Meinung am Mittwoch November – der Monat des Nebels und der vorweihnachtlichen Hektik. Akteure aller Branchen buhlen im Netz um Aufmerksamkeit, eine Aktion jagt die nächste. Derweil läuft für Kfz-Versicherer die Wechselsaison auf Hochtouren – in einem Markt, der immer mehr Konkurrenz anzieht. Hier wahrgenommen zu werden, ist eine Herausforderung, „einfach das Marketing hochfahren“ keine echte Lösung. Doch es gibt Möglichkeiten, wie Anbieter ihre Sichtbarkeit erhöhen und auch verwerten können.
Archiv ‘Digitalisierung’
Gebäudewerte richtig einschätzen
Digitale Trends 2022 Durch Überschwemmungen, Erdbeben oder Feuer können große Schäden an Gebäuden entstehen. Viele Kunden stellen im Schadenfall fest, dass sie unterversichert sind. Um diesem Fall entgegenzuwirken, hat der Technologieanbieter Thinksurance das digitale Gebäudewertermittlungs-Tool Wert14 vom Softwarehersteller Skendata in seine Makler-Plattform integriert. Statt einer manuellen Begutachtung durch einen Sachverständigen gibt es in kürzester Zeit per Knopfdruck den aktuellen Wiederherstellungswert eines Gebäudes.
Adesso: So punkten Versicherer im Online-Geschäft
Exklusiv Für Versicherer kommt es zunehmend darauf an, im Online-Bereich die Bedürfnisse ihrer Kunden nach individualisierten, zielgruppenspezifischen und personalisierten Angeboten zu erfüllen. Gleichzeitig verzichten Privatkunden trotz der Komplexität vieler Versicherungsprodukte immer häufiger auf persönliche Beratung. Vor diesem Hintergrund hat der IT-Dienstleister Adesso die Erfahrungen von Kunden bei der Informationssuche und dem Abschluss von Versicherungen im Internet untersucht. Die Versicherer stehen vergleichsweise gut da, sollten sich aber um verschiedene offene Baustellen kümmern, wenn sie den Draht zum (Online-)Kunden halten und ausbauen wollen.
Howden will Deutschland-Umsatz verdoppeln
Exklusiv Der britische Makler Howden will seinen Umsatz in Deutschland in den kommenden fünf Jahren verdoppeln. Das sagte Deutschlandchef Holger Schäfer im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Das soll durch eigenes Wachstum und durch Übernahmen erreicht werden. Für 2021 erwartet Schäfer einen Umsatz von mehr als 100 Mio. Euro. Aktuell ist die Gruppe hierzulande bereits über eine Reihe von Spezialversicherern vertreten, darunter Hendricks, Euroassekuranz und Howden-Caninenberg.
Bäte mit deutlicher Kritik an Eiopa
Die Forderung der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa im vergangenen Jahr an die Versicherer, keine Dividenden auszuzahlen, sei ein Desaster gewesen, sagte Allianz-Chef Oliver Bäte in seiner Rede auf einer Konferenz der Ratingagentur Standard & Poor’s. Anders als die Banken seien die Versicherer sehr wohl in der Lage gewesen, Dividenden zu zahlen. Die Eiopa-Forderung habe zu Unsicherheit bei Investoren geführt – für die Versicherer ein Problem, weil ihre Aktien ohnehin nicht zu beliebtesten zählen.
Swiss Re enttäuscht über COP26-Beschlüsse
Die Beschlüsse der diesjährigen Weltklimakonferenz COP26 gehen vielen nicht weit genug. Auch der Rückversicherer Swiss Re äußert Zweifel an der Wirksamkeit der Entscheidungen. „Wir sehen zwar ein positives Momentum, aber es reicht noch nicht aus, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen“, sagte Chefvolkswirt Jérôme Haegeli bei einer digitalen Veranstaltung des Konzerns. Er sprach sich für mehr Transparenz und eine zügige Energiewende aus. Für die Versicherer sei nun ein guter Zeitpunkt, um zu zeigen, warum sie gebraucht werden.
Getsafe: Börsengang nicht vor 2023
Das Insurtech Getsafe kokettiert zwar mit einem Börsengang, betrachtet ihn aber nicht als ultimatives Ziel. Wenn es zu einem Gang aufs Parkett komme, dann erst in einigen Jahren, betonte Chef Christian Wiens beim Insurance Summit des Handelsblatts. Er hält auch die Übernahme durch einen großen Versicherer für eine mögliche Option. Wahrscheinlicher sei es aber, dass Insurtechs mithilfe weiterer Kapitalspritzen von Investoren irgendwann über genug Kapital verfügen, um selbst Bestände großer Versicherer zu kaufen, glaubt er.
Die BaFin setzt sich neue Ziele
Im Wirecard-Skandal machte die BaFin keine gute Figur. Nun gibt sich die Aufsicht zehn neue Ziele, die sie bis Mitte des Jahrzehnts verfolgen will. Die Behörde möchte unter anderem digitaler werden und setzt sich für eine europäische Geldwäscheaufsicht ein. Von einigen der Richtlinien sind auch Versicherer betroffen.
Das KI-Radar für die Kundenlotsen
Digitale Trends 2022 Bei den Krankenversicherern der Versicherungskammer Bayern kümmern sich speziell ausgebildete Lotsen um Versicherte mit schweren Erkrankungen und hohem Unterstützungsbedarf. Ein mit künstlicher Intelligenz (KI) arbeitendes IT-System soll dafür sorgen, dass es nicht länger dem Zufall überlassen bleibt, ob und zu welchem Zeitpunkt diese Kunden entdeckt werden. Denn je früher die Hilfe ansetzt, desto besser ist das für den Patienten – und die Kostenentwicklung.
MLP kauft Assekuradeur Asspario
Exklusiv Die MLP-Gruppe will ihr Geschäft mit Gewerbekunden weiter ausbauen und dafür den Assekuradeur Asspario in Bad Kreuznach übernehmen, der bisher dem Versicherer Bayerische gehört. Die Bayerische behält eine Minderheit, weitere Versicherer wollen sich beteiligen. Auf diesem Weg versuchen die Gesellschaften, ohne hohe eigene Investitionen in das lukrative Geschäftsfeld Gewerbe vorzudringen.
Industrie unterstützt Swiss Re-Plattform
Swiss Re Corporate Solutions, der Industrieversicherer der Swiss Re, sieht gute Wachstumsaussichten für das Geschäft mit seiner Plattform für internationale Programme. Das Unternehmen hat die Plattform auch für andere Anbieter geöffnet und diese Woche mit Mitsui Sumitomo einen großen internationalen Industrieversicherer gewinnen können. Auch bei der Industrie kommt die Plattform der Swiss Re gut an. Der Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft unterstützt das Projekt, sagte Co-Geschäftsführer Stefan Rosenowski.
Zeitenwende in den K-Sparten
Herbert Frommes Kolumne Auf den ersten Blick läuft die Kfz-Versicherung ganz wunderbar. Die Pandemie hat dafür gesorgt, dass sich die Schäden zumindest 2020 auf sehr niedrigem Niveau bewegt und zu einer sensationell günstigen Schaden-Kostenquote geführt haben. Die Beiträge für das Neugeschäft sinken, aber von einem Preiskampf kann keine Rede sein. Dennoch stehen viele Versicherer mit kleinen Beständen vor der Entscheidung, was sie künftig mit der Sparte machen: Die Rahmenbedingungen ändern sich fundamental. Manche müssen das Geschäft aufgeben. Da passt es gut, dass die HUK-Coburg zusammen mit Neodigital einen White-Label-Versicherer aufbauen will.
Wie Versicherer innovativ sein können
Versicherer sind nicht unbedingt bekannt für große Innovationen. Ein radikaler Umschwung ist nach Ansicht von Gregor Wiest, Head of Innovation beim Versicherer Ergo, auch nicht notwendig, um Kunden einen Mehrwert zu bieten. Er sprach sich auf einer digitalen Veranstaltung für mehr Prozessinnovationen aus, die nicht nur den Unternehmen zugutekommen würden, sondern auch den Versicherten. Scor-Manager Michael Breuer plädierte indes für einfachere Policen.
Nürnberger verliert vor Gericht gegen Helpcheck
Niederlage für die Nürnberger Versicherung gegen das Düsseldorfer Start-up Helpcheck: Das Landgericht Düsseldorf hat entscheiden, dass Helpcheck weiterhin Inkasso-Dienstleistungen gegen Erfolgshonorar anbieten darf. Die Nürnberger hatte kritisiert, dass das Legaltech, das Kunden beim Widerruf ihrer Lebensversicherung hilft, ebenfalls eine Lizenz für Versicherungsberatung besitzt und demnach kein Honorar als Vergütung annehmen dürfe. Das sahen die Richter anders. Einen Teilerfolg konnte die Nürnberger dennoch verbuchen.
Wochenspot: Hybrides Arbeiten und der neue Axa-Chef
Wochenspot – der Podcast Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe diskutieren Redakteurin Katrin Berkenkopf und Herausgeber Herbert Fromme über hybrides Arbeiten und die neue Position von Axa Deutschlandchef Alexander Vollert in Paris.














