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Rückversicherungs-Start-up Mereo geht an den Start

Trotz des starken Preisanstiegs im Rückversicherungsmarkt in den vergangenen Jahren waren Neugründungen bisher Mangelware. Anders als in anderem Hartmarktphasen hielten sich die Geldgeber zurück. Jetzt ist es dem von Ex-AIG-Chef Brian Duperreault angeschobenen Start-up Mereo geglückt, mehr als 700 Mio. Dollar (679 Mio. Euro) einzusammeln. Die Firma mit Sitz auf den Bermudainseln will noch in dieser Woche den Geschäftsbetrieb aufnehmen und Schaden- und Unfallrückversicherungen sowie Spezialgeschäft zeichnen.

BaFin: Element-Kunden haben Kündigungsrecht

Bisher sah es so aus, als ob Kunden des insolventen Insurtechs Element nicht so einfach aus ihren Verträgen herauskommen – auch wenn nicht garantiert ist, ob der Versicherer Schäden noch in vollem Umfang zahlen kann. Jetzt teilt die BaFin mit, dass die Versicherten ein außerordentliches Kündigungsrecht haben. Zuvor hatte der Bund der Versicherten eine frühzeitigere Information der Versicherten im Insolvenzfall gefordert, inklusive der Möglichkeit, Verträge unverzüglich beenden zu können.

Holger Schäfer nach Auszeit nun bei Scor

 Leute – Aktuelle Personalien  Der ehemalige CEO von Howden Deutschland und langjährige Allianz-Manager Holger Schäfer hat nach einer Auszeit wieder einen neuen Job. Er übernimmt bei Scor Business Solutions in Köln, einer Einheit des gleichnamigen französischen Rückversicherers, die Position des Global Head of Casualty & EIL. Außerdem: Der Maklerdienstleister Compexx, eine Tochter der Bayerischen, verlängert den Vertrag seines Vorstandsvorsitzenden und hat fortan ein Vorstandstrio. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Makler und Berater WTW sowie bei Insurwave, einer Plattform für Spezialrisiken.

Mathias Pahl gründet Beratungsfirma

 Leute – Aktuelle Personalien  Der bekannte Versicherungsmakler Mathias Pahl, ehemaliger Deutschlandchef von Acrisure und langjähriger Chef des deutschen Maklergeschäfts von Willis, später Willis Towers Watson, meldet sich zurück. Er hat mit der Moon GmbH eine Beratungsgesellschaft gegründet. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Grafenberg, einem Portfoliounternehmen der Kompass Group, und bei Nettowelt.

BdV fordert frühere Insolvenz-Information

Kunden des insolventen Insurtechs Element, deren Verträge sich zum Jahreswechsel automatisch verlängert haben, können Prämien nicht einfach mit einem Widerruf der SEPA-Lastschrift zurück auf ihr Konto buchen lassen. Darauf weist der Bund der Versicherten hin. Auch bei einem beantragten Insolvenzverfahren sind sie verpflichtet, die Prämien weiter zu zahlen. Die Verbraucherschützer fordern eine frühzeitigere Information der Versicherten in Insolvenzfällen, damit diese die Chance haben, die Verträge rechtzeitig zu beenden.

BaFin: Kein Vollkasko-Ansatz bei Insurtechs

Die Insolvenz des Insurtechs Element ist für die Finanzaufsicht BaFin kein Grund, zurückhaltender bei den Versicherungslizenzen für Start-ups zu sein. Wenn die Behörde einen Vollkasko-Ansatz verfolge, könnten sich neue Geschäftsmodelle erst gar nicht entwickeln, sagte BaFin-Chef Mark Branson in Frankfurt. Zum Fortgang des Insolvenzverfahrens wollte er sich nicht äußern. Stattdessen standen andere Probleme im Fokus, allen voran die physischen Risiken des Klimawandels. Die sollten Banken und Versicherer noch stärker als bisher berücksichtigen, findet Branson.

KI: Problem und Lösung zugleich

Die Versicherer müssen sich an die rasanten Veränderungen in der Gesellschaft anpassen und dürfen auch vor ihren aktuariellen Modellen nicht haltmachen, die bislang als besonders langlebig galten, schreibt das Beratungsunternehmen Information Services Group (ISG) in einer aktuellen Studie. Künstliche Intelligenz (KI) ist ein wichtiger Faktor, der diese Veränderungen vorantreibt. Gleichzeitig kann die Technologie helfen, die neuen Herausforderungen zu meistern, betont ISG.

Spannende Zukunft für Versicherer

 Digitaler Dienstag  Die Versicherungsbranche steht vor einem tiefgreifenden Wandel. In den kommenden Jahren sind bedeutende Reformen und Neuregelungen zu erwarten, die die Branche nachhaltig verändern könnten. Themen wie künstliche Intelligenz, alternative Kapitalquellen und die Integration innovativer Insurtech-Produkte werden in der Kfz-, Lebens- und Krankenversicherung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dabei bleibt die Kundenbetreuung oberste Priorität.

Earnix: Versicherer müssen zwingend schneller werden

Die Versicherer weltweit müssen mehr tun, als nur ihre Altsysteme zu erneuern, betont der israelische IT-Dienstleister Earnix. Die Ergebnisse einer Forschungsreihe hätten gezeigt, dass interne manuelle Prozesse aus den Arbeitsabläufen entfernt werden müssen, die geschaffen wurden, um die mangelnde Praktikabilität der alten Systeme auszugleichen. Und das sollte zeitnah passieren, sind sich die Expertinnen und Experten sicher. Der Wandel habe sich nämlich erheblich beschleunigt.

Element: Volle Schadenregulierung nicht garantiert

Gut eineinhalb Wochen nach Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens des Insurtechs Element hat sich die BaFin mit Informationen für die Versicherten zu Wort gemeldet. Die Finanzaufsicht warnt darin, dass eine vollständige Regulierung aller Schäden im Falle der Eröffnung des endgültigen Insolvenzverfahrens nicht garantiert ist. Die endgültige Insolvenz könnte allerdings noch durch eine Übertragung des Element-Vertragsbestands auf einen anderen Versicherer abgewendet werden.

Wefox Insurance gibt Geschäft in den Run-off

Wefox Insurance, der ehemalige Risikoträger der strauchelnden Wefox-Gruppe, gibt ein Schadenportfolio mit Verträgen aus Deutschland, Italien und der Schweiz an den Run-off-Spezialisten Darag ab. Es geht dabei um Kfz-Verträge sowie Policen der privaten Haftpflicht und Sachversicherungen. Der Deal steht in Zusammenhang mit dem bereits angekündigten Verkauf von Wefox Insurance an eine Gruppe von Schweizer Unternehmen unter der Leitung des ebenfalls in der Schweiz ansässigen Pensionskassen-Dienstleisters Berag.

BdV: Element-Kunden sollten umdecken

Nachdem die Finanzaufsicht BaFin in der vergangenen Woche einen Insolvenzantrag für das überschuldete Insurtech Element gestellt hat, meldet sich jetzt auch der Bund der Versicherten (BdV) zu Wort. Die Verbraucherschützer raten Kunden, sich schnellstmöglich um alternativen Versicherungsschutz zu bemühen. Denn ob alle neu eintretenden Schäden auch in vollem Umfang reguliert werden, ist nicht sicher. Der BdV kritisiert, dass die betroffenen Kunden noch nicht direkt informiert worden sind und sich auch die BaFin mit Informationen zurückhält.

Max Weinhold wechselt zu GGW

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Maklerkonsolidierer GGW holt sich prominente Verstärkung: Der ehemalige Gothaer-Vorstand und Olympiasieger Max Weinhold (Bild) wird Geschäftsführer der GGW-Tochter Leading Brokers United. Außerdem: Der ehemalige VHV-Vorstand Sebastian Schulz tritt in den Vorstand der Beratungsfirma Pentadoc ein. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Spezialversicherer Arch Insurance sowie beim US-Investor Oaktree Capital.

Element-Insolvenz: Folgen für Kunden und Investoren

 Exklusiv  Das von Astrid Stange geführte Insurtech Element befindet sich seit Mittwochmittag im vorläufigen Insolvenzverfahren. Der Insolvenzantrag der BaFin für den Versicherer hat die Partner des White Label-Anbieters zum Teil überrascht. Wie es für die Kunden weitergeht, ist noch unklar. Auf Investorenseite dürfte eine Insolvenz von Element vor allem das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin hart treffen.

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