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Greco will bei KI „All in” gehen

Der Schweizer Versicherer Zurich blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Der Gewinn stieg deutlich und damit auch die künftige Dividende für Anteilseigner. Das teilte Zurich-Chef Mario Greco bei der Vorstellung der Jahresergebnisse 2025 mit. Das Unternehmen sei auf dem Weg, die Ziele für 2027 zu erreichen. Zurich sieht großes Potenzial in künstlicher Intelligenz (KI) und investiert derzeit massiv in die Technologie, unter anderem durch den Aufbau eines KI-Labors. Ein Stellenabbau sei nicht vorgesehen. „Wir wollen bei KI ‚All In‘ gehen“, kündigte Greco an.

Altersvorsorgereform: Vergütungsmodell könnte Vermittler abschrecken

Das Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften (Ifa) warnt: Die geplante Reform der privaten Altersvorsorge könnte scheitern, wenn die Abschlusskosten wie vorgesehen über die gesamte Vertragslaufzeit verteilt werden. Für die Vermittler würde sich eine Beratung dann nicht mehr lohnen, und die Reform würde eine wichtige Zielgruppe in der Bevölkerung verfehlen. Zustimmung kommt von Norman Wirth vom Vermittlerverband AfW.

Was Europas Versicherer vom chinesischen Markt lernen können

The Long View – Der Hintergrund

Chinas Versicherungssektor hat sich vom Verkäufermarkt zum datengetriebenen Ökosystem entwickelt – mit Plattformlogik, industrieller KI, Open-Source-Sprachmodellen und kompromissloser Kundenzentrierung, schreibt Patrick Dahmen, Managing Partner der auf die Versicherungsbranche spezialisierten Beratungsgesellschaft Valytics. Europas Versicherer müssen daraus Konsequenzen ziehen: weg von Piloten, hin zu Produktivitätssprüngen, eingebetteten Angeboten und belastbarer Daten-Governance.

„Fit & Proper“ als Qualitätsmaßstab für Aufsichtsräte

Mit der Umsetzung der EU-Richtlinie 2025/2 in deutsches Recht werden sich die Anforderungen an die Aufsichtsräte von Versicherern erhöhen – Stichwort „Fit & Proper“. Das wird die Rolle der Gremien verändern, erwartet Ronald Köster vom Analysehaus Assekurata Solutions. Sowohl die Unternehmen als auch die Gremien selbst sollten sich rechtzeitig auf die neuen Regeln vorbereiten und sie als Chance begreifen, rät er.

Stellenabbau: Ergo und Verdi unterzeichnen sozialen Rahmenplan

Die Munich Re-Tochter Ergo will verstärkt künstliche Intelligenz einsetzen und bis 2030 rund 1.000 Stellen in Deutschland abbauen. Jetzt hat sich der Versicherer mit der Gewerkschaft Verdi auf einen sozialen Ordnungsrahmen geeinigt. Zentrale Punkte sind wie bereits angekündigt der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen, Standortgarantien und die Einrichtung einer „Reskilling Akademie“, um Mitarbeitende umzuschulen.

Reputationsrisiko Promi-Werbung

Der Makler Willis hat ein datenbasiertes Modell entwickelt, mit dem sich die Reputationsrisiken von Unternehmen, die mit Werbeträgern und Markenbotschaftern zusammenarbeiten, bemessen lassen sollen. Das Modell ist in Zusammenarbeit mit dem britischen Datenunternehmen Polecat entstanden und basiert auf künstlicher Intelligenz.

Baobab holt sich Verstärkung für das Benelux-Geschäft

Leute – Aktuelle Personalien

Der Cyber-Assekuradeur Baobab hat den früheren Beazley-Underwriter Adil Ozcelik an Bord geholt. Er soll sich um den Ausbau des Geschäfts in Belgien und Luxemburg kümmern. Personelle Neuigkeiten gibt es außerdem beim Softwareanbieter Fadata, dem Spezialversicherer LSM und dem Makler Brown & Brown.

Trübere Geschäftserwartungen in der Assekuranz

In der Versicherungsbranche sinkt die Bereitschaft für die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der DIHK. Die Zahl der Unternehmen mit positiven Beschäftigungserwartungen übersteigt die Zahl derjenigen, die mit einem Rückgang bei den Mitarbeitern rechnen, in geringerem Ausmaß als vor einigen Monaten. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel weiterhin eine zentrale Sorge der Branche. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft ist die Stimmung in der Assekuranz weiter besser.

HDI Global setzt sich neue Ziele

Der Industrieversicherer HDI Global will im neuen Strategiezyklus vor allem bei Spezialrisiken und in Nordamerika wachsen. Weitere Ziele im Rahmen der dreijährigen Strategie sind eine hohe Exzellenz im Kerngeschäft sowie die Sicherung des Rufs als einer der Top-Arbeitgeber der globalen Finanzbranche. Konkrete Zahlen zu den Zielen veröffentlicht das Unternehmen allerdings nicht.

Aon Deutschland mit neuem Bereichs-CEO

Leute – Aktuelle Personalien

Marcel Armon übernimmt bei Aon Deutschland ab Juli die Position des CEO für den Geschäftsbereich Commercial Risk Solutions. Außerdem hebt der Großmakler auf Holding-Ebene ein neues Führungsgremium aus der Taufe. Personelle Änderungen gibt es auch bei der Aon-Muttergesellschaft, Munich Re, AIG und dem Versicherungsmarkt Lloyd’s.

Zwischen Mensch und Maschine: Wenn KI die Beratung stärkt

Meinung am Mittwoch

Digitalisierung und Disruption sind untrennbar miteinander verbunden.  Während sich die Versicherungsbranche über effizientere Prozesse und neue Möglichkeiten freut, stellt sich eine zentrale Frage: Wie bewahren wir in einer zunehmend digitalen, disruptiven Welt unseren wichtigsten Erfolgsfaktor – echte Kundennähe? Die Balance zwischen technologischer Innovation und persönlicher Beziehung ist eine der spannendsten Herausforderungen unserer Zeit – und zugleich der Schlüssel für nachhaltigen Unternehmenserfolg, schreibt Eric Bussert, Vertriebs- und Marketingvorstand des Versicherers Hanse Merkur.

Ergo macht Ernst mit dem Stellenabbau

Die Munich-Re-Tochter Ergo will in den nächsten fünf Jahren in Deutschland 1.000 Stellen streichen. Darauf hat sich der Düsseldorfer Versicherer mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt. Betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen sind ausgeschlossen. Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Stellen wegfallen, sollen umgeschult werden. Das Handelsblatt hatte darüber zuerst berichtet. Die Maßnahme ist Teil des Zukunftsprogramms „Ambition 2030“ der Munich Re, das Kosteneinsparungen in Höhe von 600 Mio. Euro vorsieht.

HWF Partners: W&I-Schäden steigen

Im vergangenen Jahr haben europäische Unternehmen mit einer Gewährleistungsversicherung (W&I) mehr Schäden gemeldet als im Vorjahr. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Spezialmaklers und Beraters HWF Partners hervor. Dabei sei mehr als die Hälfte der Schadenmeldungen auf Betrug und das Verschweigen von Informationen zurückzuführen. Angesichts dieser Ergebnisse betont HWF Partners die Relevanz von W&I-Policen und prognostiziert ein Wachstum in diesem Bereich.

Warta und TU Europa in Polen gehören Talanx jetzt komplett

Die Talanx-Gruppe hat den bereits Ende 2024 angekündigten Erwerb der Minderheitsanteile an den polnischen Versicherern Warta und TU Europa abgeschlossen. Die Hannoveraner haben 24,3 Prozent an Warta und 50 Prozent minus eine Aktie an TU Europa vom japanischen Lebensversicherer Meiji Yasuda Life Insurance Company für einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag übernommen. Die strategische Partnerschaft zwischen Talanx und Meiji Yasuda war Ende 2025 beendet worden.

Fitch erwartet Konsolidierungswelle bei Versicherern

Die Ratingagentur Fitch erwartet eine neue Konsolidierungswelle im europäischen Versicherungsmarkt. Gebremstes organisches Wachstum, stabile Zinsen und hohe Kapitalquoten dürften demnach künftig Fusionen und Übernahmen befeuern. Besonders im Fokus stünden Spezial- und Rückversicherer sowie Lebensversicherer. Aber auch in den Bancassurance-Bereich, dem Vertrieb von Versicherungsprodukten durch Banken, kommt Bewegung, schreiben die Expertinnen und Experten in einem aktuellen Kommentar.

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