Der Pariser Axa-Konzern verkauft seine irische Gesellschaft Axa Life Europe in Dublin zum externen Run-off an den Londoner Investor Cinven. Axa Life Europe hatte bis 2017 in einer Reihe europäischer Länder Lebensversicherungen des Typs Variable Annuities verkauft. Es geht um 248.000 Verträge – 230.000 davon mit deutschen Kunden. Hierzulande wurde das Produkt bis 2012 unter dem Namen Twinstar angeboten. Axa erhält 925 Mio. Euro für den Bestand, außerdem flossen bereits im Juni 240 Mio. Euro an Kapital von Axa Life Europe an den Konzern. Die Axa Deutschland soll die Twinstar-Verträge weiter verwalten, die Cinven-Gesellschaft Viridium in Neu-Isenburg ist an dem […]
Archiv ‘Run-off’
Generali: Die DVAG-Versicherungsgesellschaft
Herbert Frommes Kolumne Die Aufregung über den Verkauf der stillgelegten Generali Leben an den Abwicklungsspezialisten Viridium klingt langsam ab. Die BaFin muss noch zustimmen, das wird sie trotz heftiger Proteste mancher Verbraucherschützer wohl auch tun. Was danach bleibt, ist eine einzigartige Konstruktion: Ein Großvertrieb, der sich den zweitgrößten Privatkundenversicherer in Deutschland hält und dafür die Bilanz eines internationalen Konzerns ausleiht. Denn bei der Generali-Versicherungsgruppe in ihrer neuen Gestalt handelt es sich in Wirklichkeit um die DVAG-Versicherungsgruppe. Das hat Konsequenzen für den gesamten Markt – und wirft Fragen über die Lebensfähigkeit des Gebildes auf.
Lohrmanns Verunsicherung CCLIV
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Die große Run-off-Beschwörungs-Show
Bäte: Neue Strategie im November
Allianz-Chef Oliver Bäte hat seine „Renewal Agenda“ fast abgearbeitet, im November dieses Jahres will er neue Ziele bekannt geben. Das sagte er dem Handelsblatt. Die Kundenzufriedenheit soll stark steigen, alle Bereiche sollen bei der Bewertung über Marktniveau liegen. Zudem soll es einfachere Produkte geben. Fehler räumt Bäte beim Thema Digitalisierung ein. Die Lebensversicherung verteidigte er, man dürfe sie nicht totreden.
Betriebsrenten und Run-off
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Mitgliederversammlung des Pensions-Sicherungs-Vereins
Run-off: Generali-Deal erhitzt Gemüter
Nach der Nachricht über den Verkauf der Generali Leben an Viridium rumort es heftig in der Versicherungsbranche. Die deutsche Lebensversicherung steht vor dem größten Run-off-Deal ihrer Geschichte. Mehr als vier Millionen Verträge sollen zusammen mit rund 300 Generali-Mitarbeitern zu Viridium wechseln. Heftige Kritik an der BaFin äußert der Bund der Versicherten und spricht vom „Sündenfall der Deutschen Lebensversicherung“. Verbraucherschützer honorieren indes, dass Generali eine Minderheitsbeteiligung behält. Die BaFin will genau prüfen, ob Viridium einen Bestand dieser Größe stemmen kann. In der Politik klaffen die Meinungen zum Deal auseinander. Die Grünen werfen der großen Koalition Untätigkeit vor.
Liverani: Das könnte eine Blaupause werden
Wir erreichen Giovanni Liverani in Triest. Der Deutschland-Chef der Generali hat an einer Vorstandssitzung teilgenommen und bereitet sich auf die Rückfahrt nach München vor. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor sagte Liverani, dass der Run-off-Deal mit Viridium zum Vorbild für andere ähnliche Übernahmen im deutschen Markt werden könnte. Deshalb begrüßt er die genaue BaFin-Prüfung. Nachteile habe niemand aus dem Geschäft.
Warum der Generali-Deal gut sein kann
Kommentar Mit der Unterschrift von Generali und Viridium unter die Vereinbarung zum Verkauf der Generali Leben ist der Kampf um den Verkauf von Run-off-Beständen nicht vorbei – im Gegenteil, der beginnt gerade erst richtig. Verbraucherschützer und Politiker haben Widerstand angekündigt, sie fürchten um die Interessen der vier Millionen Kunden. Die Versicherungsbranche ist tief gespalten in der Frage. Dabei hat noch kein Mensch erklärt, warum ein interner Run-off mit steigenden Kosten pro Versichertem bei abschmelzendem Bestand besser sein soll als eine professionelle Abwicklung, in der die Bestände wachsen. Dennoch: Die Gegner haben wichtige Argumente, die man ernst nehmen muss.
Generali verkauft Leben an Viridium
Die italienische Versicherungsgruppe Generali, in Deutschland der zweitgrößte Privatkundenversicherer, verkauft 89,9 Prozent an ihrer stillgelegten Tochter Generali Leben an den Abwicklungsspezialisten Viridium. Dabei wird die Generali Leben mit bis zu einer Milliarde Euro bewertet. 300 Mitarbeiter gehen zu Viridium. Die Generali beteiligt sich sehr wahrscheinlich an dem Abwicklungsspezialisten. Der umstrittene Deal dürfte zu heftiger Kritik von Politikern und Verbraucherschützern führen, die Nachteile für Kunden befürchten. In der Branche selbst gibt es schon jetzt eine scharfe Spaltung zwischen Gegnern von Run-off-Lösungen und Versicherern, die einen Bestandsverkauf für eine mögliche Option halten.







