Im TV-Duell der Kanzlerkandidaten hat Olaf Scholz (SPD) eine „Solidaritätsverschränkung“ von gesetzlicher und privater Pflegeversicherung vorgeschlagen. Demnach würden die privaten Versicherer in die gesetzlichen Kassen einzahlen. Damit würde sich Scholz‘ Plan von einem maximalen Selbstbehalt bei stationärer Pflege von 1.000 Euro finanzieren. Der Verband der privaten Krankenversicherer kritisierte diesen Vorschlag deutlich.
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PKV freut sich über gestiegenes Interesse
Bei den privaten Krankenversicherern (PKV) scheint der Abrieb bei der Zahl der Vollversicherten gestoppt. Im Jahr 2024 konnte die Branche in ihrem Hauptgeschäftsfeld im zweiten Jahr in Folge einen – wenn auch nur leichten – Zuwachs verbuchen. Erneut stark ausbauen konnten die PKV-Unternehmen den Bereich der betrieblichen Krankenversicherung. Die Prämieneinnahmen stiegen mit 6,3 Prozent zwar spürbar, die Versicherungsleistungen legten mit 13,0 Prozent aber mehr als doppelt so stark zu.
PKV-Ombudsmann hatte 2024 viel zu tun
Beim Ombudsmann für die private Krankenversicherung (PKV) sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Beschwerden eingegangen als im Jahr 2023 und im langjährigen Durchschnitt. Der Zuwachs betraf alle Themengebiete, mit denen die Schlichtungsstelle zu tun hat. Ein Grund für die höhere Zahl an Beschwerden könnte der deutliche Anstieg der Leistungsfälle in der PKV sein. Einen Sondereffekt gab es in der Pflegepflichtversicherung.
Ärzte möchten nicht auf Privatversicherte verzichten
Exklusiv Privatpatienten haben eine große Bedeutung für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, nicht zuletzt was die wirtschaftliche Bedeutung und die therapeutischen Möglichkeiten betrifft. Das zeigt eine umfassende Befragung durch das Wissenschaftliche Institut der privaten Krankenversicherer. Da ist es nicht erstaunlich, dass sich zwei Drittel mehr Privatversicherte für ihre Praxis wünschen würden. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Fachrichtungen.
Betriebsräte warnen vor der Bürgerversicherung
Eine Betriebsratsinitiative privater Krankenversicherer warnt vor einer Abschaffung des dualen Systems zugunsten einer Bürgerversicherung. Die Pläne von SPD und Bündnis 90/Die Grünen bedrohten zehntausende Arbeitsplätze und Mehreinnahmen des Gesundheitssystems in Milliardenhöhe. Stattdessen seien Verbesserungen des Gesundheitssystems gefragt.
Arbeitgeber und PKV gegen höhere Sozialbeiträge
Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und die privaten Krankenversicherer (PKV) warnen vor einer deutlichen Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung und der Pflegeversicherung. Der Grund: Ein solcher Schritt würde zu einer explosionsartigen Erhöhung der Lohnzusatzkosten führen und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft weiter beeinträchtigen. Für viel sinnvoller halten sie Maßnahmen zur Dämpfung der Ausgaben und mehr Eigenvorsorge von Seiten der Versicherten.
Mehr Wettbewerb bei PKV-Premiumtarifen
Obwohl viele Tarife in der privaten Krankenvollversicherung (PKV) bereits zu den Hochleistungstarifen zählen, setzen die Versicherer derzeit noch einen drauf. Nach einer Untersuchung des Analysehauses Morgen & Morgen haben die Gesellschaften im vergangenen Jahr ihre Angebote überarbeitet und noch mehr sogenannte Premiumtarife eingeführt. Der Wettbewerb unter den Versicherern in diesem Bereich nimmt zu. Einen großen Teil der Angebote bewertet Morgen & Morgen als gut, doch es gibt auch Ausreißer nach unten.
Lebhafte Debatte um Wartezeiten für Arzttermine
Unterschiedliche Wartezeiten bei Kassen- und bei Privatpatienten für Termine bei Ärzten sind ein Dauerbrenner in den Diskussionen um das duale Krankenversicherungssystem in Deutschland. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung fordert jetzt eine radikale Änderung: Bei der Vergabe von Arztterminen soll nicht mehr gefragt werden, ob die Patientin oder der Patient gesetzlich oder privat versichert ist. Die privaten Krankenversicherer wollen mit der Debatte nichts zu tun haben.
PKV-Kunden müssen 2025 tiefer in die Tasche greifen
Im kommenden Jahr werden die Beiträge für die Kunden in der privaten Krankenversicherung (PKV) im Schnitt deutlich stärker steigen als bei den gesetzlich Versicherten. Nach einer Kurzanalyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV ist der Anstieg der Prämieneinnahmen in der PKV im Zeitraum 2015 bis 2025 aber unter dem in der gesetzlichen Krankenversicherung geblieben. Betrachtet man die Jahre 2005 bis 2025, fällt der Vergleich noch etwas günstiger für die Privaten aus.
PKV stabil, Lebensversicherer rückläufig
Während die privaten Krankenversicherer (PKV) sich solide entwickeln, haben die Lebensversicherer schwierige Jahre hinter sich. Das geht aus den Branchenberichten für die Jahre 2018 bis 2023 von V.E.R.S. Leipzig hervor. Die PKV konnte steigende Beitragseinnahmen verzeichnen, aber auch die Versicherungsleistungen legten kräftig zu. Bei den Lebensversicherern waren die Beiträge rückläufig. Und auch die für diese Sparte so wichtigen Kapitalbestände gingen zurück.
Wochenspot: Mörderische Wut auf Versicherer
Wochenspot – der Podcast Regelmäßig gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe des Wochenspots sprechen Redakteurin Katrin Berkenkopf und Herausgeber Herbert Fromme über die Wut über das US-amerikanische Gesundheitssystem, die zum Mord an Versicherungschef Brian Thompson geführt hat, und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Vergleich mit Deutschland bestehen.
Die Leistungsausgaben fordern die PKV
Der Branchendienst Map-Report warnt: Die stetig steigenden Leistungsausgaben durch teure Behandlungsmethoden und Arzneimittel sowie den ungesunden Lebensstil vieler Menschen stellen die privaten Krankenversicherer (PKV) vor große Herausforderungen, denn sie bedrohen die Stabilität der Beiträge. Nach Einschätzung von Map-Report muss den Unternehmen ein schwieriger Spagat gelingen: Sie müssen die Kosten in den Griff bekommen und gleichzeitig ihren Kundinnen und Kunden weiterhin hochwertige Leistungen gewähren.
PKV bedauert Ja des Bundesrats zur Klinikreform
Die Entscheidung des Bundesrates, die große Krankenhausreform von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (Bild) passieren zu lassen, stößt bei den privaten Krankenversicherern (PKV) auf wenig Begeisterung. PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther fürchtet einen massiven Kostenschub für die Versicherten und Einschränkungen in der Qualität der Versorgung. Da der Bundesrat auf die Anrufung des Vermittlungsausschusses verzichtet hat, kann die Reform am 1. Januar 2025 in Kraft treten.












