Der Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) plädiert für die Schaffung einer neutralen Datenplattform, die dabei helfen würde, Unternehmen, Versicherer, Makler und weitere Akteure digital und effizient miteinander zu vernetzen. Die Industrie knüpft ein solches Konstrukt an sehr konkrete Bedingungen, erklärte GVNW-Vorständin Antje Beck beim Großmaklerdinner der Süddeutschen Zeitung. Dieses Mal soll es anders laufen als bei der gescheiterten Plattform Inex24 vor mehr als zehn Jahren.
Archiv ‘Digitalisierung’
Bonitätsprüfung in Millisekunden
Digitale Trends 2024 Der Kreditversicherer Allianz Trade hat ein Problem von Onlineshops im B2B-Bereich gelöst: Dank einer API, also einer Software-Schnittstelle, die die Bonität der Kunden in Echtzeit überprüft, können sie auch bisher unbekannten Kunden den Kauf auf Rechnung anbieten – mit niedrigerem Risiko, da Allianz Trade bei Zahlungsausfällen als Kreditversicherer einspringt. Die Technologie baut auf einer Risikodatenbank der Allianz auf, die 85 Millionen Unternehmen umfasst.
eGesundheitsakten beschleunigen Underwriting
Der Underwriting-Prozess in der Lebens- und Krankenversicherung könnte durch die Nutzung von elektronischen Gesundheitsakten künftig nur noch zwei statt 15 Tage dauern. Das hat eine Studie des Rückversicherers Swiss Re ergeben. Demnach lassen sich in der Entscheidungsfindung, bei der Risikobewertung und bei der Bestimmung der Sterblichkeitserwartung genauere und schnellere Aussagen treffen.
Allianz-Rentenkompass: Ohne bAV wird es schwer
Mehr als 2.000 Euro netto im Monat – das wünschen sich deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Zumindest, wenn es nach der Rentenkompass-Studie der Allianz Leben geht. Das digitale Tool des Versicherers lässt Nutzer durch wenige Klicks herausfinden, wie es um ihr Einkommen im Alter steht. Ohne private Vorsorge und die betriebliche Altersversorgung (bAV) lässt sich die gewünschte Rentenhöhe nicht erreichen, betont die Allianz.
Bildergalerie: Versicherungsmonitor Breakfast-Briefing
Bildergalerie Die als Angreifer angetretenen Insurtechs sind bislang nicht zu einer Bedrohung für die alteingesessenen Anbieter geworden. Dennoch steigt der Digitalisierungsdruck auf die Branche, waren sich die Rednerinnen und Redner beim Breakfast Briefing des Versicherungsmonitors einig. Sie diskutierten bei der Kurzkonferenz am 16. November darüber, welche Rolle Standardsoftware spielen wird und warum mittelgroße Versicherer noch so träge sind.
Warum die Insurtech-Bilanz so schwach ausfällt
Sie waren angetreten, den Platzhirschen das Geschäft streitig zu machen – passiert ist wenig. Die Insurtechs mit Versicherungslizenz haben bislang kaum Erfolgsgeschichten hervorgebracht. Warum das so ist, erklärte der ehemalige Ergo-Vorstand und Professor an der TH Köln Torsten Oletzky auf dem Breakfast Briefing des Versicherungsmonitors. Er sprach auch darüber, warum es heute de facto unmöglich ist, in Deutschland einen neuen lizenzierten Versicherer aufzubauen und warum einige Wefox-Investoren möglicherweise Geld verlieren werden.
Innovationen zum Anfassen
Digitale Trends 2024 Neue digitale Technologien schüren mitunter Berührungsängste und erfahren Ablehnung. Um Vorurteile abzubauen und einen Zugang zu hilfreichen technischen Neuerungen zu schaffen, hat die Versicherungskammer Bayern den Innovation Xperience Room geschaffen, der Mitarbeitende und Gäste an digitale Innovationen heranführen soll. Aber auch kreative Arbeit wird dort erledigt.
Aktuelle Serie: Digitale Trends 2024
Digitale Trends 2024 In unserer Serie „Digitale Trends 2024“ stellen wir Projekte vor, die für den Preis „Digitaler Leuchtturm Versicherung“ eingereicht wurden. Er wird am 5. Dezember 2023 in Köln vom Süddeutschen Verlag in Zusammenarbeit mit dem Insurlab Germany und dem Insurtech Hub Munich verliehen. In diesem Jahr haben sich Versicherer, Insurtechs, Makler und Dienstleister mit 28 Initiativen beworben. Hier finden Sie alle Teile der Serie.
Für die PKV ist das elektronische Rezept die Zukunft
Die privaten Krankenversicherer (PKV) haben große Erwartungen an das elektronische Rezept. Es sei die Zukunft und könne die Versorgung verbessern, sagte PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther auf einer Veranstaltung in Düsseldorf. Die Versicherer werden ihren Kunden nach und nach die Möglichkeit geben, die digitale Anwendung zu nutzen, kündigte er an. Nicht nur in der Digitalisierung liegt für ihn eine große Herausforderung im Gesundheitssystem, sondern auch in den Finanzierungsproblemen durch die demografische Entwicklung.
Abrechnung mit Bipro?
The Long View – Der Hintergrund Jüngst wurde das Ergebnis einer Digitalisierungsoffensive der Normungsinitiative Bipro präsentiert: Dank Bipro-Standards soll die Abrechnung in der Industrieversicherung einfacher sein. Was zunächst wenig spannend klingt, hat in der Praxis eine hohe Bedeutung. Immerhin geht es um das Geld, das ein Industriemakler, Assekuradeur oder Versicherer verdient. Und nichts ist lästiger, als fehlende oder falsche Buchungen zu suchen. Aber hilft die Bipro-Norm dabei? Wer hat sie schon umgesetzt? Und ist das Ergebnis wirklich so gut? Ein Fazit und ein Appell.
Nächste Runde bei Zurich und Mediamarkt Saturn
Die Zurich Gruppe Deutschland und der Elektrohandels-Konzern Mediamarkt Saturn Deutschland verlängern ihre Zusammenarbeit bis mindestens 2035. Die Zusammenarbeit war zunächst bis 2025 geplant, doch sie scheint gut zu funktionieren. Zudem soll das Versicherungsangebot ausgebaut werden. Die Zurich bietet Garantieverlängerungen und GarantiePlusSchutz-Versicherungen für Kunden von Mediamarkt und Saturn an.
Die Bayerische regionalisiert Zahnzusatzpolicen
Die Bayerische wagt sich in der Zahnzusatzversicherung auf ein neues Terrain vor. Sie setzt künftig auf das Regionalprinzip: Bei der Bemessung der Prämie spielt auch der Wohnort der Versicherten eine Rolle. Überall dort, wo der Zahnersatz günstiger ist als anderswo, profitieren die Kunden. Damit will sich die Münchener Gruppe im Preiswettbewerb profilieren. Punkten will sie auch mit dem Angebot, bereits begonnene Behandlungen mitzuversichern.
Fidelity: „Gute Analyse macht den Unterschied“
Exklusiv Die Inflation und der Zinsanstieg haben bei den Versicherern in den vergangenen Monaten Spuren hinterlassen. Unternehmen und speziell Versicherer können sich mit Hilfe eines Vermögensverwalters vor solchen Risiken schützen, glaubt Ghislain Perisse, Head of Insurance Solutions beim Vermögensverwalter Fidelity International. Die aktuelle Lage sei eine „Superinflation“, sagt er im Interview mit dem Versicherungsmonitor.
Swiss Re stellt neuen Digitalisierungsindex vor
Das Swiss Re Institute hat einen neuen Index vorgestellt, der Aufschluss über den Digitalisierungsgrad von Versicherern in verschiedenen Ländern geben soll. Ganz vorne stehen Südkorea, Schweden und Finnland. Hier ist die digitale Infrastruktur in den Bereichen, die für Versicherer wichtig sind, am besten. Industriestaaten stehen im Ranking vorne, einige Schwellenländer wie China holen aber stark auf. Deutschland liegt auf Platz 12 von 29 Ländern.













