Ex-Ergo-Vorstand Ulf Mainzer will sich politisch engagieren und kandidiert für den Vorsitz des FDP-Kreisverbands Düsseldorf, verkündete er auf dem sozialen Netzwerk Linkedin. In seiner Zeit bei Ergo war Mainzer für die Bereiche Recht, Compliance, Einkauf und Corporate Organisation verantwortlich. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Rückversicherer VIG Re, bei der Barmenia Gothaer, bei der VW-Finanzdienstleistungstochter Volkswagen Financial Services und bei der Rückversicherungstochter der R+V.
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Willis: „Früher oder später endet jede Glückssträhne“
Versicherer sollten die Tatsache, dass die Katastrophenschäden im vergangenen Jahr nicht weiter gestiegen sind, keinesfalls als Zeichen für eine Entwarnung deuten, mahnt der Makler Willis. Dieses Glück werde nicht von Dauer sein, erklärt Scott St. George, Head of Weather & Climate, in einem aktuellen Bericht. Versicherer könnten die Risiken zwar immer besser abbilden, dies führe aber zu höheren bis unbezahlbaren Preisen. Auch für Europa wird es schwieriger.
D&O: Versicherer wollen keine Deckung von Bußgeldern
Ob die Versicherung von Geldbußen im Rahmen der D&O-Deckung erlaubt ist oder nicht, wird seit Langem kontrovers diskutiert. Für die D&O-Experten Daniel Kreienkamp von der Ergo und Daniel Messmer von der Swiss Re ist die Sache klar: Die Versicherung von Bußgeldern sollte nicht erfolgen – auch wenn bei den Kunden eine hohe Nachfrage danach besteht. Zurzeit wartet die Branche auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs.
Erste DORA-Bilanz: IT-Ausfälle sind häufiger als Cyber-Angriffe
Seit einem Jahr müssen Finanzunternehmen bei der BaFin melden, wenn sie Opfer eines Cyber-Angriffs wurden oder es aus anderen Gründen einen schweren Ausfall ihrer IT-Systeme gab. Dazu sind sie seit der Einführung des Digital Operational Resilience Act (DORA) verpflichtet. Von den insgesamt 525 Meldungen aus dem Finanzsektor stammt nur ein kleiner Teil von Erst- und Rückversicherern, wie Daten der Aufsicht zeigen.
Eiopa-Chefin Hielkema fordert europäischen Zusammenhalt
Um den europäischen Binnenmarkt stärken zu können, müssen die europäische Aufsichtsbehörde Eiopa und ihre nationalen Pendants enger zusammenarbeiten, forderte Eiopa-Chefin Petra Hielkema anlässlich der Eiopa-Konferenz. Das sei die Voraussetzung dafür, dass Europa auf dem internationalen Markt wettbewerbsfähig bleiben könne.
Zurich will Maschinen- und Anlagenbauer fit machen für den Klimawandel
Mit einem neuen Angebot will die Zurich Deutschland Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus dabei unterstützen, sich gegen klimabedingte Risiken zu wappnen. Der Versicherer kooperiert dabei mit dem Makler VSMA, der dem Branchenverband VDMA gehört. Den Unternehmen steht zu vergünstigten Konditionen eine „Klimaszenarioanalyse“ zur Verfügung, die Risiken und Schwachstellen aufzeigt und konkrete Maßnahmen vorschlägt.
Versicherer fordern Einigkeit bei Ersatzteilen
Der Versichererverband GDV hat anlässlich des Verkehrsgerichtstages in Goslar die Bedeutung von Gebrauchtteilen bei der Reparatur von Unfallfahrzeugen betont. Sie könnten einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Kreislaufwirtschaft leisten. Dafür müssten aber zunächst ein klarer rechtlicher Rahmen, gewisse Qualitätsstandards sowie eine entsprechende Akzeptanz bei Fahrerinnen und Fahrern geschaffen werden, so der Verband. Dass die Versicherer auf die Weise auch ihre Ausgaben ob der exorbitant gestiegenen Preise für Teile und Werkstattstunden reduzieren können, liegt auf der Hand.
Alarmstufe Rot im D&O-Markt
Großschäden und Insolvenzen belasten die D&O-Versicherer. Doch eine Marktverhärtung lässt bislang auf sich warten. In ein bis zwei Jahren könnte es aber so weit sein, erwarteten Experten auf der Euroforum-Haftpflichtkonferenz in Köln. Die aktuelle Situation sei auch nicht im Interesse der Kunden, warnte Daniel Messmer, D&O-Experte beim Rückversicherer Swiss Re. Denn am Ende zahle immer der Kunde, nicht der Versicherer. Diskussionen gab es auch um die Zukunft von persönlichen D&O-Deckungen.
Versicherer sehen EuGH-Urteil größtenteils positiv
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in der vergangenen Woche ein Urteil gefällt, das unter anderem einige Vorgaben aus der Solvency-II-Richtlinie auch auf andere europäische Richtlinien ausgeweitet hat. Überrascht sind Versicherer von dieser Entscheidung nicht. Erste Reaktion sind positiv, allerdings wollen die Gesellschaften das Urteil noch im Detail prüfen. Außerdem bleibt abzuwarten, wie es sich in der Praxis auswirkt.
Ist das der große Wurf für die private Altersvorsorge?
Nach der Verabschiedung des Gesetzentwurfs für eine Reform der privaten Altersvorsorge durch das Kabinett ist als Nächstes der Bundestag am Zug. Die Erwartungen an die Pläne sind groß, zeigte eine hochrangig besetzte Diskussionsrunde von Experten aus Politik und Wirtschaft in Berlin. Finanzexperten von CDU und SPD haben noch Gesprächsbedarf in einzelnen Punkten, sehen aber eine gute Vorlage. Vertreter der Finanzbranche äußern sich ähnlich und loben das Vorhaben.
Verstehen Sie Haftpflicht?
Haftpflichtversicherer täten gut daran, ihre Produkte einfacher zu gestalten, sie besser zu erklären und online abschließbar zu machen, glaubt Jan Meessen, Industry Leader Insurance & Energy bei Google Deutschland. Das Interesse an den Policen sei nicht so hoch wie es von der Bedeutung der Haftpflichtversicherung her sein sollte, sagte er bei der Euroforum-Haftpflichtkonferenz in Köln. Er bezweifelt, dass die Verbraucher das Produkt überhaupt verstehen.
BaFin nimmt Kreditrisiken der Versicherer in den Blick
Die Finanzaufsicht BaFin will die Kreditrisiken der Versicherer intensiv überwachen. Die Unternehmen hätten bei Kapitalanlagen in alternative Anlageklassen viele Freiheiten, sagte Behördenchef Mark Branson bei der Vorstellung des Berichts „Risiken im Fokus“. „Wir müssen wissen, wie die Versicherer diese Freiheit nutzen.“ Erstmals analysiert die BaFin auch drei Risiken, die Verbraucher betreffen, darunter die Kosten von kapitalbildenden Lebensversicherungen. Auch hohe Provisionen sieht sie kritisch.














