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Überschaubares Immobilienrisiko

Die Ratings europäischer Versicherer dürften einem moderaten Wertverlust von Gewerbeimmobilien wohl standhalten, die direkten Investitionen in dem Bereich liegen bei 1,8 Prozent ihres Gesamtvermögens. Das schreibt die Ratingagentur Fitch in einem aktuellen Bericht. Allerdings ist die Assekuranz in Österreich, Schweiz und Belgien deutlich überdurchschnittlich exponiert. Grundsätzlich ging der Trend in den vergangenen Jahren mehr zu indirekten Investitionen in dem Bereich.

Grenz: „Starker Trend in Richtung halal“

 Exklusiv  Alexander Grenz ist seit April Vorstandschef von Allianz in Indonesien, dem Land mit der größten islamischen Bevölkerung weltweit. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht er über eine zunehmende Nachfrage nach islamkonformen Versicherungen, die Rolle der Mittelschicht für seine Wachstumsziele, wichtige kulturelle Besonderheiten und erklärt, warum sich Lösungen von Deutschland nicht einfach nach Indonesien importieren lassen.

ChatGPT: Abwarten ist keine Option

Large Language Models haben sich vor allem durch den Hype um ChatGPT in kurzer Zeit zu einem Mega-Thema entwickelt. Solche Anwendungen dürften auch große Auswirkungen auf die Versicherungsbranche haben – wie diese aussehen werden, ist jedoch größtenteils noch gar nicht klar. Die Versicherer sind allerdings gut beraten, die Entwicklungen nicht nur zu beobachten, sondern sich selbst schnell mit der Technologie zu beschäftigen. Das wurde bei einer Fachveranstaltung der Vereinigung der Versicherungs-Betriebswirte deutlich.

Verbraucher wollen Prävention vom Versicherer

Versicherer sollen nicht mehr nur nach einem Schadenfall in Aktion treten, sondern auch schon davor. Das ist das Ergebnis einer Analyse des US-Beratungsunternehmens Bain & Company, das knapp 29.000 Menschen in 14 Ländern dazu befragt hat, was sie sich von Versicherungsunternehmen wünschen. Neben einer stärkeren Präventiv-Aufklärung gehört dazu auch mehr digitale Hilfestellung.

Howden kauft Northern Lloyd

Die Konsolidierungswelle im Maklermarkt läuft auf Hochtouren. Kurz nachdem Tobias Warwegs GGW-Gruppe den Zukauf des dänischen Assekuradeurs Balticfinance verkündet hat, meldet auch der britische Makler Howden einen wichtigen Zukauf im Transportversicherungsbereich. Er übernimmt den Schiffsversicherungsmakler Northern Lloyd mit Sitz in Bremen und Hamburg. Damit will Howden zum Marktführer im Marinegeschäft in Deutschland aufsteigen und gleichzeitig die Spezialisierung in Schlüsselmärkten vorantreiben.

Swiss Re hat ambitionierte Ziele

Die Swiss Re hatte nach dem Verlust in den ersten neun Monaten für das Gesamtjahr noch in einen Gewinn von 472 Mio. Dollar ausgewiesen. Für 2023 hat sich der Rückversicherer 3 Mrd. Dollar Gewinn vorgenommen. In der Schaden- und Unfallversicherung soll sich die Schaden- und Kostenquote verbessern, in der Lebensrückversicherung soll das Nettoergebnis um mehr als das Doppelte steigen. Bei einem Mediengespräch hat der Konzern jetzt die neue, gestraffte Struktur in der Rückversicherung präsentiert, mit der er diese Ziele erreichen will.

GGW kauft dänischen Assekuradeur Balticfinance

 Exklusiv  Die von Tobias Warweg geführte Maklergruppe GGW übernimmt zum 1. Oktober 2023 die dänische Balticfinance, einen der führenden Assekuradeure in Skandinavien und europaweit agierenden Spezialisten für Versicherungen im Profisport. Zu den Kunden soll auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gehören. Für die vom Investor HG Capital gestützte GGW bedeutet der Zukauf einen wichtigen Zugang zum skandinavischen Markt.

Generali kauft Liberty-Töchter für 2,3 Mrd. Euro

Der italienische Versicherer Generali hat vom US-Versicherer Liberty Mutual die Liberty Seguros in Madrid mit Geschäft in Spanien, Portugal, Irland und Nordirland übernommen. Die Italiener zahlen 2,3 Mrd. Euro. Damit bauen sie ihre Marktposition auf der iberischen Halbinsel und in den beiden Teilen Irlands deutlich aus. Liberty hatte im Juni bereits vier Gesellschaften in Lateinamerika an die Talanx-Gruppe verkauft.

PKV wirbt für Kapitaldeckung in der Pflege   

Die privaten Krankenversicherer (PKV) haben die Zahl der Gesamtverträge im vergangenen Jahr um 600.000 Stück auf 37,8 Millionen gesteigert. Treiber war einmal mehr das Geschäft mit Zusatzversicherungen, die Zahl der Vollversicherungen ging dagegen minimal zurück – obwohl mehr ehemals gesetzlich Krankenversicherte ins private System wechselten als umgekehrt. Thomas Brahm, Vorsitzender des PKV-Verbands, positionierte sich gegen eine Anhebung der Versicherungspflichtgrenze und forderte mehr Kapitaldeckung in der sozialen Pflegeversicherung samt steuerlicher Förderung.

Brahm: „Übertriebener Datenschutz“ schadet Kranken

 Exklusiv  Die Digitalisierung führt bei privaten Krankenversicherern auch zu Konflikten mit bestehenden Regelwerken wie dem des Datenschutzes. Deshalb steht Marktführer Debeka aktuell vor Gericht mit dem Landesdatenschutzbeauftragen von Rheinland-Pfalz, berichtet Debeka-Chef Thomas Brahm im Interview mit SZ und Versicherungsmonitor. Brahm nimmt auch zum Austritt beim Netzwerk „Meine Gesundheit“ Stellung, spricht über die elektronische Patientenaktie, die Probleme mit der Nachwuchsgewinnung und den Effekt der Inflation.

Swiss Re warnt vor den Folgen einer eisfreien Arktis

Statt erst Mitte dieses Jahrhunderts könnte es bereits deutlich früher dazu kommen, dass die Arktis infolge der globalen Erwärmung in den Sommermonaten eisfrei ist. Die Swiss Re zählt dieses Szenario in ihrem neuen Sonar-Bericht zu den bedeutenden neuartigen Risiken. Demnach dürfte die „Öffnung der Arktis“ technologische, ökonomische, soziale und ökologische Folgen haben, die auch für die Bereiche Schaden- und Spezialversicherung relevant sind. Der Krieg Russlands in der Ukraine erschwert die Lage zusätzlich.

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