Archiv ‘Digitalisierung’

Eiopa warnt vor steigenden Deckungslücken

Die von der Pandemie befeuerte Digitalisierung in der Versicherungsbranche bringt nicht nur Vorteile mit sich, warnt die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa in ihrem aktuellen Bericht zu Verbrauchertrends. Der Einsatz von Technologien könne einige Personengruppen benachteiligen oder gar ausschließen. Die Behörde ist zudem besorgt über die steigende Zahl von Ausschlüssen in Vertragsbedingungen, die dazu führen, dass sich die Versicherungslücke vergrößere.

Herbert Fromme

Weniger Nase, mehr Algorithmus

 Herbert Frommes Kolumne  Der ehrwürdige Versicherungsmarkt Lloyd’s of London denkt darüber nach, aus dem Gebäude in der Londoner City in andere Büros umzuziehen, die deutlich kleiner wären. Damit reagiert Lloyd’s auf die durch die Pandemie beschleunigte Digitalisierung des Versicherungsmarktes und den Kostendruck. Das ist kein auf London beschränktes Problem. Auch deutsche Versicherer, die ihren Kunden gerne großzügige Kosten berechnen, müssen neu über ihre Arbeitsweise nachdenken. Gerade die Industrieversicherung verändert sich: Sie ist immer weniger „Nasengeschäft“ und wird stattdessen von Algorithmen getrieben.

Früher war nicht alles besser

 Meinung am Mittwoch  Beim Blick auf die Vergangenheit kommt man nur allzu gern zu dem Ergebnis, dass früher alles besser war. Doch das stimmt nicht. Natürlich ist die Welt schnelllebiger geworden, doch das ist auch gut so. So wäre es früher undenkbar gewesen, einen Corona-Impfstoff in so kurzer Zeit zu entwickeln. Das rettet Leben und sichert unseren Wohlstand. Doch die Schnelllebigkeit stellt auch neue Anforderungen an die Assekuranz. Produkte müssen sich schneller neuen Bedingungen, Situationen und Kundenansprüchen anpassen, sonst verlieren Versicherer den Anschluss.

Heilwesen-Insurtech Antevis startet in Deutschland

Nachdem das auf Heilwesen-Haftpflichtfälle spezialisierte französische Insurtech Antevis im vergangenen Jahr nach Spanien und Italien expandiert war, wird es nun auch in Deutschland aktiv. Das 2020 vom Kölner Schadenmanager Actineo und dem französischen Heilwesenversicherer Sham gegründete Unternehmen will Akteure aus der Versicherungsbranche und dem Heilwesen bei der Digitalisierung und Bewertungen von Personenschäden nach Behandlungsfehlern unterstützen.

Baloise vereinheitlicht Markenauftritt

Der Versicherer Basler heißt künftig Baloise. Der Schweizer Mutterkonzern will den Markenauftritt straffen und vereinheitlicht dafür unter anderem die Namen der Ländergesellschaften. Außerdem sollen ein neues Logo und eine neue Farbgebung folgen. So will der Versicherer unter anderem Synergien beim Außenauftritt nutzen. Damit ist er nicht alleine, einige andere Unternehmen haben ihre Namen ebenfalls angepasst und reagieren damit auf Globalisierung und Digitalisierung.

Talente gesucht – die Lage spitzt sich weiter zu

 Meinung am Mittwoch  Die herausfordernde Lage im Personalmarkt wird sich mittelfristig weiter zuspitzen. Umso wichtiger wird es sein, Talentmanagement und zielgerichtete Aus- und Weiterbildungskonzepte ganz oben auf der Agenda zu etablieren und proaktiv den überfälligen Imagewandel der Assekuranz voranzutreiben. Noch stärker als in den meisten anderen Branchen ist dieses Thema für die Versicherungswirtschaft überlebenswichtig. Wir werden uns mehr und mehr selbst in diesem Markt bewerben und gegenüber anderen Wirtschaftszweigen beweisen müssen.

Versicherer gegen Änderung der Produkthaftung

Insurance Europe sieht keinen Änderungsbedarf beim Produkthaftungsrecht der Europäischen Union zur Anpassung an den technologischen Wandel. Der Verband der europäischen Versicherer warnt in einer Stellungnahme vielmehr davor, dass signifikante Änderungen den Versicherungsschutz von Unternehmen bedrohen könnten. Verbraucherschützer halten die Regeln dagegen für veraltet. Sie machen sich dafür stark, dass sie ausdrücklich auch für Software gelten und dass der Schadensbegriff auf Datenverluste ausgedehnt wird.

Fünf Mythen der Digitalisierung in der Versicherung

 The Long View – Der Hintergrund  Versicherer müssen und können sich in den nächsten Jahren zu Technologieunternehmen entwickeln. Die Startvoraussetzungen dafür sind gut: Die deutsche Versicherungsbranche ist digital viel weiter als ihr oftmals – auch in den eigenen Reihen – zugetraut wird. Zunächst gilt es aber, alte Vorurteile über Bord zu werfen und mit den gängigen Mythen über die Digitalisierung aufzuräumen.

Herbert Fromme

So wird 2022 (oder auch nicht)

 Herbert Frommes Kolumne  2022 wird hoffentlich das Ende der Pandemie bringen. Für die Versicherungswirtschaft stehen massive Veränderungen an, die zum Teil durch die Pandemie beschleunigt werden. Unsere Vorhersagen: Ein Kernpunkt wird die echte Digitalisierung sein, im Gegensatz zur Scheindigitalisierung. Die Branche muss mit erheblichem Druck beim Thema ESG rechnen. Die Aufsicht wird bissiger. Diese Vorhersagen stehen natürlich unter dem Vorbehalt, dass möglicherweise alles auch ganz anders kommt.

(Un-)zeitgemäße Gesetzgebung im Vertrieb?

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Bei der Einführung des Provisionsdeckels für Restschuldpolicen besteht der Gesetzgeber trotz fortschreitender Digitalisierung auf die Schriftform, was die Vereinbarung der Abschlussprovision zwischen Versicherer und Vermittler angeht. Beim Recht auf einen Buchauszug vom Versicherer, mit dem der Vermittler seine Provisionsabrechnung kontrollieren kann, ist die Situation weniger eindeutig: Es gibt unterschiedliche Urteile dazu, ob ein Auszug in digitaler Form ausreicht oder die oft umfangreichen Unterlagen physisch ausgehändigt werden müssen. Ob der Gesetzgeber die digitale Form verpflichtend macht, erscheint angesichts der unzeitgemäßen Restschuld-Regelung nicht unbedingt wahrscheinlich.

Rundum-Kümmerer sind im Vorteil

 Themenschwerpunkt Megatrends 2025  Während in China, der Schweiz und Großbritannien digitale Erlebniswelten namens Ökosystem bei Versicherern aus dem Boden schießen, streiten deutsche Gesellschaften noch, ob sie das überhaupt können. Dabei ist schnelles Handeln gefragt. Denn auch Ansätze im Kleinen können erfolgreich sein. In seinem neuen gedruckten Dossier wirft der Versicherungsmonitor einen Blick in die Zukunft der Versicherer und auf die Megatrends 2025.

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Herbert Fromme

Dicke Luft bei Hunkenmöllers

 Herbert Frommes Kolumne  Die Stimmung ist schlecht bei Albert Hunkenmöller, dem Chef der Traditionsversicherung. Die BaFin prüft die IT – und dabei so manches andere auch mit. Hunkenmöller ist empört. Er fühlt sich in der Falle. Drei Scotch und intensives Nachdenken in seiner Bibliothek bringen ihm schließlich die Lösung, wie unser Herausgeber Herbert Fromme beobachtet hat.

KVpro.de gehört jetzt Ottonova

Der digitale Krankenversicherer Ottonova hat KVpro.de übernommen, den Spezialisten für die Analyse und den Vergleich von Krankenversicherungstarifen. Das Freiburger Unternehmen bleibt eigenständig, Gründer Gerd Güssler einer der Geschäftsführer. Ottonova-Chef Roman Rittweger (Bild) erhofft sich von dem Schritt einen verbesserten Zugang zu Neukunden. Gleichzeitig will er das Serviceangebot für andere Versicherer ausbauen. Auch sonst hat er für die Zukunft noch einiges vor.

2022: Jetzt die Weichen fürs Jahrzehnt stellen

 Meinung am Mittwoch  Zum Jahreswechsel ein Ausblick, das hat Tradition. Alle schmieden beste Vorsätze, Unternehmen verkünden ambitionierte Pläne. Doch selten waren die Heraus­forderungen so groß, die Lage so ungewiss – und selten war es gleichzeitig so wichtig, die richtigen Weichen zu stellen. Wer jetzt entschlossen vorgeht, markiert den Weg in eine erfolgreiche Zukunft: nicht nur fürs neue Jahr, sondern vielleicht fürs ganze Jahrzehnt.

Sicher ist nur die Unsicherheit

 Themenschwerpunkt Megatrends 2025  Noch nie zuvor in ihrer Geschichte musste die Versicherungswirtschaft so viele Veränderungen gleichzeitig bewältigen wie aktuell. Neue Wettbewerber wie Amazon und Google, die Digitalisierung, der Klimawandel, Diversität im Unternehmen – der Markt ändert sich schneller, als es so mancher Versicherer wahrhaben will. In seinem neuen gedruckten Dossier wirft der Versicherungsmonitor einen Blick in die Zukunft der Versicherer und auf die Megatrends 2025.

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