Archiv ‘Digitalisierung’

Potenzial von Online-Therapien besser nutzen

 Exklusiv  Digitale Unterstützungsangebote können eine wichtige Ergänzung zur traditionellen Gesundheitsversorgung sein. In Deutschland gibt es in diesem Bereich noch viel ungenutztes Potenzial, sagt Hannes Klöpper, Vorstandsvorsitzender des Gesundheits-Start-ups Hello Better, das auf Online-Trainings zur Prävention und Behandlung psychischer Erkrankungen spezialisiert ist. Klöpper sieht die Gefahr, dass Krankenversicherer den Anschluss verpassen und das Feld amerikanischen Großkonzernen wie Amazon oder Google überlassen. Zu den Kooperationspartnern von Hello Better gehört Allianz Partners. Der Assistance-Spezialist bietet die Online-Programme Firmenkunden und der eigenen Belegschaft an, hat sie aber auch in Versicherungspolicen integriert.

Das Büro ist out

 Exklusiv  Vor der Corona-Krise gab es große Zweifel am Homeoffice. Doch die Umstellung und die Arbeit von zu Hause haben bei den Versicherern bisher gut funktioniert, zeigt eine Studie der Versicherungsforen Leipzig. Deshalb ist das Büro jetzt out. Fast 90 Prozent der befragten Mitarbeiter wünschen sich, dass es auch nach der Pandemie flexible Arbeitsplätze und -zeiten gibt. Negative Auswirkungen hat die Krise vor allem auf das Neugeschäft in allen Sparten und langfristig auf die Kfz- sowie Lebensversicherung, glauben die Studienteilnehmer.

Worauf es bei künstlicher Intelligenz ankommt

 Meinung am Mittwoch  Nach der Digitalisierung kommt die künstliche Intelligenz (KI). Diese Technologie bietet einfach zu viel Potenzial für die Versicherungswirtschaft, als dass man sie als lästigen Hype abtun könnte. Falsch wäre es auch, aus frühen Misserfolgen des KI-Einsatzes den Schluss zu ziehen, dass die Technologie nichts taugt. Vielmehr müssen drei Erfolgsfaktoren bewusst gesteuert werden, um das Potenzial von KI-Projekten zu heben.

HUK-Coburg: Kein Ende des Wachstums

 Exklusiv  Deutschlands größter Autoversicherer HUK-Coburg will in den kommenden Jahren weiter jährlich um 300.000 bis 400.000 Fahrzeuge zulegen. Das sagt Konzernchef Klaus-Jürgen Heitmann im Interview mit Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor. Die Pandemie-Krise werde wohl ein „Dellchen“ im Wachstum hinterlassen. Wenn die Allianz die Marktführerschaft durch Übernahmen zurückgewinnen wolle, störe ihn das nicht, betont Heitmann. Er sprach auch über geringere Schadenaufwendungen, Einsparungen durch die Telematik-Tarife, Homeoffice und die Digitalisierungsanstrengungen.

Hoffnung für die Vollversicherung

Die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) setzt auf die Vollversicherung. Die Policen der privaten Krankenversicherer werden in der Konkurrenz mit den gesetzlichen Krankenkassen wieder bessere Karten haben, erwartet Betriebsvorstand Benno Schmeing. Er ist auch für sein eigenes Haus optimistisch. Den Rückgang der Versichertenzahlen in den vergangenen Jahren werde die SDK mit neuen Tarifen bald wieder aufholen, sagt Schmeing im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor. Mit schweren Erschütterungen durch die Corona-Krise rechnet er weder im Vertrieb noch bei den Leistungsausgaben.

Herbert Fromme

Warum die Provinzial-Fusion scheitern kann

 Herbert Frommes Kolumne  Die Verträge sind unterschrieben, es fehlen noch die Zustimmung der Aufsicht und der Eintrag im Handelsregister. Dann ist die seit vielen Jahren angedachte und immer wieder gescheiterte Fusion der beiden Provinzial-Gesellschaften in Münster und Düsseldorf tatsächlich Wirklichkeit geworden. Ob sie ein Erfolg wird, muss sich aber erst noch zeigen. Es gibt in der Konstruktion einiges, das es dem Management nicht leicht machen wird. Im Moment riecht das Projekt nach „Weiter so wie bisher, nur größer“. Das wird schiefgehen.

Corona offenbart Digitalisierungslücken

 Exklusiv  In der Covid-19-Pandemie musste die Versicherungswirtschaft schnell auf digitales, dezentrales Arbeiten umstellen. Die Versicherer blieben handlungsfähig, doch es lief längst nicht alles rund, zeigt eine Studie des Softwareherstellers Adcubum. Nur wenige Arbeitnehmer aus der Branche sind der Meinung, dass ihr Unternehmen auch in Covid-19-Zeiten einen Normalbetrieb aufrechterhalten konnte. Im Homeoffice sorgten analoge Prozesse für Probleme, oftmals funktionierte der Zugriff auf wichtige Dokumente nicht. Die Pandemie wird einen Digitalisierungsschub auslösen, glaubt der Großteil der Befragten.

Vertrauensverlust durch Corona-Krise

Das Image der Versicherer war schon vor der Corona-Krise nicht gut. Laut einer aktuellen Studie des Softwareherstellers Guidewire hat es im Zuge der Pandemie noch weiter gelitten. So gaben 21 Prozent der befragten Deutschen an, dass sich ihre Meinung über die Branche verschlechtert hat. Sie monieren, dass die Anbieter Menschen in Not nicht ausreichend unterstützt haben. Es zeigen sich aber auch Änderungen im Kundenverhalten durch die Krise, die den Versicherern nach Meinung von Guidewire durchaus Chancen eröffnen.

Schluss mit dem Innovationstheater

Jeder Versicherer rühmt sich gern mit innovativen Produkten, aber längst nicht alle werden ein Erfolg. Das liegt daran, dass die Anbieter das Thema oft nur halbherzig angehen und mit Vorzeigeprojekten ein „Innovationstheater“ veranstalten, glauben Kasko-Chef Nikolaus Sühr und EY-Partner Christopher Schmitz. Auf der Konferenz Exec Insurtech haben sie erklärt, was zu tun ist, damit Innovationen wirklich gelingen.

Getsafe mit neuer Stabschefin

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Assekuradeur Getsafe hat Maike Klement zum 1. Juli zur Chief of Staff ernannt. In dieser neu geschaffenen Position soll sie als Bindeglied zwischen dem Management und den Mitarbeitern fungieren, den Überblick über das Unternehmen behalten und der Belegschaft den Puls fühlen. Da die Führungsriege von Getsafe unter Leitung der Gründer Christian Wiens und Marius Simon bisher ausschließlich aus Männern besteht, ist Klements Berufung auch ein Schritt, um das Management weiblicher zu gestalten.

Die Folgen der Low Touch-Gesellschaft

 The Long View – Der Hintergrund  In den ersten Monaten nach dem Corona-Ausbruch standen nicht nur in der Politik die Notfall-Manager im Blickpunkt. Auch in der Versicherungsbranche wurden schnell Verhaltens- und Abstandsregeln aufgestellt, und ein Gutteil der Arbeit konnte mehr oder minder vom Homeoffice aus erledigt werden – Abstand halten allerorten. Nun wird immer klarer, dass „Low Touch“ weit mehr als die Vermeidung physischer Nähe bedeutet. Die Auswirkungen dieses Wandels treffen die Versicherer bis in ihre Kernsysteme.

Lemonade sammelt bei Börsengang 319 Mio. Dollar ein

Der US-Versicherer Lemonade macht Nägel mit Köpfen: Nachdem das Insurtech Anfang Juni die Registrierung für Stammaktien bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hatte, folgt nun der Vollzug. Das 2015 gegründete Start-up hat am Donnerstag bei seinem Börsengang in New York 319 Mio. Dollar (283 Mio. Euro) eingesammelt. Insgesamt wurden elf Millionen Aktien für einen Preis von 29 Dollar pro Stück ausgegeben. Mit dem eingenommenen Geld will Lemonade weiter wachsen, auch wenn darunter die Profitabilität leidet.

Corona-Krise: Versicherer werden optimistischer

 Exklusiv  Die Corona-Pandemie hat die Versicherer bisher weniger hart getroffen als zunächst befürchtet, glauben die Berater von Simon Kucher. Das Unternehmen hat leitende Angestellte der Versicherungsbranche befragt. Die Studien-Teilnehmer gehen zwar weiterhin von negativen Folgen aus, gerade das Neugeschäft ist betroffen. Die Stimmung ist aber etwas besser als noch im April. Die aktuellen Herausforderungen sollten die Versicherer jetzt in Chancen umwandeln, findet Simon Kucher.

Wefox öffnet seine Plattform

Der Versicherungsvertrieb Wefox kommt mit seiner Plattform Koble auf den Markt. Sie soll es Versicherern ermöglichen, ihre Produkte leichter zu entwickeln und auf digitalem Wege Vertrieben anzubieten. Chefin ist Anna Vogl, früher bei Salesforce. Bislang wird Koble für die Verbindung des Wefox-eigenen Versicherers One mit dem Wefox-Maklervertrieb genutzt. Wefox-Chef Julian Teicke sagte im Interview mit dem Versicherungsmonitor, dass auch das Vergleichsportal Joonko die Plattform nutzen werde, die prinzipiell allen Versicherern und Vertrieben offensteht. „Auch bei Check24 würde das vieles erleichtern.“

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