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Warum Versicherer bislang mit Ökosystemen scheitern

 The Long View – Der Hintergrund  Nach anfänglicher Euphorie beginnt die Versicherungsbranche, das Thema Ökosysteme kritisch zu hinterfragen. Ein Grund dafür sind Akzeptanzprobleme bei den Kunden. Zusätzlich kämpfen die Unternehmen mit ihrer schwachen Rolle in bestehenden Ökosystemen. Um das zu ändern, sollte die Branche sowohl ihre vertriebliche Ausrichtung überprüfen als auch das Problem ihrer veralteten IT-Systeme anpacken. Denn die Erwartungshaltung der Kunden an ihre Versicherer ist stark gestiegen. Kunden sind auch bereit, für zusätzliche Dienstleistungen zu zahlen.   … Lesen Sie mehr ›

Staatsgarantie für Terrorrisiken muss fortbestehen

 Meinung am Mittwoch  Ende des Jahres läuft die aktuelle Staatsgarantie für Terrorrisiken aus. Der Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft und der Bundesverband der Deutschen Industrie plädieren für eine möglichst schnelle Fortsetzung der staatlichen Haftung. In Deutschland können sich Unternehmen über den Spezialversicherer Extremus bis zu einer Deckungssumme von 10 Mrd. Euro gegen Terrorrisiken versichern. Davon garantiert der Staat für 7,5 Mrd. Euro. Vor einer Fortsetzung der Staatsgarantie muss das Bundesfinanzministerium prüfen, ob die private Versicherungswirtschaft die Summe nicht selbst aufbringen könnte. … Lesen Sie mehr ›

Rechtsschutz: Standardmodell wird attraktiver

Für die deutschen Rechtsschutzversicherer wird es ab 2020 deutlich weniger nachteilig sein, das Solvency II-Standardmodell zu verwenden. Das erwartet der Großmakler Aon. Bislang haben viele Anbieter das Standardmodell mit  unternehmensspezifischen Parametern verwendet, um höhere Kapitalanforderungen zu vermeiden. Im Zuge der für das kommende Jahr geplanten Überarbeitung von Solvency II will die EU den Risikofaktor für das Reserverisiko in der Rechtsschutzsparte von 12 Prozent auf 5,5 Prozent senken. Dadurch sind mit der Verwendung der Standardformel höhere Solvenzquoten möglich als bisher. … Lesen Sie mehr ›

Großbritannien: Trov stellt On-Demand-Angebot ein

Das viel beachtete US-Start-up Trov stellt sein On-Demand-Versicherungsangebot in Großbritannien ein. Die App, mit der Privatkunden wertvolle Gegenstände per Smartphone versichern können, will das Unternehmen Ende Oktober 2019 einstampfen. Dem britischen Markt, auf dem Trov bisher in Kooperation mit der Axa unterwegs war, will das Start-up aber nicht den Rücken kehren. Im Laufe des Jahres will das Unternehmen neue Produkte und Partnerschaften verkünden. … Lesen Sie mehr ›

Per Mausklick die Lebensversicherung widerrufen

Das Start-up Helpcheck hilft Lebensversicherungskunden, ihre nach dem Policenmodell abgeschlossenen Verträge zu widerrufen. Dazu nutzt das Düsseldorfer Unternehmen eine selbst entwickelte Software, die es möglich macht, erste Schritte in dem Prozess vollautomatisch zu unternehmen. Erst später werden Anwälte eingeschaltet. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht Gründer Peer Schulz über seine Motivation, den Lebensversicherern das Leben schwer zu machen, und erklärt, was Rechtsschutzversicherer mit seinem Geschäftsmodell zu tun haben. … Lesen Sie mehr ›

Adacta kommt nach Deutschland

In Osteuropa war das Unternehmen schon erfolgreich, jetzt soll Deutschland folgen: Der slowenische IT-Dienstleister Adacta will mit seiner Plattform-Lösung „Ad Insure“ deutsche Versicherer von veralteten Bestandssystemen befreien. Dass es hierbei Widerstand gibt und nicht jeder Versicherer bereit ist, seine IT umzustrukturieren, weiß Zoran Slanic, Generaldirektor von Adacta Ljubljana. Dennoch will der IT-Anbieter vom florierenden Versicherungsgeschäft in Deutschland profitieren. Einen ersten Kunden gibt es bereits. … Lesen Sie mehr ›

AGCS: Die Probleme der Industrieversicherung

Seit April leitet Hans-Jörg Mauthe als CEO Central & Eastern Europe das deutsche und zentraleuropäische Geschäft der Allianz Global Corporate & Specialty. Er ist Nachfolger von Andreas Berger, der zur Swiss Re ging. In seinem ersten Interview in der Funktion erläutert Mauthe seine Sicht der Marktlage und strukturelle Probleme der Branche. Er nimmt Stellung zu den Gewinnforderungen der Obergesellschaft Allianz SE und spricht über die Cyberdeckungen, die der Konzern anbietet. Mauthe spricht über die wachsenden Rückrufschäden gerade im Automotive-Segment und erklärt, warum die AGCS sich besonders um die großen und starken deutschen Familienunternehmen kümmern will. Denn dort sieht sich der […] … Lesen Sie mehr ›

Cum Ex: Versicherer geraten ins Visier der Ermittler

Seit mehr als sechs Jahren ermitteln die Finanzbehörden zu den sogenannten Cum Ex-Geschäften, bei denen Investoren, Banken und Berater die Staatskasse um Milliarden geprellt haben. Sie ließen sich bei Aktiengeschäften Steuern erstatten, die sie niemals gezahlt hatten. Jetzt sind auch Versicherer ins Visier der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt geraten. Acht Beschuldigte, davon vier Mitarbeiter von Versicherern, sollen insgesamt fast 14 Mio. Euro hinterzogen haben. Damit nähert sich der Skandal auch der Assekuranz. … Lesen Sie mehr ›

Allianz beteiligt sich an New Yorker Wolkenkratzer

Allianz Real Estate, der Immobilien-Zweig des Münchener Allianz-Konzerns, hat einen Anteil von 49 Prozent an einer Einheit des New Yorker Bürogebäudes „30 Hudson Yards“ erworben, die 26 Stockwerke umfasst. Dafür zahlte das Unternehmen umgerechnet 342 Mio. Euro, berichtet Reuters. Das Hochhaus ist mit 387 Metern Höhe einer der höchsten Wolkenkratzer der Metropole am Hudson River. Zwei Jahre zuvor hatte sich die Allianz bereits im benachbarten Hochhaus „10 Hudson Yards“ eingekauft. … Lesen Sie mehr ›

Das Ende der Geschichte der „Tippgeber“

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Der Grat zwischen Tippgeber und Versicherungsvermittler ist äußerst schmal, aber sehr entscheidend: Die Tippgebertätigkeit ist schließlich nicht erlaubnispflichtig und zieht somit nicht die gewerbe- und aufsichtsrechtlichen Konsequenzen nach sich, denen sich Vermittler gegenüber sehen. Dennoch wird der Tippgeber in der Regel vom Versicherer vergütet. Seine Tätigkeit ist daher äußerst reizvoll. Um den Verbraucher ausreichend zu schützen, legen die Gerichte die Tippgebertätigkeit sehr eng beziehungsweise die Vermittlertätigkeit sehr weit aus. Welches Betätigungsfeld verbleibt in Zeiten des Online-Vertriebs dann noch für den Tippgeber? … Lesen Sie mehr ›

Cosmos Direkt straft schlechte Telematik-Fahrer

Der Direktversicherer Cosmos Direkt verlangt im Telematik-Tarif „Betterdrive“ von sehr schlechten Autofahrern mitunter mehr Prämie, als sie im Basis-Telematiktarif ohne die Telematik-Auswertung hätten zahlen müssen. In einem Preisbeispiel ist die Differenz gering, dennoch ist der Aufschlag ein Novum in der Telematik-Autoversicherung. Andere Anbieter, darunter Allianz, Axa, HUK-Coburg und VHV, werben lautstark damit, dass selbst riskante Fahrer keinesfalls Zuschläge zahlen müssen. Umgekehrt sollen lediglich gute Fahrer von Rabatten in der Kfz-Versicherung profitieren können. Strafzuschläge für riskante Autofahrer könnten der Akzeptanz von Telematik-Tarifen schwer schaden. … Lesen Sie mehr ›

PKV hat beim Wechsel erstmals wieder die Nase vorn

Die private Krankenversicherung (PKV) stagniert weiter im Kerngeschäftsfeld Vollversicherung. Der Bestand an Vollversicherten in der Branche hat sich im vergangenen Jahr erneut leicht um 0,2 Prozent reduziert. Laut dem gerade erschienenen Rechenschaftsbericht legt die Branche bei den Zusatzversicherungen aber weiter zu. Erfreulich aus Sicht der PKV: 2018 sind erstmals seit 2011 wieder mehr Versicherte von einer gesetzlichen Krankenkasse zu einem PKV-Unternehmen gewechselt als in die umgekehrte Richtung. … Lesen Sie mehr ›

Herbert Fromme

Ohne Deckel wäre auch blöd

 Herbert Frommes Kolumne  Es ist zweifelhaft, ob die Bundesregierung noch vor der Sommerpause den Gesetzentwurf für den Provisionsdeckel durch das Kabinett bringt. Das Thema steht erneut auf der Tagesordnung für die Kabinettssitzung am 19. Juni 2019, aber es stand auch schon für den 6. Juni und am 12. Juni dort – und flog wieder runter. Vor allem in der CDU/CSU-Fraktion gibt es heftigen Widerstand gegen die geplante Regelung. Aber inzwischen haben viele Versicherer nachgedacht. Das Ergebnis: Sie fänden es ganz gut, wenn es einen Provisionsdeckel gibt. Denn es stellt sich die Frage, was bei einem Scheitern des Gesetzentwurfs kommt. […] … Lesen Sie mehr ›

Knoll: „Ausschließlichkeit wird verschwinden“

Versicherer und Vertriebe werden von der Digitalisierung kräftiger durchgeschüttelt, als sie glauben – das erwartet Stefan Knoll, Gründer und Chef der Deutschen Familienversicherung. Auf einer Veranstaltung des Maklers Aon zeichnete er eine düstere Zukunftsprognose für seine Branche: Der Ausschließlichkeitsvertrieb sei bald komplett verschwunden, und die Rolle der Makler dürfte sich drastisch wandeln. Versicherer, die mit der Digitalisierung noch nicht begonnen haben, könnten bis zu 80 Prozent ihrer Belegschaft verlieren. Knoll hält diese Prognose nicht für übertrieben – schließlich hat sich sogar bei dem selbsternannten „einzigen funktionierenden Insurtech“ die Mitarbeiterzahl durch die Einführung eines digitalen Bestandssystems seit 2014 fast halbiert. … Lesen Sie mehr ›

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