Der US-Industrieversicherer AIG gründet mit Amwins und Blackstone als Kapitalgebern das Lloyd’s-Syndikat 2479. Für die Portfoliosteuerung und zur Risikoanalyse setzt AIG die Software des Tech-Unternehmens Palantir ein.
Allgemein
Lohrmanns Verunsicherung: Per Anhalter durch die Weihnachtsnacht
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Risikoselektion in der Kfz-Versicherung zeigt Konsequenzen.
Altersvorsorge: Zucker für die Fonds, Essig für Versicherer
Die Regierung hat sich bewegt und die lang angekündigte Reform der privaten Altersvorsorge tatsächlich auf den Weg gebracht. Damit kann die Versicherungswirtschaft zufrieden sein, schreibt Herausgeber Herbert Fromme. Vor allem die Abschaffung der vollständigen Beitragsgarantie beim Riester-Nachfolgeprodukt dürfte die Branche erfreuen. Doch in dem zentralen Punkt der lebenslangen Rente haben sich die Fonds durchgesetzt, und der Entwurf enthält weitere Kröten für Versicherer und Vertriebe. Das wird zu erheblichen Spannungen führen.
Aufzugs-Posse im GDV
Mit der Einführung eines neuen Arbeitsflächenkonzepts wollte sich der Versichererverband GDV eigentlich als modern und offen präsentieren. Jetzt sorgt ausgerechnet die Nutzung eines Aufzugs für Unfrieden in Teilen der Belegschaft. Im Mittelpunkt: Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen, den eine wachsende Zahl von Mitarbeitern als abgeschottet und unnahbar empfinden.
Andreas Berger: „Underwriter möchten vor allem eins: underwriten“
Swiss Re-Chef Andreas Berger setzt große Hoffnungen in die künstliche Intelligenz. Underwriting-Prozesse in Bereichen wie der Bauleistungsversicherung lassen sich mithilfe der Technologie von bis zu drei Wochen auf einen Tag verkürzen. Was die Underwriter mit der gewonnenen Zeit anstellen können und in welchen Bereichen die Industrieversicherung trotz Preisnachlässen noch Spaß macht, erklärt er im zweiten Teil des Interviews mit dem Versicherungsmonitor.
BaFin gibt Orientierungshilfe bei KI-Risiken
Die Finanzaufsicht BaFin hat eine Orientierungshilfe für Risiken beim Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) veröffentlicht. Darin geht es um den Einsatz der KI bei sensibler Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). In diesem Bereich gibt es durch den Digital Operational Resilience Act (DORA) besondere Anforderungen an Finanzunternehmen.
Chefökonomen über Europa: Problem und Lösung zugleich
Europa hat den Anschluss verpasst, ist aber noch wichtig – zum Beispiel hinsichtlich der Resilienz gegenüber China und den USA. Darin waren sich die Chefökonomen von Allianz, Munich Re und Swiss Re bei einer Gesprächsrunde des Versichererverbands GDV einig. Kurz vor dem Jahreswechsel blickten sie auf die gesamtwirtschaftliche Lage zurück, wagten aber auch leise Prognosen.
Von der Element-Insolvenz bis zur Altersvorsorgereform
Podcast Von der Element-Insolvenz Anfang Januar bis zum Kabinetts-Beschluss zur privaten Altersvorsorgereform kurz vor Weihnachten: Dieses Jahr war wieder ein ereignisreiches für die Versicherungsbranche. Auf die wichtigsten Entwicklungen blicken Redakteurin Katrin Berkenkopf und Chefredakteurin Friederike Krieger im aktuellen Podcast zurück. Diesen Podcast können Sie auch frei auf den gängigen Plattformen hören: Spotify, Apple Podcasts und Amazon Music.
Bayerische: HR-Chef wechselt zu Gallagher, Nachfolger bereits gefunden
Die Bayerische ernennt Matthias Balint zum neuen Leiter des Bereichs People & Culture. Er wird der Nachfolger von Alexander Müller-Benz, der 15 Jahre im Konzern arbeitete und ab Februar 2026 international tätig sein wird – bei Gallagher. Die Haftpflichtkasse ernennt Nicolas Pöltl zum KI-Chef, der zuvor CEO bei BNP Paribas Cardif war. Dort wurde bereits seine Nachfolgerin ernannt. Die DEVK Re hat einen neuen Chief Underwriting Officer, und Miller verstärkt das Surety-Geschäft in Europa.
Eiopa-Stresstest: EbAV halten Zinsschocks stand
Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa zeigt sich zufrieden mit den Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV). Der erste Stresstest, der die Liquiditätsrisiken des Sektors geprüft hat, belegt: Die EbAV sind gut gerüstet, um plötzliche Marktturbulenzen zu bewältigen. Der Einsatz von Derivaten birgt aber Risiken. Eiopa-Chefin Petra Hielkema will die Liquidität der EbAV weiter beobachten, da sich deren Anlageverhalten verändert.
Versicherer und Vermittler ambivalent bei Einigung zu RIS
Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich das Europäische Parlament und die Vertreter der Mitgliedsländer über die Inhalte der EU-Kleinanlegerstrategie (Retail Investment Strategy, RIS) geeinigt. Ein Provisionsverbot wird es wie erwartet nicht geben. Dafür kommen neue Vorschriften zu Transparenz und Offenlegung und die Pflicht zur Erklärung, inwiefern die Provisionen Mehrwert für die Kunden bieten. Versicherer, Finanzberater und Vermittler üben Kritik.
Internationale Impulse für den deutschen Lebensversicherungsmarkt
Lebensversicherungen mit kapitalmarktorientierter Ausrichtung haben großes Potenzial – das zeigen Frankreich und Italien. Deutschland hinkt hier trotz vergleichbarer Bedürfnisse nach Renditeorientierung bei niedrigen Zinsen hinterher. Dabei könnte eine Kombination aus moderater Garantie, flexibler Fondskomponente, moderner Beratung, regulatorischer Transparenz und steuerlicher Gestaltung eine neue Generation lebensversicherungsbasierter Spar- und Anlageprodukte etablieren, schreibt Christian Eck von BNP Paribas.
Andreas Berger: „Unser Fokus liegt auf dem Kerngeschäft“
Die Trennung von der Digital-Tochter Iptiq, der weitgehende Rückzug aus dem US-Haftpflichtgeschäft – seit Andreas Berger vor eineinhalb Jahren die Führung der Swiss Re übernommen hat, ist bei dem weltweit größten Rückversicherer einiges passiert. Im ersten Teil des Interviews mit dem Versicherungsmonitor erklärt er, warum er den Fokus auf das Kerngeschäft legen will und warum die bei den Kunden beliebten Frequenzdeckungen nicht wiederkommen werden.
OVB will KI im Vertrieb forcieren
Der Finanzvermittler OVB hat eine Kooperation mit dem Berliner Start-up Muffintech gestartet. Gemeinsam wollen sie eine auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Plattform für den Vertrieb entwickeln. Damit sollen Prozesse wie die Angebotserstellung oder die Bearbeitung von Kundenanfragen vereinfacht werden. Der Start in Deutschland ist für das erste Quartal 2026 geplant, anschließend soll die Plattform schrittweise auf weitere europäische Ländergesellschaften von OVB ausgedehnt werden.














