Der Versicherer Ergo und der Kfz-Hersteller Volvo bieten ab sofort eine neue App an, über die Nutzer digitale Zusatzversicherungen rund um Reisen mit dem Auto abschließen können. Nutzer können darüber Mietwagen, Anhänger, Reisegepäck, Drittfahrer oder Erkrankungen im Ausland tageweise absichern. Konkurrenten wie die Allianz und der Digitalversicherer Element sind in den vergangenen Monaten schon mit ähnlichen Angeboten auf den Markt gekommen. Für Karsten Crede, Vorstand von Ergo Mobility Solutions, ist die Volvo-App ein weiterer Baustein, um die Kooperation zwischen Versicherer und Automobilindustrie neu zu gestalten.
Archiv ‘Kfz-Versicherung’
VGH sucht die „kontrollierte Offensive“
Die zur Sparkassen-Finanzgruppe gehörenden VGH Versicherungen wollen nach einem Rückgang der Beitragseinnahmen im Geschäftsjahr 2018 um 1,3 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro künftig wieder auf Wachstum schalten. Der Hannoveraner Versicherer hat in den vergangenen Jahren in einigen problematischen Sparten die Preise erhöht und dadurch Kunden verloren, unter anderem im Kfz-Flottengeschäft. Nachdem auch das Jahr 2018 noch stark von Sanierung geprägt war, will die VGH 2019 insbesondere in ertragreichen Geschäftsfeldern neue Kunden gewinnen. In der Lebensversicherung gestaltet sich dies als schwierig. Die VGH kämpft wie viele Anbieter mit einem schwächelnden Absatz herkömmlicher Vorsorgeprodukte.
Lohrmanns Verunsicherung: Kein Deckel drauf
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Verbraucher mobilisieren gegen den Provisionsdeckel
Lohrmanns Verunsicherung: Kampf um den Titel
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Harter Kampf um die Marktführerschaft in der Kfz-Versicherung
HUK setzt auf Telematik für alle
Am Donnerstag bringt die HUK-Coburg ihren angekündigten neuen Telematik-Tarif in der Autoversicherung auf den Markt. Statt wie bisher mit einer eingebauten Box arbeitet der Marktführer in der Kfz-Versicherung dabei mit einem leicht anzubringenden Sensor in Kombination mit einer App. Das Telematik-Angebot steht künftig nicht mehr nur jungen Fahrern zur Verfügung, sondern Kunden aller Altersgruppen. Sie können ihren Beitrag um bis zu 30 Prozent reduzieren. HUK-Coburg-Chef Klaus-Jürgen Heitmann rechnet in wenigen Jahren mit mehr als 100.000 Kunden mit diesem Tarif.
Start-up Emil tüftelt an KI-Schadenprognose
Das Berliner Start-up Emil entwickelt ein Prognosemodell, das mithilfe von künstlicher Intelligenz das Risiko von Kfz-Schäden genauer einschätzen soll. Emil erhält dafür über ein Förderprojekt der Investitionsbank Berlin Gelder der Europäischen Union. Mithilfe von Machine Learning soll das System das Schadenrisiko von Autofahrern besser einschätzen können, als bisherige Modelle es zulassen. Die Projektleitung übernimmt Martin Burger, Head of Data bei Emil. Von ihm entwickelte Prognose-Systeme sind bereits bei Rewe und dem Versandhändler Home24 im Einsatz.
Allianz verschiebt Allsecur zur Holding
Die Allianz Deutschland hat ihren Direktversicherer Allsecur mit 750.000 Verträgen an die Konzernholding Allianz SE verkauft. Das sagte Joachim Müller, Chef der Allianz Versicherung und der Vertriebsgesellschaft, bei einem Pressegespräch. Der Schritt dient der Vorbereitung des europäischen Direktversicherers, den der Konzern gerade baut. Die Allianz Deutschland ist sehr zufrieden mit den Wachstumszahlen in der Kfz-Versicherung, die durch die Übernahme der ADAC Autoversicherung von der Zurich noch verstärkt werden. Bemerkenswert: Die Allianz Leben verkauft künftig mit einer Niederlassung Policen in Italien.
Element versichert Gebrauchtwagenhändler
Element, der von Finleap gegründete White Label-Versicherer, hat eine Versicherung für Gebrauchtwagenhändler auf den Markt gebracht. Autohändler können die Police auf der Plattform Carbee des Kfz-Dienstleisters Intec kaufen und so finanzielle Risiken aus Garantien auf Gebrauchtwagen verringern. Weitere Policen in Zusammenarbeit mit dem Dienstleister sollen folgen, der bei Abschlüssen eine Provision erhält. Erstmals nennt Element eine Zielvorgabe für die erwarteten Verkaufszahlen. Es ist die zweite Versicherung des digitalen Risikoträgers im Autobereich in kurzer Zeit.
Baloise testet Telematik-Autoversicherung
Die Baloise hat mit dem Start-up Ryd Suisse ein Pilotprojekt für eine Telematik-Autoversicherung gestartet. Bei 1.000 Schweizer Kunden der Tochtergesellschaft Basler Versicherungen wertet ein Analysestecker im Wagen den Fahrstil aus. Zum System gehört außerdem eine App. Die Basler belohnt besonnene Fahrer mit Gutscheinen, außerdem bietet die App eine Reihe von Funktionen rund um das Auto. Ryd war in Deutschland ursprünglich als Tank Taler gestartet. Den Dienst nutzt auch Friday, der digitale Versicherer der Baloise, für seine kilometergenaue Police. Den Schweizer Ableger von Ryd, mit dem die Basler kooperiert, hat der Konkurrent Axa mit aufgebaut.
HUK-Coburg zieht Allianz davon
In der Kfz-Versicherung liefern sich die Allianz und die HUK-Coburg ein hartes Rennen um die Marktführerschaft. Die Münchener konnten ihren Abstand zum Spitzenreiter aus Coburg 2018 jedoch nicht verringern. Die HUK-Coburg schloss das Jahr mit einem Plus von 400.000 Fahrzeugen ab und kommt auf mehr als 12 Millionen Stück. Die Allianz legte nur um 126.000 versicherte Fahrzeuge zu auf 8,6 Millionen Stück. Sie rechnet jedoch für das laufende Jahr mit weiterem Wachstum durch die Kooperation mit dem Automobilclub ADAC.
Allianz Deutschland auf der Jagd nach Marktanteilen
Die Allianz ist in der Sachversicherung im Heimatmarkt zum ersten Mal seit Jahren stärker als die Branche gewachsen. Vor allem in der Kfz-Versicherung legten die Münchener zu. Dank ihres 2017 eingeführten neuen Kfz-Tarifs stieg die Zahl der versicherten Fahrzeuge auf 8,6 Millionen Stück. In der Lebensversicherung konnte die Allianz ihre Marktführerschaft weiter ausbauen. Die Prämieneinnahmen legten um 6,6 Prozent auf 22,5 Mrd. Euro zu.










