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Baloise kauft belgischen Versicherer Fidea

Die Baloise kauft dem angeschlagenen chinesischen Versicherungskonzern Anbang für 480 Mio. Euro den Antwerpener Versicherer Fidea ab. Der Schweizer Versicherer verfolgt in Belgien ein ähnliches Geschäftsmodell wie Fidea, sie sind beide im Geschäft mit Privatkunden sowie mit kleinen und mittelgroßen Firmen aktiv. Die Baloise kam auf dem belgischen Markt 2018 auf Prämieneinnahmen von 1,5 Mrd. Euro, der Jahresumsatz von Fidea lag zuletzt bei 310 Mio. Euro. Im Rahmen seiner staatlich angeordneten Zerschlagung hatte Anbang im Juli 2018 den Verkauf der Gesellschaft beschlossen.

Brexit: Konsequenzen für Versicherungsvermittler

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Auch mit der jüngsten Verschiebung des Datums für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union auf den 31. Oktober 2019 ist ein harter Brexit nicht völlig ausgeschlossen. Während für britische Versicherer, die in Deutschland tätig sind, für diesen Fall Ausnahmeregelungen geschaffen worden sind, sind diese Vorschriften auf Versicherungsvermittler nicht anwendbar. Sie müssen lokale Einheiten in der EU errichten und eine Erlaubnis beantragen. Auch wer schon über eine Niederlassung in der Rechtsform einer UK Limited verfügt, muss sich um eine neue Erlaubnis bemühen. Wieviel Outsourcing von Tätigkeiten nach Großbritannien zulässig ist, wird im Einzelfall zu […]

Swiss Re-Urgestein macht weiter

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Walter Kielholz wird auf der Hauptversammlung der Swiss Re wohl für ein weiteres Jahr als Präsident des Verwaltungsrats gewählt werden.

AGCS: DSGVO lässt Cyberprämien sprudeln

Die seit einem Jahr geltende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat beim Allianz-Industrieversicherer AGCS für einen kräftigen Prämienanstieg in der Cyberversicherung gesorgt. 2018 kam die Allianz-Tochter auf ein Prämienvolumen in zweistelliger Millionenhöhe, im laufenden Jahr dürfte es ein dreistelliger Millionenbetrag werden. Viele Firmen, die lange mit dem Abschluss einer Cyberversicherung gezögert hatten, haben dies in den vergangenen Monaten nachgeholt. Weil die Markdurchdringung dieser Policen in Europa im Vergleich mit den USA immer noch gering ist, rechnet AGCS weiter mit starkem Wachstum in dem Segment. Neben den Folgekosten nach einem Cybervorfall drohen Firmen auch im Zuge der DSGVO drastisch erhöhte Bußgelder.

Neue Märkte für die Kunstversicherung

Die Globalisierung macht auch vor dem Kunstmarkt nicht halt. Rund um die Welt schießen Kunstmessen aus dem Boden, immer mehr Sammler und Käufer aus Asien und dem Nahen Osten investieren hohe Summen. Für internationale Schauen muss Kunst immer schneller von A nach B transportiert werden. Das stellt auch Kunstversicherer vor neue Herausforderungen, so der Tenor des achten Kölner Kunstversicherungsgesprächs anlässlich der Kunstmesse Art Cologne. Die Schadenprävention spielt eine große Rolle. Weniger erfahrene Sammler müssen geschult werden, wie sie richtig mit wertvollen Stücken umgehen. Den bevorstehenden Brexit sieht zumindest der Vertreter der Allianz Kunstversicherung entspannt.

Gothaer legt nach BdV-Klage Berufung ein

Die Gothaer gibt sich im Streit um ihr Riester-Produkt ReFlex nicht geschlagen und hat Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts Köln eingelegt. Der Bund der Versicherten (BdV) hatte die Gothaer wegen intransparenter Versicherungsbedingungen bei der Riester-Rente verklagt. Der Versicherer will bei einer Komponente der Abschlusskosten nachbessern, betont aber, das Riester-Produkt sei vorschriftsmäßig eingereicht und zertifiziert worden. „Wir haben dafür einen Stempel bekommen“, sagt Leben-Vorstand Michael Kurtenbach bei der Bilanz-Pressekonferenz. Gothaer-Chef Karsten Eichmann ist mit den Ergebnissen des vergangenen Jahres zufrieden. Der mittelgroße Versicherer sei gegenüber großen Rivalen gut aufgestellt. Den geplanten Provisionsdeckel lehnt er ab. Er sei systemfremd und komme […]

Streit um die Lebensversicherung

Sind die Lebensversicherer in der Krise oder stehen sie nur vor einem herausfordernden Geschäftsfeld? Darüber diskutierten Vertreter der Versicherungsbranche und Verbraucherschützer auf der Wissenschaftstagung des Bundes der Versicherten (BdV) in Berlin. Johannes Lörper von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) bescheinigte der Branche, sich angesichts der Niedrigzinsen und hoher Garantiezusagen aus der Vergangenheit bisher tapfer geschlagen zu haben. BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein hielt entgegen, dass die Branche ohne die Versicherer-freundliche Politik in Berlin nicht so gut dastehen würde. Die Probleme der Unternehmen würden auf dem Rücken der Kunden ausgetragen.

Herbert Fromme

Oliver Bätes digitale Meisterprüfung

 Herbert Frommes Kolumne  Noch in diesem Jahr soll der europäische Online-Versicherer der Allianz an den Start gehen. Für Konzernchef Oliver Bäte ist der Plan von großer Bedeutung: Er ist einer der Kernbestandteile seiner Strategie der Vereinfachung und Skalierung. Innerhalb des Konzerns wird heftig diskutiert, ob das Projekt die hohen Erwartungen erfüllen kann. Schon vom Tisch ist der Plan, einen einheitlichen Risikoträger zu bauen. Stattdessen wird es weiterhin unterschiedliche Versicherer in den einzelnen Märkten geben. Mancher sieht das bereits als halbes Scheitern des Plans. Doch niemand sollte die Allianz und die Konzernführung unterschätzen.

300 Millionen frisches Geld für Lemonade

Der US-Versicherer Lemonade erhält in einer Series-D-Finanzierung 300 Mio. Dollar. Geführt wird die Finanzierungsrunde vom japanischen Technologie- und Telekommunikationskonzern Softbank, beteiligt sind außerdem Allianz, GV (vormals Google Ventures), General Catalyst, Our Crowd und Thrive Capital. Damit hat Lemonade rund 480 Mio. Dollar von Investoren eingesammelt. Experten zufolge ist das Unternehmen nach der aktuellen Finanzierung mehr als 2 Mrd. Dollar wert. Mit dem Geld will das Unternehmen in den USA und in Europa wachsen. Lemonade gilt wegen der durchgängig digitalen Bearbeitung von Anträgen und Schäden als Vorzeigeunternehmen.

S&P rechnet mit schwächerem Run-off-Wachstum

Der deutsche Run-off-Markt für Lebensversicherungen wird in den kommenden Jahren weiter wachsen, erwartet die Ratingagentur S&P in einer Analyse des europäischen Run-off-Marktes. Allerdings geht sie von einem schwächeren Wachstum als in den vergangenen Jahren aus. Zuletzt war Deutschland der aktivste Markt in Europa für Run-off-Deals. Vertreter von Run-off-Plattformen erhoffen sich von der diese Woche erfolgten Zustimmung der BaFin für die Übernahme der Generali Leben durch die Abwicklungsplattform Viridium weiteren Schub für ihr Geschäftsmodell. In den großen europäischen Märkten haben Abwickler in Großbritannien die besten Aussichten. In Italien und Frankreich ist das Potenzial dagegen begrenzt.

Medicproof hat gut zu tun

Der medizinische Dienst der privaten Krankenversicherer Medicproof hat im vergangenen Jahr erneut deutlich mehr Begutachtungsaufträge in der Pflegeversicherung erhalten. Die Zunahme ist aber nicht auf eine steigende Zahl von Versicherten zurückzuführen, die erstmals pflegebedürftig werden, sondern auf die erneute Prüfung bei Menschen, die bereits pflegebedürftig sind. Die Zahl der Erstgutachten ist 2018 zurückgegangen. Die Auswirkungen der Pflegereform sind bei Medicproof inzwischen verdaut, die Bearbeitungsfristen haben sich normalisiert. Dazu trägt auch die völlige Digitalisierung der Abläufe bei.

Aon holt Hermann als Affinity-Chef

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Makler Aon holt sich Verstärkung für sein Affinity-Geschäft. Welf Hermann (Bild) kommt von der Basler und tritt die Nachfolge von Wouter Goudswaard an. Außerdem: Der langjährige Geschäftsführer von Avid Technology, Jochen Pielage, übernimmt die technische Leitung bei xbAV. Der Versicherungskonzern Chubb ernennt den Underwriter Jonathan Kennett zum neuen Finanzleiter für die Regionen Vereinigtes Königreich und Irland. Bei dem Spezialversicherer Beazley erhält der Verwaltungsrat Zuwachs: Nicola Hudson und John Reizenstein sind die Neuen.

Kartellamt will Vergleichsportale ausbremsen

Das Bundeskartellamt will Vergleichsportale in die Schranken weisen, benötigt dafür jedoch zusätzliche Befugnisse, um Verbraucherrechte „in konkreten Einzelfällen zügig und zielgerichtet durchzusetzen“. Einige Anbieter aus dem Lager von Check24 und Verivox würden tricksen und seien verbraucherunfreundlich, urteilen die Kartellwächter im Abschlussbericht ihrer Sektoruntersuchung. Es gebe Täuschungen, Intransparenz und Schleichwerbung. Bei Versicherungen seien wichtige Anbieter teils von Vergleichen ausgeschlossen. Bis sich die Lage ändert, können sich Verbraucher an Warnhinweisen der Kartellwächter für den Umgang mit Portalen orientieren.

Grund: „Run-off nicht verteufeln“

Ein externer Run-off darf nicht zu Lasten der Kunden gehen. Das hat der oberste Versicherungsaufseher der BaFin Frank Grund auf der Wissenschaftstagung des Bundes der Versicherten in Berlin erneut betont. Die Aufsichtsbehörde hat vor Kurzem dem Verkauf der Generali Leben samt vier Millionen Verträgen an den Abwickler Viridium zugestimmt. Grund zeigte Verständnis für die Sorgen betroffener Kunden, wandte sich aber gegen eine Verteufelung des Run-off. Einen großen Trend zu solchen Transaktionen erwartet er nicht.

Straßenverkehr gefährdet „Smartphone-Zombies“

Die Allianz hat die Risiken von Fußgängern im Straßenverkehr untersucht und fordert besseren Schutz. Besonders gefährdet seien Fußgänger, die auf ihr Smartphone starren – im modernen Sprachgebrauch zuweilen Smartphone-Zombies genannt. Zu Zusammenstößen mit Passanten kommt es auch recht oft beim Rückwärtsfahren, warnt die Allianz. Der Versicherer fordert den Einbau von Rückfahr-Notbremssystemen in Fahrzeugen. Sehr unfallgefährdet sind auch ältere Fußgänger ab 64 Jahren. Die Allianz appelliert an das Europaparlament, die Fußgänger-Charta aus dem Jahr 1988 zu überarbeiten. Fußgängersicherheit brauche mehr Beachtung, um die europäische „Vision Zero“ zu erreichen: Das Ziel von nahezu keinen Verkehrstoten ab dem Jahr 2050.

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