Nach dem Auftakt der Verhandlungen von Betriebsschließungsklagen am Landgericht München sehen Fachanwälte gute Erfolgsaussichten für betroffene Betriebe. Anwälte der Kanzlei L & P empfehlen eine genaue Prüfung der Versicherungsbedingungen, bevor sich Unternehmen auf Vergleichsangebote von Versicherern einlassen. Außerdem: Aus den USA kommen gemischte Nachrichten zum Umgang mit Betriebsunterbrechungen. Versicherer haben in den Vereinigten Staaten bislang weniger Schäden durch die Pandemie erlitten als befürchtet, beim Finanzdienstleister des größten Autobauers VW leidet das Versicherungsgeschäft, und britische Lebensversicherer melden Schäden zu Todesfällen infolge des Virus.
Archiv ‘Lebensversicherung’
Munich Re baut Kundenbasis für Mirapply aus
Exklusiv Die Digitalisierung medizinischer Rückfragen zu Anträgen in der Lebensversicherung kommt bei Versicherern und Ärzten gut an. Das zeigen die Erfahrungen der Munich Re. Der Rückversicherer hat sein webbasiertes Tool für den Informationsaustausch zwischen Ärzten und Risikoprüfern erstmals an Erstversicherer im Ausland verkauft. Entscheidend ist, dass das Programm Mirapply mit den Veränderungen in der Medizin Schritt hält und das Prinzip der Datensparsamkeit gewahrt bleibt, sagt Chief Medical Officer Alban Senn.
Corona belastet Generali in Leben
Der Generali-Konzern hat im ersten Halbjahr unter dem Strich 774 Mio. Euro verdient. Das sind 56,7 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten 2019. Schuld ist die Corona-Krise, aber auch ein Vergleich mit BTG, dem Käufer der Schweizer Banktochter von Generali. Wegen der Pandemie musste der Versicherer 226 Mio. Euro auf seine Kapitalanlagen abschreiben. Sie belastet Generali vor allem in der Lebensversicherung, im Schaden- und Unfallbereich profitiert der Konzern dagegen von den Lockdown-bedingt geringeren Schäden. Mit dem Ergebnis in Deutschland zeigt sich die Generali zufrieden.
Berlin gegen Wechselrecht bei Run-off
Exklusiv Die Grünen rechnen mit einer wachsenden Zahl von Bestandsverkäufen und warnen vor Folgen für Kunden. Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zeigt, dass Beschwerden von Betroffenen häufig sind. Andererseits rangieren die Run-off-Gesellschaften nach der Stornoquote nicht unter den Top Ten. Die Regierung hält eher wenig von einem außerordentlichen Wechsel- und Kündigungsrecht bei einer Bestandsübertragung.
EY warnt vor deutlicher Prämiendelle durch Covid-19
Der Unternehmensberater EY Innovalue rechnet durch die Corona-Pandemie mit spürbaren Einbußen für Versicherer. Sowohl Komposit- als auch Lebensversicherer seien davon betroffen. Die Berater erwarten in einigen Sparten heftige Prämieneinbrüche für das laufende Jahr, das Vorkrisenniveau werden die Versicherer der Studie zufolge erst in einigen Jahren wieder erreichen. Die Unternehmen sollten jetzt Handlungsoptionen nutzen, rät Julia Palte, Partnerin bei EY Innovalue. In der Frage, wer sich schnell umstellen und aus Herausforderungen Chancen machen kann, trenne sich jetzt die Spreu vom Weizen.
PSV bekommt 20.000 Neumitglieder
Anfang Juni hat der Bundesrat den neuen Insolvenzschutz für Firmenpensionskassen über den Pensionssicherungsverein beschlossen. Jetzt zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD, dass der Schritt die Zahl der Mitgliedsunternehmen und der abgesicherten Anspruchsberechtigten deutlich erhöht. Der Verein steuert angesichts des erwarteten Anstiegs von Insolvenzen in Folge der Corona-Krise in schwierigem Fahrwasser.
Grüne fragen nach Run-off und Corona
Die Lebensversicherer bleiben Gesprächsthema. Nachdem sich die Branche in den vergangenen Tagen gegen die Ergebnisse einer Studie zur Solvenz zur Wehr gesetzt hat, rückt jetzt eine Anfrage der Grünen das Thema externer Run-off in den Fokus. Der Abgeordnete Stefan Schmidt erkundigt sich nach anhängigen Transaktionen und den Folgen der Corona-Krise für spezialisierte Run-off-Plattformen. Er will auch wissen, wie die Regierung zu einem Vorschlag des Bundes der Versicherten nach einem Wechselrecht für betroffene Kunden steht.
S&P warnt vor zweiter Corona-Welle
Die globalen Versicherer sind bisher gut durch die Krise gekommen. In den Geschäftszahlen des ersten Quartals haben sich Corona-bedingte Schäden kaum bemerkbar gemacht. Die Ratings blieben weitestgehend stabil. Das werde sich in der zweiten Jahreshälfte ändern, glaubt die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P). Die Analysten erwarten, dass die Verluste an den Finanzmärkten ebenso wie die versicherten Schäden steigen werden. Eine zweite Corona-Welle würde diese Entwicklung befeuern und das Kapital der Versicherer schmälern.
Rauer Ton im Streit um Solvenz der Lebensversicherer
Der Streit zwischen den Versicherern und dem Analysten Carsten Zielke um eine Solvenzanalyse, die er im Auftrag des Bundes der Versicherten (BdV) erstellt hat, geht weiter. Nach harscher Kritik an der Studie durch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wehrt sich jetzt der Analyst. Er ist empört über den Vorwurf handwerklicher Fehler und fordert von den Versicherern mehr langfristiges Engagement in Aktien zur Steigerung der Solvenzquote.
bAV beschert Branche Vertragszuwachs
Die Lebensversicherer haben ihren Vertragsbestand in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) im vergangenen Jahr um 0,9 Prozent auf 16,3 Millionen Stück gesteigert. Das zeigt eine Auswertung des Versichererverbands GDV. In der Sparte insgesamt ging die Zahl der Verträge dagegen zurück. Der Verband führt die positive Entwicklung in der bAV auf das Betriebsrentenstärkungsgesetz zurück.
GDV wehrt sich gegen BdV-Analyse
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und einzelne Versicherer kritisieren die jüngste Solvenzberichts-Analyse, die der Bund der Versicherten (BdV) gemeinsam mit dem Analysten Carsten Zielke erstellt hat – und die von der Bild-Zeitung prominent aufgegriffen wurde. Die BdV-Studie arbeite mit unsauberen Kennzahlen, so Peter Schwark, Mitglied der Geschäftsführung des GDV. Kritisch sieht er auch ein Transparenzsiegel des BdV.
Zeitreise: R+V, Hanse Merkur, Allianz, Gerling
Vor 20 Jahren In unserer Zeitreise erinnern wir an wichtige Ereignisse aus der Geschichte der Versicherungsbranche. Heute geht es um die R+V und ihre Pläne, die Hanse Merkur, Gerling und die Allianz, die an der damals angedachten Fusion zwischen Commerzbank und Dresdner Bank ein großes Interesse hatte. Auch die Kritik der Rating-Agentur Assekurata an den Lebensversicherern und die Reaktion des GDV sowie die Börsenpläne des Gerling-Konzerns waren damals ein Thema.











