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GDV macht Änderungsvorschläge für Riester-Reform

Exklusiv

Der Versichererverband GDV äußert sich in seiner Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums für eine Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge zustimmend, sieht aber noch Verbesserungsmöglichkeiten. Unter anderem spricht sich der Verband dafür aus, die Laufzeit der geplanten Auszahlungspläne anzuheben und die Zulagenförderung einheitlicher zu gestalten.

Arag spürt die Auto-Krise

Der Düsseldorfer Rechtsschutzversicherer Arag spürt die wirtschaftlichen Probleme in einer steigenden Zahl von Schadenfällen, besonders aus den Bereichen Arbeit und Wohnen. Kündigungen aus der Automobilbranche tragen einen entscheidenden Anteil dazu bei. Dennoch hatte Vorstandsvorsitzender Renko Dirksen bei einem Pressegespräch gute Zahlen für das ablaufende Jahr zu berichten. Und er hofft weiter, die von ihm angestrebte Liberalisierung der Rechtsberatung langfristig bei der Politik durchsetzen zu können.

Fitch erwartet mehr Run-off-Deals in Deutschland

Die Ratingagentur Fitch sagt für 2026 mehr Übernahmen von geschlossenen Beständen auf dem deutschen Markt voraus. Deals in Höhe von insgesamt 25 Mrd. Euro seien möglich. Die aktuell starke Kapitalposition werden die deutschen Lebensversicherer, inklusive der Konsolidierer, beibehalten. Fitch bewertet den Ausblick für den Sektor mit „neutral“.

Jurist hält Finanzausgleich in der Pflegeversicherung für verfassungswidrig

Ein Finanzausgleich zwischen der sozialen und der privaten Pflegeversicherung, wie ihn die Bund-Länder-AG zum „Zukunftspakt Pflege“ prüft, wäre nach Ansicht des Rechtswissenschaftlers Hanno Kube verfassungswidrig. In einem Gutachten im Auftrag des Verbands der privaten Krankenversicherung kommt Kube zu dem Schluss, dass der Finanzausgleich gegen die Grundrechte der Versicherten und gegen das Recht auf Berufsfreiheit der Versicherer verstoßen würde.

AfW: Lob und Kritik für Riester-Reform

Der Vermittlerverband AfW begrüßt die Pläne der Bundesregierung für eine Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge. Insbesondere das Altersvorsorgedepot sieht er als großen Fortschritt. Allerdings ist auch die Liste der Kritikpunkte umfangreich: Sie reicht vom Kostendeckel beim Standarddepot bis zum Verbot, biometrische Zusatzabsicherungen mit der Altersvorsorge zu verbinden. Auch die Verteilung der Abschlusskosten über die Laufzeit gefällt den Vermittlern nicht.

Neue Führung und neue Zahlen für Helvetia Baloise

Die Fusion der Schweizer Versicherer Baloise und Helvetia ist durch. Das führt auch zu großen Umwälzungen in den Führungsetagen der deutschen Töchter. Neuer Vorstandsvorsitzender des fusionierten Unternehmens ist Jürg Schiltknecht, bisher Vorstandsvorsitzender von Baloise in Deutschland. Doch nicht alle bisherigen Vorstände haben einen Platz im neuen Gremium bekommen. Drei von ihnen haben das Unternehmen verlassen. Auch für die Rechnungslegung nach IFRS hat die Fusion einige Folgen.

Regierung geht private Altersvorsorge-Reform an

Die Bundesregierung hat es nicht nur geschafft, ihr umstrittenes Rentenpaket zu verabschieden. Auch der Referentenentwurf zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge ist fertig. Damit scheint der Plan, ihn noch vor der Weihnachtspause durchs Kabinett zu bringen, doch noch realistisch. Die Inhalte des Entwurfs dürften den Versicherern allerdings nicht schmecken. Neben Altersvorsorgedepot und Auszahlungsplänen ist die Zillmerung nicht mehr erlaubt.

BGH legt Ausschlussklausel in der D&O-Versicherung eng aus

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Position der Versicherten in der D&O-Versicherung gestärkt. Den Ausschluss der Deckung wegen des Verweises auf wissentliche Pflichtverletzungen, die sogenannte Kardinalpflichtverletzung, haben die Richter eng eingegrenzt. Versicherer dürfen einem Geschäftsführer nicht allein deshalb den Versicherungsschutz verweigern, weil er einen Insolvenzantrag erst verspätet gestellt hat, hat der BGH in dem konkreten Fall entschieden.

BaFin entzieht Babcock Betriebserlaubnis

Die Babcock-Pensionskasse aus Oberhausen wird abgewickelt. Die Finanzaufsicht BaFin hat dem Unternehmen die Betriebserlaubnis entzogen, wie die Behörde mitteilte. Bereits seit 2005 darf die Babcock-Pensionskasse kein Neugeschäft mehr annehmen, weil schon damals die Eigenmittel nicht mehr ausreichten. Laut BaFin befinden sich derzeit knapp 20 Pensionskassen unter intensivierter Aufsicht.

PKV: Die Krankenversicherung braucht mehr Wahlfreiheit

Die privaten Krankenversicherer (PKV) könnten nach eigener Einschätzung eine wichtige Rolle bei einer Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) spielen. Mehr Menschen sollten sich zwischen GKV und PKV entscheiden können, schlägt der PKV-Verband in einer Stellungnahme für die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte Finanz-Kommission Gesundheit vor. Als wichtige Maßnahmen sieht er auch mehr Eigenbeteiligungen, niedrigere Steuersätze für Arzneimittel sowie die Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung.

GDV will Prämien in Hochwassergebieten deckeln

Die Versicherungsbranche hat ihren Vorschlag für eine stärkere Verbreitung von Elementarschadenversicherungen um einen neuen Baustein ergänzt. Besonders schwere Versicherungsrisiken sollen in einer neuen Gesellschaft namens Elementar Re gebündelt werden, die Prämien will der Versichererverband GDV deckeln. Zur Finanzierung sollen alle Gebäudekunden per Zuschlag beitragen. Kritik kommt von Klimaaktivisten.

Aktivrente: Viele Zweifel, hohe Kosten

Experten tun sich schwer mit der Bewertung der voraussichtlichen Wirkung der Aktivrente, mit der die Bundesregierung für eine höhere Erwerbsquote bei Arbeitnehmern im Rentenalter sorgen will. Gleichzeitig gibt es Zweifel an der rechtlichen Zulässigkeit des Gesetzesvorhabens, unter anderem, weil Menschen mit hohem Einkommen besonders profitieren würden. Das ist das Ergebnis einer öffentlichen Anhörung im Finanzausschuss des Bundestags.

Italienische Staatsanwaltschaft ermittelt im Mediobanca-Deal

Im Streit um die Übernahme des Generali-Anteilseigners Mediobanca durch die Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) ermittelt jetzt die Mailänder Staatsanwaltschaft. Unter Verdacht stehen MPS-Chef Luigi Lovaglio und die Mediobanca-Investoren Francesco Caltagirone und Francesco Milleri. Der Vorwurf heißt Marktmanipulation: Die Beteiligten sollen Mediobanca nur deshalb übernommen haben, weil sie eigentlich die Kontrolle über Generali bekommen wollten. Bei dem Deal seien regulatorische Hürden umgangen worden.

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