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AM Best: ILS-Markt ist stark gewachsen

Der Markt für Insurance-Linked Securities (ILS) hat im vergangenen Jahr kräftig zugelegt und ein Volumen von rund 120 Mrd. Dollar (103 Mrd. Euro) erreicht. Vor allem Katastrophenanleihen und Sidecars trieben das Wachstum, schreibt die Ratingagentur AM Best in einem aktuellen Bericht. Demnach bleibt das Investoreninteresse trotz leicht sinkender Renditen hoch. Rekordemissionen bei Cat Bonds und neue Emittenten zeigen: Der ILS-Markt etabliert sich zunehmend als wichtiger Baustein der Rückversicherungsfinanzierung.

Gräfer: „Wir sind da als Branche einfach nicht gut“

Die Erfahrungswerte aus der Vergangenheit reichen nicht mehr aus, um der steigenden Schadeninflation in der Versicherungsbranche zu begegnen, waren sich Expertinnen und Experten bei einem Pressegespräch der Versicherungsforen Leipzig einig. Um eine langfristige Versicherbarkeit zu gewährleisten, sind neben Prävention grundsätzliche Kostensenkungen durch Digitalisierung erforderlich. Die Branche mache dabei derzeit keinen guten Job und müsse grundlegend umdenken, warnte Martin Gräfer, Vorstand der Bayerischen.

Feuerball über Deutschland: Meteoritenschaden wirft Versicherungsfragen auf

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Ein Feuerball hat am Sonntagabend den Himmel über Teilen Westdeutschlands erleuchtet und sogar Schäden verursacht. Im Koblenzer Stadtteil Güls durchschlug ein Meteoritenteil das Dach eines Wohnhauses und landete in einem Schlafzimmer. Verletzt wurde niemand. Das seltene Ereignis wirft auch versicherungstechnische Fragen auf: Wie werden Schäden durch Meteoriten reguliert, und wie häufig treten solche Fälle überhaupt auf? Der Versicherungsmonitor hat beim GDV und bei Versicherern nachgefragt.

USA: Rückversicherung für Schiffe soll 20 Mrd. Dollar betragen

Die USA wollen für Schiffe in der Golfregion eine „maritime Rückversicherungslösung“ von bis zu 20 Mrd. Dollar (17,5 Mrd. Euro) bereitstellen, die auch Kriegsrisikodeckungen beinhaltet. Die US International Development Finance Corporation, über die das Versicherungsprogramm laufen soll, ist überzeugt, damit die durch den Iran-Krieg zum Erliegen gekommenen Transporte von Öl und Gas auf dem Seeweg durch die Straße von Hormus wieder ans Laufen zu bringen. Experten bezweifeln das.

Iran-Krieg: Versicherer werden vorsichtiger bei Political-Risk-Deckungen

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Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und die damit einhergehende Instabilität der Region hat auch Auswirkungen auf die sogenannten SRCC-Deckungen, die Schäden durch Streiks, Aufstände und zivile Unruhen abdecken (Strikes, Riots, Civil Commotion). Makler berichten von ersten Kündigungen der Verträge durch die Versicherer und zunehmender Vorsicht bei Neuabschlüssen. Die Versicherer selbst zeigen sich eher zugeknöpft.

Gallagher Re: Cyber- und Sach-Rückdeckungen kombinieren

Kombinierte Cyber- und Property-Rückdeckungen können eine praktikable Lösung darstellen, um den wachsenden Bedarf an Schutz gegen extreme Cyberereignisse zu decken, glaubt der Rückversicherungsmakler Gallagher Re. In einem Whitepaper zeigt er auf, wie die Verbindung von Cyber-Tail-Risiken mit unkorrelierten Sachkatastrophenrisiken die Preise für die Zedenten verbessern und die Effizienz steigern kann. Das Papier hebt auch die wachsende Rolle der Insurance-Linked Securities (ILS) und der Cyber-Katastrophenanleihemärkte hervor.

Jungsthöfel: „Das ist ein Balanceakt“

Die Nachfrage nach Cyberversicherungen steigt, das Risiko dürfte infolge der wachsenden Bedeutung von künstlicher Intelligenz eher zunehmen, sagte der Vorstandschef der Hannover Rück Clemens Jungsthöfel auf einer Veranstaltung in Leipzig. Um eine Antwort auf die Herausforderung zu finden, seien auch alternative Lösungen nötig. Der GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen sprach in seinem Vortrag von 2026 als einem Jahr der Gesetzgebung.

Trump und die Staatsversicherung

Herbert Frommes Kolumne

US-Präsident Donald Trump hat seine Behörden angewiesen, für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus Kriegsrisiko-Deckungen „zu einem sehr günstigen Preis“ anzubieten. Wie das genau funktionieren soll, weiß niemand. Aber die Anweisung zeigt, dass die Regierung Trump keine Scheu davor hat, die Versicherung als politisches Mittel zu nutzen. Damit steht Trump nicht allein. Im größten Markt der Welt ist die Versicherungsbranche seit jeher ein politischer Spielball, schreibt Herbert Fromme.

Gallagher: Schiffe erhalten Versicherungsschutz über den Londoner Markt

Die Blockade der Seeschifffahrt in der Straße von Hormus hat nicht allein mit dem mangelnden Angebot an Deckungen für die Tanker zu tun, sondern insbesondere mit dem hohen Risiko einer Durchfahrt – an dem auch eine Versicherung nicht viel ändern würde. Über den Londoner Markt seien weiterhin Deckungen erhältlich, teilte der US-Makler Gallagher mit. Die Ratingagentur Morningstar DBRS sieht in einer staatlich gestützten Backstop-Lösung für die private Versicherungswirtschaft eine deutlich sinnvollere Alternative zu staatlichen Deckungen, wie sie US-Präsident Trump angekündigt hatte.

AM Best: Zeit der Haftpflicht-Nachreservierungen ist noch nicht vorbei

Angesichts des Trends zu immer höheren Schadenersatzurteilen vor US-Gerichten haben viele Rückversicherer ihre Reserven in den vergangenen Jahren erhöht. Damit ist das Thema allerdings nicht ausgestanden, glaubt die Ratingagentur AM Best. Analystin Mathilde Jakobsen rechnet damit, dass weitere Reservestärkungen nötig werden könnten. Dafür haben die Rückversicherer momentan aber auch das nötige Kleingeld.

Öltransporte: Experten blicken skeptisch auf Trump-Pläne

Die von US-Präsident Donald Trump ins Gespräch gebrachten „Versicherungsgarantien“ der USA für Öltransporte aus dem Persischen Golf, verbunden mit der Eskortierung der Schiffe durch die US-Marine, haben zwar den Ölpreis leicht gesenkt. Reeder sowie Schifffahrts- und Rohstoffexperten machen sich allerdings keine großen Hoffnungen, dass das die aktuelle Transportkrise infolge des Iran-Kriegs löst.

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