das ist keine gute Taktik.
Lohrmanns Verunsicherung: Lauf, Allianz, lauf!
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Allianz will Vorsprung der HUK-Coburg in der Kfz-Versicherung aufholen.
HUK-Coburg zahlt 225 Mio. Euro zurück
Die HUK-Coburg zahlt ihren Mitgliedern und Kunden wegen des 2020 gesunkenen Schadenaufwands 185 Mio. Euro zurück – zwischen 2,5 Prozent und 20 Prozent des Beitrags. Dazu kommen 40 Mio. Euro an Rückzahlungen wegen geringerer Fahrleistungen. Das kündigte Konzernchef Klaus-Jürgen Heitmann an. Damit setzt der Marktführer in der Kfz-Versicherung die Konkurrenz heftig unter Druck. Die Gruppe spürt deutliches Wachstum im Online-Vertrieb. Nicht so toll steht der Lebensversicherer da, die Solvenzquote ist schlecht.
HUK-Coburg rennt Allianz davon
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: HUK-Coburg-Zahlen, Sicherheit beim automatisierten Fahren, Human Resources-Branchenkonferenz von Willis Towers Watson










