Der Rechtsschutzversicherer ÖRAG gehört seit einigen Monaten zum Provinzial-Konzern. Aus den Reihen des Mutterunternehmens hat die ÖRAG nun zwei langjährige Kollegen befördert. Jörg Funck wird Vorstand, Christian Schäfer Generalbevollmächtigter. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Aon, Adesso und der Rechtsanwaltskanzlei Norden.
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Lohrmanns Verunsicherung: Die Geister, die ich rief
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Die Geister der Vergangenheit suchen D&O-Versicherer heim.
Herausforderndes Risikoumfeld für globale Unternehmen
Das Risikoumfeld für global agierende Unternehmen ist auch im Jahr 2025 angespannt geblieben und hat sich zum Teil verschärft. Das hat der britische Makler und Berater Willis auf Basis der bei Alert:24, dem Sicherheits- und Krisenmanagement-Beratungsdienst von Willis, gemeldeten Vorfälle festgestellt. Demnach führten geopolitische Spannungen, wirtschaftlicher Druck und soziale Unruhen zu stärkeren Bedrohungen für Personen und Vermögenswerte. Unternehmen reagierten mit verstärkten Schutzmaßnahmen und Resilienzstrategien.
Descartes will in Deutschland wachsen
Der französische Assekuradeur Descartes möchte in Deutschland und Österreich stärker Fuß fassen – und hat deswegen mit Felix Dalheimer einen Beauftragten für diese Länder eingestellt. Dabei ist das Unternehmen, das sich vor allem mit parametrischen Lösungen einen Namen gemacht hat, im deutschsprachigen Raum längst aktiv. Ein paar ungefüllte Lücken sieht Descartes aber noch.
Neue Töne von Versicherungschefs, weiter so vom GDV
Stefanie Schlick, Chefin der Sparkassenversicherung Sachsen, und Axa-Deutschlandchef Thilo Schumacher fanden beim SZ-Versicherungstag Anfang Februar deutliche Worte zur Lage der Branche. GDV-Präsident Norbert Rollinger dagegen glaubt, dass eigentlich alles in Ordnung ist. In der Branche hat endlich die längst überfällige Diskussion begonnen, schreibt Herbert Fromme.
Investitionen in Insurtechs steigen weiter
Mit den weltweiten Investitionen in Insurtechs geht es den Aufzeichnungen des Rückversicherungsmaklers Gallagher Re zufolge weiter aufwärts: Im vierten Quartal 2025 haben Start-ups im Versicherungsbereich 1,68 Mrd. Dollar (1,41 Mrd. Euro) von Investoren erhalten, das ist der höchste Wert seit dem dritten Quartal 2022. Besonders im Fokus standen im vergangenen Quartal – ebenso wie im Gesamtjahr – Jungunternehmen im Schaden- und Unfallbereich sowie Firmen mit einem Fokus auf künstlicher Intelligenz.
Klimaschützer mit seltenem Lob für Munich Re
Ausnahmsweise einmal Lob von der Klimaschutzinitiative Insure Our Future für die Munich Re: Die Umweltschützer begrüßen den Entschluss des Rückversicherers, keine Deckung mehr für neue LNG-Terminals zu geben, wenn es um die Erschließung neuer Gasfelder geht. Das Update ihrer Strategie hatte die Munich Re allerdings bereits zum Jahresanfang veröffentlicht – nur wenige Wochen, nachdem sie mit einem nach Meinung von Klimaschützern wenig ambitionierten Klimaplan an die Öffentlichkeit gegangen war.
Fitch: Mehr Run-off-Deals in diesem Jahr
Der Markt für die Übertragung von geschlossenen Lebensversicherungsbeständen könnte nach einer längeren Flaute in diesem Jahr wieder in Schwung kommen. Die Ratingagentur Fitch rechnet mit einer Handvoll bedeutender Transaktionen mit einem Volumen von mindestens 25 Mrd. Euro. Nach einer längeren, unfreiwilligen Neugeschäftspause steht Marktführer Viridium wieder in den Startlöchern.
Riester-Reform: Kostendeckel auf dem Prüfstand
In zwei Wochen soll sich der Bundestag mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung für eine Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge beschäftigen. Vorgesehen ist unter anderem ein neues Altersvorsorgedepot ohne Garantien, die Effektivkosten bei sogenannten Standarddepots sollen bei 1,5 Prozent gedeckelt werden. Die Bundesregierung hat jetzt eine Prüfung angekündigt, ob dieser Satz gesenkt werden muss. Sie reagiert damit auf eine Forderung des Bundesrats. Die Länder hatten auch die Einführung eines „echten“, staatlich organisierten Standardprodukts angeregt.
KI-Risiken neu bewerten: Was das künftige Produkthaftungsgesetz für Versicherer bedeutet
Die neue Produkthaftungsrichtlinie und ihre künftige Umsetzung in einem überarbeiteten deutschen Produkthaftungsgesetz werden die Anforderungen für den rechtssicheren Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Versicherungsbranche grundlegend verschärfen. Zudem gilt es, die neuen Anforderungen der KI-Verordnung umzusetzen. Für Versicherer kommt es jetzt darauf an, sich wertvollen Compliance-Vorsprung zu sichern und ihre Position im Wettbewerb um seriöse und vertrauenswürdige KI-Produkte zu stärken, schreiben Benedikt Kohn und Christian Zander von der Kanzlei Taylor Wessing.
Rollinger: Angst vor KI ist ein schlechter Ratgeber
Norbert Rollinger hält die Sorge vor Jobverlust durch künstliche Intelligenz (KI) für unbegründet. Beschäftigte sollten die Technologie als Chance und nicht als Bedrohung sehen, sagte der GDV-Präsident und R+V-Chef vor Journalisten in Frankfurt. Umbrüche habe es immer gegeben. Arbeitsplätze hätten sich dabei zwar gewandelt, seien aber nicht verschwunden.
Ostangler und Schwarzwälder wollen fusionieren
Die Versicherungsvereine Ostangler Brandgilde und Schwarzwälder Versicherung wollen sich zusammenschließen. Im Laufe des Jahres 2026 soll die Fusion abgeschlossen sein. Damit wollen die Gesellschaften ihre Kräfte bündeln und die Verwaltung straffen. Der Zusammengang ist auch eine Reaktion auf die wachsenden Herausforderungen im Versicherungsmarkt. Zuvor war die Ostangler bereits mit der Landesschadenhilfe fusioniert.
Medgate bietet Videosprechstunde für privatversicherte Kinder an
Der Telemedizin-Anbieter Medgate hat ein spezielles Angebot für Kinder entwickelt, das auf den Markt der privaten Krankenversicherung ausgerichtet ist. „Kids Line“ ermöglicht den Eltern bei einer Erkrankung des Nachwuchses, per App eine Ärztin oder einen Arzt für eine medizinische Ersteinschätzung zu kontaktieren. Das Angebot ist zunächst bei der Debeka zum Einsatz gekommen und gehört dort inzwischen zum Standardangebot. Jetzt bietet Medgate es allen PKV-Unternehmen an.
Erneuter Abgang in der Roland-Führung
Sebastian Lütje, Chief Digital Officer beim Rechtsschutzversicherer Roland und Geschäftsführer der Tochter Roland Assistance, verlässt das Unternehmen. Roland bestätigte entsprechende Informationen des Versicherungsmonitors. Der Versicherer ist zurzeit auf der Suche nach einem Vorstand mit IT-Expertise. Außerdem: Christian Pape startet bei der ALH seine neue Rolle als Verantwortlicher der Ressorts Vertrieb und Marketing. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Bochumer Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, bei Verka, Ver.de, sowie Cybercube.














