Aufsicht & Regeln rss

BdV hält Deckel-Entwurf für kontraproduktiv

Der Provisionsdeckel in der Lebens- und der Restschuldversicherung in seiner derzeit diskutierten Form könnte seine Wirkung verfehlen. Darauf weist der Bund der Versicherten (BdV) in seiner Stellungnahme zu dem Referentenentwurf hin, den das Finanzministerium Ende April 2019 veröffentlicht hat. Der Verein begrüßt eine Provisionsbegrenzung zwar grundsätzlich. BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein befürchtet jedoch, dass damit weiterhin Exzesse im Vertrieb kapitalbildender Lebensversicherungen und sogar noch höhere Provisionen und Abschlusskosten möglich sind als bisher. Der BdV plädiert dafür, die Höhe von Provisionen nicht länger … Lesen Sie mehr ›

BaFin will Lebensversicherer schützen

Die BaFin will bei der Überprüfung von Solvency II verhindern, dass andere Länder höhere Kapitalanforderungen für deutsche Lebensversicherer durchsetzen. „Lebensversicherer können Schwankungen in der Kapitalanlage aussitzen“, sagte Frank Grund bei der Pressekonferenz der BaFin in Frankfurt. Das müsse sich bei den Kapitalanforderungen zeigen. Der Chef der Versicherungsaufsicht bei der BaFin sagte zum Verkauf der Generali Leben, er erwarte keine Welle von weiteren Run-off-Anträgen. Die Zahl der Pensionskassen, die intensiv beaufsichtigt werden, habe sich innerhalb eines Jahres von 45 auf 31 … Lesen Sie mehr ›

Sparkassenversicherer wettern gegen Provisionsdeckel

Der Verband öffentlicher Versicherer übt in einer Stellungnahme zu dem Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums für einen Provisionsdeckel in der Lebens- und der Restschuldversicherung scharfe Kritik an dem derzeit diskutierten Modell einer Provisionsobergrenze. Der Verband fordert, dass die Provisionen nicht weniger als 4 Prozent betragen sollten – auch bei Restschuldversicherungen, die Banken oft zusammen mit Kreditverträgen verkaufen. Die ablehnende Haltung der öffentlichen Versicherer kommt nicht von ungefähr: Auch für die Sparkassen ist der Verkauf von Restschuldpolicen wegen der hohen Provisionen sehr lukrativ. … Lesen Sie mehr ›

Weit entfernt von der digitalen Revolution

Von Big Data kann zumindest in der privaten Kranken- und der Lebensversicherung noch keine Rede sein, meinen die deutschen Aktuare. Dafür seien die vorhandenen Datenmengen schlicht zu klein. Zwar sei der Einsatz künstlicher Intelligenz nicht zwingend an Big Data gebunden, aber vielen denkbaren Einsatzszenarien seien durch regulatorische und datenschutzrechtliche Vorgaben enge Grenzen gesetzt. „Ich sehe daher nicht, dass wir eine digitale Revolution erleben, eher eine Evolution“ sagte Ralf Korn, der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Versicherungs- und Finanzmathematik, bei … Lesen Sie mehr ›

Guido Bader ist neuer DAV-Vorsitzender

 Leute – Aktuelle Personalien  Stuttgarter Leben-Vorstand Guido Bader ist neuer Chef der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV). Er folgt auf Roland Weber von der Debeka, der dem Vorstand als „Past President“ weiterhin angehören wird. Auch die DAV-Schwesterorganisation Deutsche Gesellschaft für Versicherungs- und Finanzmathematik hat mit Henryk Zähle einen neuen Vorsitzenden gewählt. Zudem wird Roman Schwarze neuer IT-Vorstand beim Maklerpool BCA. Auch bei den Finanzdienstleistern des Mercedes-Benz-Konzerns gibt es Bewegung in den Vorständen. … Lesen Sie mehr ›

Debeka muss Solvenzbericht für 2017 korrigieren

Auf Druck der Finanzaufsicht BaFin musste die Debeka Leben ihren Solvenzbericht für 2017 nachträglich abändern. Sie hatte darin angenommen, in einem Extremszenario mit Negativzinsen die Zinszusatzreserve (ZZR) mithilfe einer Rückversicherung weiter finanzieren zu können. Weil es den Vertrag noch nicht gibt, wollte die BaFin das nicht gelten lassen. Die Debeka musste ihren Bericht korrigieren – und kommt ohne Hilfsmaßnahmen 2017 nur noch auf eine Solvenzquote von 77,2 Prozent. Statt den Rückversicherungsvertrag anzunehmen, musste die Debeka mit der unrealistischen Annahme rechnen, … Lesen Sie mehr ›

Neue ZZR-Regeln zeigen Wirkung bei Solvenzquoten

Die deutschen Lebensversicherer hatten Ende 2018 eine durchschnittliche Solvenzquote von 491 Prozent. Das hat die Ratingagentur Assekurata in ihrer Analyse der aktuellen Solvency II-Berichte berechnet. Damit ist die Quote im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozentpunkte gestiegen. Das sei vor allem der neuen Korridor-Berechnungsmethode für die Zinszusatzreserve (ZZR) zu verdanken, schreibt Assekurata. Allerdings erreichen zwölf Anbieter ohne Übergangsmaßnahmen und Volatilitätsanpassung nicht die Mindestanforderung von 100 Prozent. … Lesen Sie mehr ›

Aktuare verteidigen Riester-Rente

Die seit Jahren heftig kritisierte Riester-Rente ist trotz des bestehenden Reformbedarfs ein Erfolgsmodell. Diesen Standpunkt vertraten die deutschen Versicherungsmathematiker auf der Jahresversammlung der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) in Düsseldorf. Der DAV-Vorstandsvorsitzende Roland Weber hält die Kritik an dem Modell und den nach Ansicht von Verbraucherschützern zu hohen Abschluss- und Verwaltungskosten für ungerechtfertigt. Die Aktuare fordern allerdings, dass die Politik sich von der in der Riester-Rente verankerten Beitragsgarantie verabschieden sollte. So seien ertragreichere Kapitalanlagen und höhere Renditen möglich, was die Akzeptanz der … Lesen Sie mehr ›

Große Spanne bei Solvenzquoten der Lebensversicherer

Die dritte Auflage der Solvenzberichte der deutschen Lebensversicherer zeigt ein gemischtes Bild: Die aufsichtsrechtlich relevanten Solvenzquoten haben sich im Schnitt um 9,57 Prozent verbessert, hat der Versicherungsaufkäufer Policen Direkt ermittelt. Die von der Finanzaufsicht BaFin genehmigten Übergangshilfen für das Aufsichtsregime Solvency II spielen aber weiter eine große Rolle: 66 der 84 Anbieter nehmen die Erleichterungen in Anspruch. Ohne diese Hilfen kommen zwölf Gesellschaften auf eine Nettoquote von unter 100 Prozent, und vier Anbieter würden noch nicht einmal die Mindestkapitalanforderungen erreichen. … Lesen Sie mehr ›

Verbände sollen sich zum Provisionsdeckel äußern

Das Bundesfinanzministerium hat den Referentenentwurf für einen Provisionsdeckel jetzt offiziell veröffentlicht und bittet Verbände bis 6. Mai 2019 um Stellungnahme. Gegenüber dem zuvor kursierenden Papier wurde unter anderem bei den Kriterien zur Bestimmung der Beratungsqualität von Vermittlern nachgebessert, an den zentralen Regelungen gibt es aber keine Änderungen. Der Vermittlerverband BVK kritisiert das Vorhaben. Die Vermittlung privater Altersvorsorge werde so nicht gefördert. Das Finanzministerium will das Gesetzesvorhaben „zeitnah“ dem Bundeskabinett vorlegen. … Lesen Sie mehr ›