Die Hallesche Krankenversicherung registriert ein stark gestiegenes Interesse an der privaten Vollversicherung. Das Neugeschäft in diesem Segment ist 2023 so gut gelaufen wie noch nie, berichtet Christoph Bohn, der Chef der Alte Leipziger-Hallesche Gruppe. Er führt das auf die schlechtere Situation in der gesetzlichen Krankenversicherung zurück. Sorgen machen ihm die stark gestiegenen Leistungsausgaben. Positiv bewertet die Hallesche die Initiativen des Bundesgesundheitsministeriums im Bereich der Digitalisierung. Der Versicherer will im ersten Halbjahr 2024 mit der elektronischen Patientenakte starten.
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Die bKV hat es schwer gegen die Konkurrenz
Bei den Zusatzleistungen, die kleine und mittelgroße Unternehmen ihren Belegschaften bieten, spielt die betriebliche Krankenversicherung (bKV) noch keine prominente Rolle. Es dominieren finanzielle Anreize, flexibles Arbeiten und betriebliche Altersversorgung. Grundsätzlich finden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer es aber gut, wenn Firmen etwas für die Gesundheit der Mitarbeiter tun. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag der Arag Krankenversicherung. Danach bietet erst jeder sechste Betrieb eine bKV an – und ist in den meisten Fällen zufrieden mit der Entscheidung.
eGesundheitsakten beschleunigen Underwriting
Der Underwriting-Prozess in der Lebens- und Krankenversicherung könnte durch die Nutzung von elektronischen Gesundheitsakten künftig nur noch zwei statt 15 Tage dauern. Das hat eine Studie des Rückversicherers Swiss Re ergeben. Demnach lassen sich in der Entscheidungsfindung, bei der Risikobewertung und bei der Bestimmung der Sterblichkeitserwartung genauere und schnellere Aussagen treffen.
GKV-Beiträge steigen etwas stärker als PKV-Prämien
Sowohl in den vergangenen zehn als auch in den vergangenen 20 Jahren sind die Prämien in der privaten Krankenversicherung (PKV) je Versichertem etwas weniger stark gestiegen als die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Zu diesem Ergebnis kommt das Wissenschaftliche Institut der PKV. Es kritisiert, dass GKV-Versicherte die zunehmende Belastung aufgrund steigender Höchstbeiträge oft nicht wahrnehmen. In der PKV liefen Prämienanpassungen dagegen höchst transparent ab, lobt das brancheneigene Institut.
Für die PKV ist das elektronische Rezept die Zukunft
Die privaten Krankenversicherer (PKV) haben große Erwartungen an das elektronische Rezept. Es sei die Zukunft und könne die Versorgung verbessern, sagte PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther auf einer Veranstaltung in Düsseldorf. Die Versicherer werden ihren Kunden nach und nach die Möglichkeit geben, die digitale Anwendung zu nutzen, kündigte er an. Nicht nur in der Digitalisierung liegt für ihn eine große Herausforderung im Gesundheitssystem, sondern auch in den Finanzierungsproblemen durch die demografische Entwicklung.
Lebensversicherer strotzen vor Optimismus
Inflation und Zinswende sind aktuell die größten Probleme der Lebensversicherer. Kunden sind weniger bereit privat vorzusorgen, und die Anbieter müssen mit stillen Lasten in der Kapitalanlage kämpfen. Manager von Allianz, Axa, Gothaer und Barmenia gaben sich bei einer Diskussionsrunde auf der Vermittlermesse DKM dennoch betont optimistisch. Allianz-Vorstand Thomas Wiesemann berichtete von sprudelndem Neugeschäft im Bereich laufender Beiträge.
Allianz schnappt sich die AOK Bayern
Schwerer Schlag für die Versicherungskammer Bayern: Das Unternehmen, das mit der Bayerischen Beamtenkrankenkasse und der Union Krankenversicherung zwei private Krankenversicherer im Konzern hat, verliert mit der AOK Bayern nach 19 Jahren Zusammenarbeit einen wichtigen Partner im Bereich der Zusatzversicherungen. Die AOK Bayern kooperiert ab 1. Januar 2024 mit der Allianz Private Krankenversicherung. Die Versicherungskammer hofft, dass sich das auch wieder ändern kann.
Medicproof erprobt die Videobegutachtung
Exklusiv Medicproof, der medizinische Dienst der privaten Krankenversicherer, erprobt die Begutachtung der Pflegebedürftigen per Video. Die Ergebnisse eines Pilotversuchs im vergangenen Jahr waren ermutigend. Das Unternehmen will vor einem breiteren Ausrollen des Verfahrens aber noch mehr Erfahrungen sammeln. Das Ziel ist es, mit der Videobegutachtung die Bearbeitungszeiten zu verkürzen und die Begutachtungskapazitäten besser zu verteilen.
PKV-Unternehmen drohen Auskunftsklagen
Legal Eye – Die Rechtskolumne Kanzleien, die für Versicherungsnehmer gegen Prämienerhöhungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) vorgehen, dürften durch ein neues Urteil des Bundesgerichtshofs neuen Aufwind bekommen. Demnach können Versicherte unter bestimmten Voraussetzungen Auskunft über zurückliegende Prämienanpassungen verlangen. Dadurch dürfte eine Welle von Auskunftsklagen auf Versicherer und Gerichte zukommen.
PKV trotzt schlechten Rahmenbedingungen
In der privaten Krankenversicherung (PKV) driftet der Markt im Kerngeschäft Vollversicherung immer weiter auseinander, nur noch wenige Gesellschaften können zulegen. Darauf weist der Branchendienst Map-Report in seiner aktuellen Bilanzanalyse der PKV hin. Dennoch hält Analyst Reinhard Klages die Branche weiterhin für robust, die Politik mache den Versicherern das Leben nicht leicht. Klages ärgert sich über die mangelnde Transparenz der PKV beim Neugeschäft, lobt aber auch positive Ausnahmen.
Die Ärzteschaft braucht die PKV und die GOÄ
Die Bedeutung der privaten Krankenversicherung (PKV) für die medizinische Versorgung sollte nicht unterschätzt werden. Das finden nicht nur die Versicherer selbst, sondern auch prominente Politiker. Die PKV leiste einen wichtigen Beitrag zur wohnortnahen Versorgung, sagte der hessische Ministerpräsident Boris Rhein bei einer PKV-Veranstaltung in Frankfurt. Die Ärzteschaft sei auf die Einnahmen aus der PKV angewiesen, ebenso wie auf eine baldige Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), sagte Ärztevertreterin Ellen Lundershausen.
Krankenversicherte haben einen Auskunftsanspruch
Wenn Privatversicherte vermuten, dass Beitragsanpassungen ihres privaten Krankenversicherers (PKV) aus der Vergangenheit unwirksam waren, haben sie unter Umständen einen Anspruch auf Auskünfte über die Prämienerhöhungen. Das hat der Bundesgerichtshof am Mittwoch entschieden. So müssen die Versicherten darlegen können, warum ihnen die notwendigen Informationen für einen Rückzahlungsanspruch fehlen. Anspruch auf eine Abschrift aller Begründungsschreiben inklusive Anlagen haben die PKV-Kunden dagegen nicht.
E-Rezept für PKV-Kunden nimmt Gestalt an
Mit der Allianz Private Krankenversicherung ist der erste private Krankenversicherer (PKV) in der Lage, seinen Kunden das elektronische Rezept (E-Rezept) anzubieten. In einer Pilotphase hat der erste Versicherte das E-Rezept in einer Apotheke eingelöst. Die technischen Voraussetzungen für diesen Digitalisierungsschritt hatte der PKV-Verband gemeinsam mit Partnern geschaffen. Der Verband sieht jetzt Softwarehersteller, Arztpraxen und die Politik in der Pflicht, für eine breite Umsetzung zu sorgen.
PKV mit neuem Werbeauftritt
Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) hat neue Anzeigenmotive entwickeln lassen, mit denen er auf eine zentrale Botschaft hinweisen will: Die PKV sei mit ihren Angeboten sowohl für die Gesellschaft als auch für die individuellen Versicherten von Nutzen. Themen der Anzeigen, die vor allem online geschaltet werden, sind die Bedeutung der PKV für die Versorgung im ländlichen Raum, für die Generationengerechtigkeit, für Innovationen, für individuellen Versicherungsschutz und Therapiefreiheit sowie für eine nachhaltige Pflegeversicherung.













