Archiv ‘Hannover Rück’

Kfz: Land in Sicht

Die Kfz-Versicherer werden 2025 und auch 2026 wieder versicherungstechnische Gewinne machen, glaubt die Hannover Rück-Tochter E+S Rück. In diesem Jahr hat ihnen dabei allerdings eine unterdurchschnittliche Schadenentwicklung geholfen. Entscheidend ist auch, dass die Anbieter die Preise weiter erhöhen: 5 bis 6 Prozent müssen es schon sein, um die Schadeninflation auszugleichen, glaubt Kfz-Experte Stefan Schmuttermair. Er rechnet mittelfristig mit einer Konsolidierung unter den Anbietern.

Kommen die Frequenzdeckungen wieder?  

Der Druck auf die Rückversicherer steigt, wieder Deckungen gegen Schäden mit größerer Häufigkeit anzubieten. Hannover Rück-Chef Clemens Jungsthöfel hält das für einen Irrweg. Es könne keine Lösung sein, diese Schäden wieder zu den Rückversicherern zu transferieren, sagte er beim Auftakt des Branchentreffens in Baden-Baden. Guy Carpenter-Europachef Laurent Rousseau forderte ein besseres Gleichgewicht im Verhältnis zwischen Erst- und Rückversicherern. Zurzeit verdienten die Rückversicherer zu viel.  

Ecclesia-Tochter erweitert Geschäftsführung

Leute – Aktuelle Personalien

Die Geschäftsleitung der Ecclesia Versicherungsdienst GmbH wird ab dem kommenden Jahr auf drei Mitglieder ausgebaut. Zu Gunnar Pepping und Carsten Stracke stößt Ansgar Kentrup (Bild) neu hinzu. Außerdem baut der britische Spezialmakler Beazley mit der Einführung einer Regional Managerin Property für Deutschland seine Präsenz in Kontinentaleuropa aus. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Hannover Rück, Airmic und Ascendia Österreich.

Kfz-Versicherung: Zu früh für vollständige Entwarnung

Nach den deutlichen Preiserhöhungen für Kfz-Versicherungsschutz in den vergangenen beiden Jahren ist es nicht ausgeschlossen, dass die Autofahrer in Zukunft weitere, wenn auch weniger drastische Preiserhöhungen schultern müssen. Davon geht Thorsten Steinmann aus, Chef der Hannover Rück-Tochter E+S. Der Rückversicherer rechnet für die Januar-Erneuerung insgesamt mit stabilen bis leicht sinkenden Preisen – der Markt werde zwar weicher, aber nicht weich. Möglichkeiten für profitables Wachstum seien vorhanden.

Rückversicherer gut gerüstet für schlechtere Zeiten

Die vier großen europäischen Rückversicherer Munich Re, Swiss Re, Hannover Rück und Scor sind gut gerüstet für die zu erwartenden schwierigeren Marktbedingungen. Zu diesem Ergebnis kommt die Ratingagentur Fitch in einem aktuellen Bericht. Die Analysten attestieren den vier Unternehmen eine starke Finanzlage und erhebliche Kapital- und Reservepuffer. Im ersten Halbjahr 2025 hat sich ihre durchschnittliche Eigenkapitalrendite vor allem durch Verbesserungen bei Scor erhöht.

Rückversicherung: Alles gut außer Haftpflicht

Die Rückversicherer haben im vergangenen Jahr prächtig verdient und dürften auch 2025 Ergebnisse oberhalb ihrer Kapitalkosten einfahren, glaubt die Ratingagentur A.M. Best. Anders als in anderen Preiszyklen könnte die Disziplin bei den Preisen und Bedingungen dieses Mal von Dauer sein. Allerdings wird die Haftpflichtrückversicherung die Anbieter auch weiterhin vor Herausforderungen stellen.

Georgetii neuer Amerika-CCO bei Allianz Trade

 Leute – Aktuelle Personalien  Stephen Georgetii ist neuer Chief Credit Officer (CCO) für die Geschäfte in Nord- und Südamerika des Kreditversicherers Allianz Trade. Er ist künftig für die Kreditpolitik des Unternehmens verantwortlich. Außerdem: Canada Life Reinsurance wirbt Personal bei der Hannover Rück ab. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Bermuda-Versicherer Axis Capital sowie beim Spezialversicherer Hiscox in Großbritannien.

Swiss Re: Haftpflicht-Sanierung abgeschlossen

Das US-Haftpflichtgeschäft hatte dem Rückversicherer Swiss Re zuletzt heftige Kopfschmerzen bereitet. Wegen steigender Schäden musste der Konzern Nachreservierungen vornehmen und trennte sich im großen Stil von unprofitablem Geschäft. Die Sanierung ist nun abgeschlossen, verkündete Konzernchef Andreas Berger bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen. Der Verzicht auf Haftpflichtgeschäft machte sich zwar noch beim Umsatz bemerkbar, aber beim Gewinn konnte die Swiss Re ein sattes Plus verbuchen.

Talanx erhöht Gewinnziel

Die Talanx hat im ersten Halbjahr einen Rekordgewinn erzielt und erhöht ihr Gewinnziel für 2025 auf rund 2,3 Mrd. Euro. 51 Prozent des Halbjahresgewinns geht auf das Konto der Erstversicherung, damit ist der gewünschte Ausgleich zur Rückversicherungstochter Hannover Rück für den Moment erreicht. Den höchsten Gewinnbeitrag innerhalb der Erstversicherung liefert das internationale Privat- und Firmenkundengeschäft. Bei der Kostensenkung bei HDI Deutschland sieht sich Talanx auf Kurs.

Hannover Rück verzeichnet Preisrückgang

Der Rückversicherer Hannover Rück hat den Gewinn im ersten Halbjahr trotz hoher Katastrophenschäden um 13,2 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro gesteigert. Die Gesellschaft nutzte ein positives Währungsergebnis, um die Schadenreserven zu stärken, und bestätigt die Ziele für das Gesamtjahr. Der jüngste Preisrückgang in der Erneuerung von Geschäft in der Schadenrückversicherung um 2,9 Prozent sollte nicht überwertet werden, sagte Finanzchef Christian Hermelingmeier.

Gute Zahlen, schlechte Zahlen

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Halbjahreszahlen von Hannover Rück, MLP, Swiss Re, Talanx und Wüstenrot & Württembergische

Hannover Rück steigt bei Viridium aus

Die im März vereinbarte Übernahme des Abwicklungsspezialisten Viridium durch ein Konsortium, an dem die Allianz beteiligt ist, ist mit dem Closing am 1. August 2025 abgeschlossen. Neben der Allianz gehören auch Blackrock, Generali und T&D Holdings zur Gruppe. Verkäufer ist der Londoner Investor Cinven. Es gab noch eine Überraschung: Die Hannover Rück steigt aus und verkauft ihre Anteile an Santander und ein Family Office.

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