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KI-Regulierung: Warum die BaFin keine Kaffeemaschinen überprüft

Die Versicherungsunternehmen sind in Sachen künstlicher Intelligenz noch nicht so weit, wie sie es gerne wären. Liegt es an zu viel Regulierung? Bei einer Fachveranstaltung haben sich Experten zu dieser Frage ausgetauscht. Die einen sehen die zögerlichen Unternehmen selbst in der Verantwortung, die anderen den Gesetzgeber – der mit der Umsetzung des AI Act in nationales Recht einmal mehr im Fokus steht.

Grüne: Start-up-Finanzierung per Altersvorsorge

Die Schaffung eines öffentlich verwalteten Fonds für die zusätzliche Altersvorsorge wäre aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen ein guter Ansatz, um die Finanzierungssituation für aufstrebende Start-ups zu verbessern und so ihre Abwanderung zu verhindern. Die Bundestagsfraktion hat einen entsprechenden Antrag vorgelegt. Am Donnerstag beschäftigt sich das Parlament mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung für eine Reform der privaten Altersvorsorge.

AM Best blickt positiver auf deutschen Markt 

Die Analysten von AM Best haben den Ausblick für den deutschen Nichtlebensversicherungsmarkt von negativ auf stabil gesetzt. Die Ratingagentur erwartet, dass die Preise mit der Inflation steigen und sich die Profitabilität so stabilisiert. In der Autoversicherung rechnet sie zwar mit mehr Wettbewerb, Übertreibungen dürften aber ausbleiben.

„Fit & Proper“ als Qualitätsmaßstab für Aufsichtsräte

Mit der Umsetzung der EU-Richtlinie 2025/2 in deutsches Recht werden sich die Anforderungen an die Aufsichtsräte von Versicherern erhöhen – Stichwort „Fit & Proper“. Das wird die Rolle der Gremien verändern, erwartet Ronald Köster vom Analysehaus Assekurata Solutions. Sowohl die Unternehmen als auch die Gremien selbst sollten sich rechtzeitig auf die neuen Regeln vorbereiten und sie als Chance begreifen, rät er.

Zurich bekommt mehr Zeit für Beazley-Übernahme

Das für Montag erwartete verbindliche Kaufangebot von Zurich für Beazley wird vertagt. Die entsprechende Frist wird mit Genehmigung des entsprechenden Regulierungsgremiums bis zum 4. März verlängert, teilten die beiden Unternehmen mit. Aus informierten Kreisen hieß es, die Fristverlängerung komme nicht überraschend, eine Due Diligence benötige Zeit. Am 4. Februar hatten die Versicherer in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt, sich grundsätzlich über die Bedingungen einer Übernahme geeinigt zu haben.

Riester-Reform: Kostendeckel auf dem Prüfstand

In zwei Wochen soll sich der Bundestag mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung für eine Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge beschäftigen. Vorgesehen ist unter anderem ein neues Altersvorsorgedepot ohne Garantien, die Effektivkosten bei sogenannten Standarddepots sollen bei 1,5 Prozent gedeckelt werden. Die Bundesregierung hat jetzt eine Prüfung angekündigt, ob dieser Satz gesenkt werden muss. Sie reagiert damit auf eine Forderung des Bundesrats. Die Länder hatten auch die Einführung eines „echten“, staatlich organisierten Standardprodukts angeregt.

Wegweisendes Urteil zugunsten der D&O-Versicherer im Greensill-Fall

Exklusiv

Das Oberlandesgericht Köln hat am Dienstag ein für die D&O-Versicherung wegweisendes Urteil gefällt. Im Prozess gegen einen der D&O-Versicherer der insolventen Greensill-Bank entschieden die Richter, dass die Gesellschaft den Vertrag anfechten durfte – trotz Klauseln, die eigentlich genau das verhindern sollten. Damit hat die D&O-Versicherer das Heros-Urteil des Bundesgerichtshofs von 2011 eingeholt. Die Entscheidung dürfte in den kommenden Wochen für viele Diskussionen im Markt sorgen.

Von Konsolidierung im großen Stil noch weit entfernt

Um 26 Prozent ist die Zahl der Lebensversicherer in Deutschland zwischen 2004 und 2024 zurückgegangen. Von einer Konsolidierung im großen Stil, die man dahinter vermuten würde, könne allerdings keine Rede sein, sagte Matthias Wolf, Professor an der TH Köln, auf dem SZ-Versicherungstag. Seiner Ansicht nach wird künstliche Intelligenz in der Branche neben der zunehmenden Regulierung aber für Konsolidierung sorgen – auf die eine oder andere Art und Weise.

Geneva Association: Versicherbarkeit ist eine politische Entscheidung

Klimawandel, Cyberangriffe und Pandemien: Die Risiken werden weltweit immer komplexer. Eine Antwort darauf könnten staatlich-private Programme sein. Doch auch sie reichen allein nicht aus, schreibt die Geneva Association in einer aktuellen Analyse. Vielmehr brauche es einen neuen sozialen Vertrag, der nicht nur regelt, wer nach Schäden zahlt, sondern auch, wer sie wie verhindern kann.

BaFin will Auffangeinrichtung für Schaden- und Unfallversicherer

Die Pleite des Versicherungs-Start-ups Element führt die Finanzaufsicht BaFin zu dem Schluss, dass der Umgang mit strauchelnden Schaden- und Unfallversicherern in Deutschland nicht optimal geregelt ist. Auch für sie sollte es einen Sicherungsfonds geben, forderte Versicherungsaufseherin Julia Wiens beim SZ-Versicherungstag. Bislang gibt es hierzulande nur Auffangeinrichtungen für Lebensversicherer und private Krankenversicherer. Die Branche und die BaFin hatten sich auf internationaler Ebene bislang gegen einen Zwangs-Rettungsfonds für die Schaden- und Unfallversicherung ausgesprochen.

Cyber: Bußgelder steigen und sind teils ungedeckt

Unternehmen in der EMEA-Region sehen sich steigenden finanziellen und regulatorischen Risiken durch zunehmende Cyberkriminalität gegenüber. Laut einem aktuellen Bericht des Großmaklers Aon und der Kanzlei A&O Shearman erhöht sich mit der Anzahl von Cybervorfällen und strengeren gesetzlichen Vorgaben die Wahrscheinlichkeit hoher Bußgelder für Unternehmen und ihre Führungskräfte erheblich. Die Absicherung von Strafzahlungen ist jedoch oft ungeklärt und hängt stark von der jeweiligen Rechtsordnung in den unterschiedlichen Staaten ab.

Rollinger: „Das ist keine Kampfansage“

Die Versicherungsbranche blickt optimistisch auf die anstehenden Reformen bei der staatlich geförderten Altersvorsorge und der Elementarversicherung für Hausbesitzer. Auf der Jahresmedienkonferenz des Lobbyverbands GDV warben Präsident Norbert Rollinger und Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen erneut für ihre Positionen. Beim angekündigten Standardprodukt in der privaten Altersvorsorge forderten sie eine Aussetzung der Beratungspflicht, um mit der Konkurrenz gleichzuziehen. Das richte sich nicht gegen den Vertrieb, betonte Rollinger.

Grüne fragen nach Elementarversicherung

Die Grünen-Abgeordneten im Bundestag interessieren sich für die Entwicklung der Schäden durch Überschwemmungen und den aktuellen Stand bei den Plänen der Regierung für eine höhere Verbreitung von Elementarversicherungen. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD eine entsprechende Regelung angekündigt. Die Bundesländer fordern immer wieder eine Pflichtversicherung, weil viele Hausbesitzer nicht abgesichert sind.

Riester-Reform: Länder für „echtes“ Standardprodukt

Der Bundesrat hat sich kritisch mit den Plänen der Bundesregierung für eine Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge beschäftigt. Vor allem das vorgesehene Standardprodukt bleibe hinter den Erwartungen zurück, heißt es in einer Stellungnahme. Nötig sei ein „echtes“ Standardprodukt mit deutlich niedrigeren Kosten, um den Sparern Orientierung zu geben. Die Länder wünschen sich außerdem Änderungen bei der Kinderzulage und eine Einbeziehung der Selbstständigen.

NRW-SPD fordert umfassendes „Recht auf Vergessenwerden“ nach Krebserkrankungen

Die SPD in Nordrhein-Westfalen macht sich für einen diskriminierungsfreien Zugang zu Versicherungen und Krediten sowie den Abbau weiterer Benachteiligungen für jüngere Menschen stark, die eine Krebserkrankung überstanden haben. Mit Blick auf die Verbraucherkreditrichtlinie der EU fordert sie die schwarz-grüne Landesregierung auf, sich auf Bundesebene für eine umfassende Umsetzung des „Rechts auf Vergessenwerden“ einzusetzen und in den eigenen Zuständigkeiten ebenfalls entsprechend zu agieren.

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