Archiv ‘Klimawandel’

Globale Furcht vor dem Klimawandel steigt

Der Klimawandel scheint Unternehmen weltweit zunehmend Sorgen zu bereiten. Das geht aus dem diesjährigen Risikobarometer des Industrieversicherers Allianz Commercial hervor. In diesem Jahr rangiert das Klimarisiko zum ersten Mal unter den fünf größten Risiken für Unternehmen weltweit. Weniger überraschend sind die ersten beiden Plätze, die seit vier Jahren in Folge von Cyberrisiken und der Angst vor Betriebsunterbrechungen belegt werden.

Munich Re: Teures Katastrophenjahr 2024

Stürme, Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen haben 2024 weltweit Schäden in Höhe von 320 Mrd. Dollar verursacht, davon waren 140 Mrd. Dollar versichert. Das zeigt die aktuelle Bilanz des führenden Rückversicherers Munich Re. Damit musste die Branche deutlich mehr Geld als im Vorjahr in die Hand nehmen. Teuerstes Ereignis nach versicherten Schäden war der Hurrikan „Milton“. Munich Re betont die Rolle der weltweiten Erderwärmung für die steigenden Schäden.

„Unerhörte Vorhersage“: Pleite wegen Sturm

Deutschland bleibt der „Kränkste der Kranken“, China gibt Elektro-Vollgas, und in der Medizin kommt es zur Revolution: Die dänische Saxo Bank hat ihre „unerhörten Vorhersagen“ für 2025 veröffentlicht. Zum Katalog der Erwartungen gehört auch der Bankrott einer großen Versicherungsgesellschaft nach einer schweren Naturkatastrophe in den USA.

Neue Haftungsrisiken durch Insolvenzen und KI

Firmenpleiten und die wachsende Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) erhöhen das Risiko für Führungskräfte und ihre D&O-Versicherer, in die Haftung genommen zu werden. Auch geopolitische Umwälzungen und der Klimawandel führen zu hohem Verlustpotenzial. Das geht aus dem aktuellen D&O-Bericht des Industrieversicherers Allianz Commercial hervor. Während die Herausforderungen wachsen, bleibt der Markt auf der Prämienseite in Deutschland erst einmal stabil.

Munich Re: Teure Wirbelstürme

 Exklusiv  Wirbelstürme haben 2024 besonders hohe Schäden verursacht. Teuerstes Ereignis für die Versicherungsbranche war der schwere Hurrikan „Milton“, der im Oktober auf Florida traf. Der führende Rückversicherer Munich Re sieht auch den Klimawandel am Werk, Rekordtemperaturen hätten die Stärke der Stürme befeuert. Die hohen Schäden könnten die Versicherungskrise in den USA weiter verschärfen. In mehreren Bundesstaaten haben es Hausbesitzer wegen steigender Schäden durch Naturkatastrophen immer schwerer, bezahlbaren Versicherungsschutz zu bekommen.

SAS: Kollaps der Versicherer nicht ausgeschlossen

Der US-amerikanische Datenanalyst SAS warnt in einer aktuellen Studie davor, dass der Versicherungssektor bis 2040 kollabieren könnte, wenn die Gesellschaften es verpassen, durch ein höheres Maß an Zusammenarbeit und die Nutzung fortschrittlicher Technologien eine höhere Resilienz gegen die Folgen des Klimawandels zu entwickeln. Insgesamt hat das Unternehmen vier denkbare Szenarien identifiziert, die der Versicherungsbranche bevorstehen könnten.

Nachhaltigkeit und Schäden

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: GDV-Medienworkshop zum CO2-Fußabdruck bei Versicherern sowie die Schadenmanagement-Konferenz von MCC

Die Woche in Bildern 47/2024

 Woche in Bildern  Ein täuschend echt aussehender gestrandeter Pottwal auf der COP29 in Aserbaidschan, die heftigen Stürme in der US-Metropole Seattle, eine auf die Nase gefallene Boeing auf dem Rollfeld des Flughafens Vancouver, die Kollision eines Güterzugs mit einem Bauzug in der Nähe von Kerpen und der Wintereinbruch auf der A3 bei Köln: In unserer Woche in Bildern stellen wir Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.

Vorschläge für mehr nachhaltige Privatinvestitionen

Privatanleger spielen bei Investitionen in die nachhaltige Transformation der deutschen Wirtschaft bislang eine eher geringe Rolle, weil es an attraktiven Anlagemöglichkeiten fehlt, schreibt der Beirat der Bundesregierung für Sustainable Finance in einem aktuellen Bericht. Deshalb schlägt er die Schaffung einfacher steuergeförderter Anlagemöglichkeiten vor, die von Versicherern, Banken und Fondsgesellschaften angeboten werden sollen.

„Spirale aus steigenden Schäden und Prämien“

Schwere Gewitter und andere Naturgefahren haben 2023 rund 1,1 Mrd. höhere versicherte Schäden als im Vorjahr verursacht. Vor allem die Autoversicherer mussten mehr Lasten schultern. Der Lobbyverband GDV mahnt in seinem neuen Naturgefahrenreport dringend mehr Prävention und Klimafolgenanpassung an, andernfalls drohe in den kommenden zehn Jahren eine Verdopplung der Prämie in der Wohngebäudeversicherung.

Hauptrisiken Klimawandel, Instabilität und Cyber

Sowohl aus der Sicht von Experten als auch der Bevölkerung wird die Bedrohung der Gesellschaft durch vielfältige Risiken und Krisen immer größer. Nach einer aktuellen Erhebung im Auftrag der Axa bleibt der Klimawandel dabei das am stärksten wahrgenommene Risiko, auch die Cybersicherheit und geopolitische Instabilität spielen eine wichtige Rolle. Eine große Mehrheit sieht die Versicherer in der Verantwortung, die Bevölkerung vor bekannten und neuen Risiken zu schützen.

Parametrische Versicherungen gegen Klimawandel

Generali will gemeinsam mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen die Folgen des Klimawandels bekämpfen und die weltweite Versicherungslücke von 1,8 Billionen Dollar (1,6 Billionen Euro) mit parametrischen Versicherungen schließen. In einem aktuellen Bericht zeigen sie, wie parametrische Lösungen dazu beitragen können, die finanzielle Widerstandsfähigkeit von Haushalten, Unternehmen und globalen Wertschöpfungsketten zu verbessern.

Fast jeder Dritte weltweit von Fluten bedroht

Rund 30 Prozent der Weltbevölkerung sind derzeit von Hochwasser bedroht. Das schreibt die Ratingagentur Moody’s in einem aktuellen Bericht. Darin vergleichen die Analysten umfassende Daten zur Bevölkerung und zur Gefahr von Überflutungen weltweit. Das Ergebnis: Das Flut-Risiko steigt. Dabei kommt es auch darauf an, wo genau die Menschen leben. Die Sorgen der Versicherer werden jedenfalls nicht geringer.

Hitzewellen stellen Versicherer vor Probleme

Mit dem Klimawandel steigt auch die Zahl der Hitzetoten. Das trifft auch die privaten Krankenversicherer, die mit steigenden Schäden konfrontiert sind. Um das Problem in den Griff zu bekommen, müssten alle mit anpacken, sagte Gerardo Di Filippo, Head of Group Risk Management Processes and Operations bei Generali, bei einer Online-Konferenz zu den Auswirkungen der Klimakrise auf die Versicherungsbranche. Gemeinsame Anstrengungen von Politik, Privatwirtschaft und Bürgern seien unerlässlich.

Prävention hat Schlimmeres verhindert

Die schweren Unwetter und das folgende Hochwasser in Zentral- und Osteuropa hätten ohne die bereits getroffenen Präventionsmaßnahmen noch deutlich schlimmere Konsequenzen gehabt, erklärt der Rückversicherungsmakler Howden Re. Die verantwortliche Wetterlage wird wegen des Klimawandels künftig noch häufiger auftreten und Europa heftige Regenfälle bescheren.

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