Archiv ‘Munich Re’

Munich Re genießt Investmenterträge

Der Rückversicherer Munich Re hat im ersten Halbjahr 2019 eine Gesamtrendite von 12,1 Prozent auf seinen Kapitalanlagenbestand von 245 Mrd. Euro erzielt. Anleihen, Aktien, Credits – alle liefen gut. Aber Finanzchef Christoph Jurecka warnte, dass es sich um ein zufälliges Ergebnis handele und die Zahlen auch wieder deutlich schlechter werden könnten. Von den 12,1 Prozent zeigt der Konzern 3 Prozent im Ergebnis, 9,1 Prozent bunkert er in der Form von stillen Reserven auf seine Kapitalanlagen. Auch in der Versicherungstechnik lief es sehr gut, sagte Konzernchef Joachim Wenning (Bild), der sehr zufrieden mit den Zahlen war. Dazu trugen auch die niedrigen […]

Friederike Krieger

Die leidige Industrieversicherung

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Halbjahreszahlen der Rückversicherer Munich Re und Hannover Rück sowie der Erstversicherungsgruppe Zurich und des Finanzvertriebs MLP.

Milliardenschaden durch Naturkatastrophen

Stürme, Überschwemmungen und Hitzewellen haben im ersten Halbjahr weltweit Schäden in Höhe von 42 Mrd. Dollar verursacht, meldet Munich Re. Das liegt deutlich unter dem langjährigen Schnitt von 69 Mrd. Dollar. Der versicherte Schaden liegt mit 15 Mrd. Dollar um 3 Mrd. Dollar unter dem langfristigen Durchschnitt. Der Rückversicherer sieht dringenden Bedarf für mehr Schutzsysteme in Ländern wie Mosambik, das von dem Zyklon „Idai“ getroffen wurde. Die verheerenden Schäden sind kaum versichert. Der von Menschen verursachte Klimawandel erhöht auf lange Sicht die Häufigkeit und Intensität bestimmter Naturkatastrophen, warnt Munich Re.

Darag sticht Axa bei Sovag aus

Die im September 2018 vereinbarte Übernahme der Bestände des Hamburger Versicherers Sovag mit dem Vorstandsvorsitzenden Arndt Gossmann durch Axa Liabilities Managers ist gescheitert. Das bestätigten Vertreter beider Unternehmen. Offenbar ist es der Axa nicht gelungen, innerhalb der vereinbarten neun Monate die Zustimmung der Finanzaufsicht BaFin beizubringen. Die Sovag hat nach Informationen des Versicherungsmonitors bereits eine neue Vereinbarung mit dem Axa-Rivalen Darag geschlossen, die bereits bei der BaFin eingereicht wurde.

Zeitreise: Streit um Holocaust-Ansprüche

Vor 20 Jahren

In unserer Zeitreise erinnern wir an wichtige Ereignisse aus der Geschichte der Versicherungsbranche. Heute geht es um die Ansprüche des World Jewish Congress gegen den Versicherer Gerling und andere Gesellschaften. 1998 war eine Kommission gegründet worden, um Ansprüche von jüdischen Holocaust-Opfern oder ihren Angehörigen zu bearbeiten. Während sich Allianz, Axa und Generali beteiligten, lehnten Gerling und Munich Re sowie eine Reihe weiterer Gesellschaften das strikt ab.

Ergo-Mitarbeiter etwas zufriedener

Die Ergo hat ihre Mitarbeiter befragt, wie zufrieden sie sind. Die Teilnahmequote der Befragung ist auf 76 Prozent gestiegen, 11 Prozentpunkte über der letzten regulären Befragung im Jahr 2016. Veröffentlichen will Ergo die Ergebnisse aber nicht. Offenbar sind sie noch nicht so, dass die Konzernführung unter Markus Rieß sie offen zeigen will. „Auch die Befragungsergebnisse haben sich … in der Mehrheit aller Kategorien signifikant verbessert“, heißt es nur. Dem Versicherungsmonitor liegen einzelne Werte vor. Besser, aber noch nicht gut genug, ist wohl das richtige Urteil.

Munich Re legt Geschäftseinheiten zusammen

Der Münchener Rückversicherer Munich Re hat sein Geschäft mit der fakultativen Rückversicherung und der Erstversicherung von Industriekunden zusammengelegt. Die neue Einheit, die seit 1. Juli 2019 unter dem Namen „Facultative and Corporate“ tätig ist, soll Expertenwissen bündeln und dem Kunden besser zugänglich machen. Außerdem will Munich Re die Risikosteuerung vereinheitlichen. Bislang wurden viele Entscheidungen in den einzelnen Ländern gefällt. Das soll nun konsistenter werden. Leiter der neuen Abteilung wird Alex Wettemann.

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