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Der Mythos vom Ende der Bestandssysteme

Digitaler Dienstag

Künstliche Intelligenz (KI) wird die Versicherungsbranche radikal verändern – doch Bestandsverwaltungssysteme bleiben das stabile Fundament. Agenten übernehmen Kommunikation und Prozesse, aber Kernlogik, Tarifierung und Regulierung bleiben deterministisch. Wer glaubt, KI wird alte Systeme einfach ablösen, irrt, schreibt Andrea van Aubel, Aufsichtsrätin des Softwareherstellers MSG Nexinsure AG. Agenten können nur dann echten Nutzen erzeugen, wenn sie auf moderne, API‑fähige Kernsysteme treffen.

Reform der Produkthaftung: Herausforderungen für die Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung

Legal Eye – Die Rechtskolumne

Technologische Entwicklungen und veränderte Wertschöpfungsketten stellen die Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung vor Herausforderungen. Digitale Produkte und Services, KI-gestützte Anwendungen sowie globale Lieferketten verändern die Risikolandschaft und machen eine Anpassung bestehender Deckungskonzepte erforderlich. Auch die regulatorischen Entwicklungen – insbesondere die Reform des EU-Produkthaftungsrechts sowie die zunehmende Regulierung im Bereich des öffentlichen Produktsicherheitsrechts – müssen die Versicherer bei der Produktgestaltung berücksichtigen, schreibt Dan Schilbach, Counsel bei der Kanzlei Clyde & Co.

Die Bilanz-Saison startet

Was die Woche bringt

An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Talanx-Geschäftszahlen für 2025 und das versicherungsmathematische Pressefrühstück der aktuariellen Beratungsgesellschaft MSK

Warum die Software-Krise die Versicherer beunruhigen sollte

Herbert Frommes Kolumne

Viele Versicherer stecken mitten in milliardenschweren IT-Modernisierungen. Sie setzen auf etablierte Softwareanbieter, die Kernsysteme, Schadenbearbeitung, Bestandsführung und Datenanalyse liefern. Ausgerechnet diese Anbieter geraten derzeit an den Börsen unter Druck. Die Kurse wichtiger Softwarefirmen sind deutlich gefallen, nicht nur die von Versicherungsspezialisten. Investoren bezweifeln zunehmend, ob ihre Geschäftsmodelle im Zeitalter der künstlichen Intelligenz dauerhaft sind, schreibt Herbert Fromme.

Commercial Courts in Deutschland: Neue Wege für Haftpflichtversicherer

The Long View – Der Hintergrund

Im vergangenen Jahr hat Deutschland an ausgewählten Gerichten sogenannte Commercial Courts eingeführt. Sie sollen komplexe wirtschaftsrechtliche Streitigkeiten effizient und kompetent verhandeln. Ihre Nutzung ist freiwillig, der Streitwert muss mindestens 500.000 Euro betragen. Versicherer müssen hier abwägen. Es gibt große Chancen, etwa durch die Internationalität und höhere Vertraulichkeit, aber auch Risiken, schreibt Sven Holzhauer, Teamleiter für den Bereich Architekten- und Ingenieurshaftpflicht bei Pro Global.

Warum 2026 der KI‑Durchbruch gelingt

Meinung am Mittwoch

2026 ist mehr als der nächste Hype-Zyklus und als ein weiteres KI-Jahr mit ein paar zusätzlichen Chatbots. Es wird das Jahr, in dem KI in der Versicherungsbranche von der netten Marketing-Folie oder dem kleinen Piloten zur festen Infrastruktur wird, schreibt Simon Moser, Mitgründer und CEO des KI-Spezialisten Muffintech.

Wenn Zuhören zum Wettbewerbsvorteil wird

Digitaler Dienstag

Zu oft bedeutete Digitalisierung bislang im Kundenservice Standardisierung – und damit eher schlechtere statt besserer Servicequalität. Doch die Zukunft des Kundenservice liegt nicht darin, schneller zu sprechen, sondern besser zuzuhören. Voice AI, eine künstliche Intelligenz, die Menschen versteht und mit ihnen kommuniziert, kann genau das ermöglichen, wenn wir sie als Werkzeug für Verständlichkeit, Nähe und Relevanz begreifen, schreibt Sylvia Eichelberg, Chief Operating Officer der Barmenia Gothaer.

Sommerhaus der Stars gegen das arbeitende Volk?

Kommentar

Der neue Munich-Re-Chef Christoph Jurecka weiß gar nicht mehr, wann er sich selbst das letzte Mal krankgemeldet hat. Das wissen wir dank einer kurzen Umfrage des Business Insiders. Die Debatte, die aus diesem Beitrag entstanden ist, ist so polarisiert wie die gesamte aktuelle Diskussion um den hohen Krankenstand. Doch damit ist niemandem geholfen, schreibt Katrin Berkenkopf.

Das Ende des ewigen Widerrufsrechts

Legal Eye – Die Rechtskolumne

Der vom Bundestag beschlossene Gesetzentwurf zur Änderung des Verbrauchervertrags- und des Versicherungsvertragsrechts markiert das Ende des sogenannten ewigen Widerrufsrechts bei Verträgen, die im Fernabsatz oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen werden. Auch wenn keine kurzfristige Entlastung der Lebensversicherer in Bezug auf Altverträge zu erwarten ist, entfaltet die Reform strukturelle Wirkung – etwa mehr Klarheit in der Rückstellungspraxis, schreibt Anna-Catharina von Girsewald von der Kanzlei Oppenhoff & Partner.

Generali-Kronprinz im Fokus

Was die Woche bringt

An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: SZ-Versicherungstag unter anderem mit einem Dinnerspeech von Giulio Terzariol sowie die Jahresmedienkonferenz des GDV

Munich Re: Das vergiftete Abschiedsgeschenk

Herbert Frommes Kolumne

CEO Joachim Wenning hat die Munich Re mit einem Rekordgewinn verlassen und die Führung an Christoph Jurecka übergeben. Für die kommenden fünf Jahre verspricht das noch von Wenning verantwortete Zukunftsprogramm „Ambition 2030“ weiter stark steigende Gewinne. In einem spürbar weicher werdenden Markt ist das kaum zu schaffen. Die großspurigen Ankündigungen sollen die Kapitalmärkte gewogen halten, inzwischen ohnehin die wichtigste Zielgruppe der Munich-Re-Führung. Wennings Abschiedsgeschenk ist vergiftet, schreibt Herbert Fromme.

Der Deal ist erst der Anfang: Plädoyer für eine Differenzierung von Wachstumsstrategien

Meinung am Mittwoch

Wer jedes anorganische Wachstum undifferenziert und vorschnell als Machtkonzentration deutet, übersieht die strategischen Unterschiede hinter Akquisitionen. Denn zwischen reiner Größensuche, Verdrängung und kundenzentriertem Leistungsaufbau liegen Welten, schreibt Ralph Rockel, Vorstandssprecher der MRH Trowe AG Holding. Entscheidend ist nicht die Zahl der Zukäufe, sondern dass Wachstum echten Mehrwert für Kunden bietet – und nicht nur bloße Hülle bleibt. Denn die eigentlichen Erfolgsfaktoren sind Integration, organisches Wachstum und operativer Nutzen.

Jetzt gibt’s was auf die Ohren

Nachschlag – der aktuelle Kommentar

Nach dem großen Erfolg von „Wie riecht Versicherung?“ jetzt ein weiterer Teil der Serie „Versicherung mit allen Sinnen erleben“: „Wie klingt Versicherung?“ In der Hauptrolle: Barmenia Gothaer und ihre neue „Sound Brand". Aufbruch, Leidenschaft, Stärke, Menschlichkeit, Wärme, Haltung und Verlässlichkeit – all das komprimiert in vier Sekunden.

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