Industriekunden stehen harte Zeiten bevor, zumindest wenn sich die Versicherer mit ihren Preisvorstellungen weiter durchsetzen können. Er habe in 20 Jahren noch nicht solche Preiserhöhungen erlebt wie in den vergangenen Quartalen, tönte AIG-Chef Brian Duperreault diese Woche. Auch Allianz, Axa und HDI streben weiter höhere Preise in der Industrieversicherung an. Die Kunden trifft das in einer schwierigen Lage. Viele von ihnen leiden unter erheblichen Gewinn- und Umsatzeinbrüchen aus der Corona-Pandemie. Da kommen steigende Prämien ungelegen. … Lesen Sie mehr ›
Die Allianz spürt die Pandemie, bleibt aber betont gelassen. Für das volle Jahr 2020 nennt Finanzchef Giulio Terzariol zwar kein offizielles Gewinnziel, peilt aber einen operativen Gewinn von rund 10 Mrd. Euro an – wenn es keine zweite Welle gibt. Covid-19 kostete den Konzern bislang 1,2 Mrd. Euro. Das Neugeschäft war rückläufig, zieht aber wieder an. … Lesen Sie mehr ›
Das Klima in der Industrieversicherung wird rauer. Die Preise steigen, Kapazitäten für einige Sparten schrumpfen. Hinzu kommen die vielfältigen Unsicherheiten durch die Corona-Krise. Firmeneigenen Versicherern, sogenannten Captives, bietet diese Situation Wachstumschancen, glaubt die Ratingagentur A.M. Best. Sie erwartet, dass US-Captives mehr Risiken in Bereichen wie der D&O-, E&O- und Kfz-Flottenversicherung übernehmen werden. Auch Betriebsunterbrechungen mit Pandemie-Schutz könnten ein Betätigungsfeld für sie werden. … Lesen Sie mehr ›
Herbert Frommes Kolumne Industrie- und Gewerbeversicherer, Makler und Einkäufer bereiten sich auf turbulente Verhandlungen über die Erneuerung 2021 vor. Die Corona-Krise sorgt dafür, dass viele Unternehmen erheblich unter Druck stehen und sich heftig gegen Preiserhöhungen wehren. Die Versicherer ihrerseits wollen weiter sanieren und reduzieren in Spezialsegmenten der Haftpflicht und in der D&O erheblich die Kapazität – auch wenn über alle Sparten genug davon da ist. Die Makler werden ebenfalls unruhig, denn massive Courtageausfälle drohen. … Lesen Sie mehr ›
Der britische Reiseversicherer-Verband ABTA will Urlaubern mehr Sicherheit geben und bietet eine Police an, die medizinische Kosten einer Covid-19-Infektion im Urlaub übernimmt und die Versicherten bei Reiseausfällen entschädigt. Risikoträger ist die Axa. Außerdem: Die im britischen Musterprozess um die Betriebsunterbrechung angeklagten Versicherer warnen vor ungerechten Urteilen und die Filmindustrie erwartet deutlich weniger Produktionen. Der Makler und Berater Aon koordiniert in New York einen weiteren Zusammenschluss großer Unternehmen, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzumildern. … Lesen Sie mehr ›
Herbert Frommes Kolumne Das Klima wird rauer zwischen den großen Maklerhäusern. Ein Zeichen ist der Umgang mit Managern, die den Arbeitgeber wechseln wollen. Dabei gibt es bisweilen bizarre Situationen. So eine hat sich zwischen den Maklerhäusern Aon und Howden entwickelt. Zu Howden gehört in Deutschland der Spezialmakler Hendricks. Aon und Howden haben sich gegenseitig Spitzenpersonal abgeworben – und das abgebende Unternehmen hat jeweils ein vielmonatiges Beschäftigungsverbot ausgesprochen. Frühere Howden-Mitarbeiter dürfen nicht für Aon arbeiten, frühere Aon-Leute nicht für Howden. Ein Gefangenenaustausch wäre angebracht. … Lesen Sie mehr ›
Versicherungsmonitor O-Ton Jochen Körner, Mitglied der Geschäftsleitung des Maklers Ecclesia und dort verantwortlich für die Industrieversicherung, erwartet einen deutlichen Trend in Richtung Assekuradeur- und MGA-Modelle für kleine und mittelgroße Unternehmen. Im O-Ton-Interview mit dem Versicherungsmonitor erläutert Körner, wie Ecclesia bislang durch die Krise gekommen ist, und wie er den aktuellen Markt sieht. Körner wirkt gut gelaunt – obwohl er als Fan des Hamburger Sportvereins gerade den Nicht-Aufstieg seines Vereins hinnehmen musste. „Liebe kennt keine Liga“, ist sein Motto. Das Interview ist Teil unserer kleinen Serie von O-Ton-Gesprächen mit führenden Versicherungsmaklern. … Lesen Sie mehr ›
Versicherungsmonitor O-Ton Die Kunden sind angeschlagen und wollen die Preise für den Versicherungsschutz drücken, die Industrieversicherer pochen auf Sanierung problematischer Sparten und höhere Prämien. Zwischen diesen Positionen müssen Makler wie Florian Karle einen Spagat machen. Im O-Ton-Interview berichtet der Chef des Maklerunternehmens Südvers über seine aktuellen Erfahrungen und seine positive Sicht auf den bayerischen Kompromiss, der bei ihm allerdings nur für wenige Kunden in Frage kommt. In einer kleinen Serie veröffentlichen wir O-Ton-Interviews mit Chefs von Maklerhäusern. Dabei fragen wir, wie sie Ihre Situation in der Krise einschätzen. … Lesen Sie mehr ›
Der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London arbeitet an einer Betriebsunterbrechungspolice ohne vorherigen Sachschaden. Mit der von mehreren Lloyd’s-Versicherern gespeisten Poollösung sollen sich kleine und mittlere Unternehmen gegen eine zweite Corona-Welle absichern können. Die Police ist eins von drei Modellen, dass der Markt in einem neuen Diskussionspapier zur Absicherung von Pandemierisiken vorschlägt. Die Versicherer müssten sich aber nicht nur in Sachen Corona bewegen, glaubt Lloyd’s. … Lesen Sie mehr ›
Exklusiv Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erläutert AGCS-Chef Joachim Müller, wie der Industrieversicherer der Allianz sich künftig aufstellt, um eine echte führende Rolle in der Welt zu übernehmen. Müller erklärt, warum er die Länder-CEOs abschafft, die IT neu aufbaut und das Geschäft mit mittleren Unternehmen in Kanada zumacht. Er gibt auch eine Einschätzung zu den Problemen der „alten“ AGCS und nennt Daten – 2021 soll der Konzern bereits die Verbesserungen beim Ergebnis sehen. … Lesen Sie mehr ›
Leute – Aktuelle Personalien Joachim Müller (Bild), seit Ende 2019 Chef des Industrieversicherers Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), baut die Führung des Unternehmens radikal um. Als Teil des Umbaus werden Hartmut Mai und Sinéad Browne den Vorstand und das Unternehmen verlassen. Beide standen bislang an der Spitze zweier Regionen. Mai ist gerade im deutschen Markt sehr bekannt. Neu zur AGCS kommt Renate Strasser, aktuell Chefin der Schweizer Munich Re-Tochter New Re. Die AGCS ist zurzeit der größte Problemfall im Allianz-Konzern. Aber es ist unwahrscheinlich, dass schon 2020 eine Besserung eintritt. … Lesen Sie mehr ›
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Allianz setzt weiter große Hoffnungen in AGCS … Lesen Sie mehr ›
Meinung am Mittwoch Bei vielen Unternehmen stehen derzeit Lieferketten auf dem Prüfstand. Der eine oder andere Manager erwägt, die Lieferketten aus dem fernen Osten in die nähere Umgebung zu holen oder vermehrt innerhalb des Unternehmens Teilprodukte fertigen zu lassen. Das wirkt sich auf die Produktionskosten aus und somit auch auf die künftige Ertragskraft. Das sollten Manager bei der Ermittlung der nötigen Versicherungssumme für Betriebsunterbrechungspolicen im Auge behalten. Die Versicherung wird auch in Zukunft wichtig bleiben, denn nur sie verschafft nach einem Großschaden den nötigen Handlungsspielraum, ohne die Unternehmensziele zu gefährden. … Lesen Sie mehr ›
Der Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) rechnet mit einem starken, weltweiten Zuwachs der Elektromobilität. Bis zum Jahr 2030 könne die Zahl der Elektroautos von derzeit sieben Millionen Fahrzeugen auf rund 100 Millionen steigen. AGCS sieht eine Vielzahl von Risiken für die Hersteller von Elektrofahrzeugen und deren Versicherer. Schäden an den Fahrzeugen mit strombetriebenem Antrieb dürften deutlich komplexer werden – Versicherer sollten daher ihre Fähigkeiten und Prozesse zur Schadenbearbeitung überprüfen. … Lesen Sie mehr ›