Trotz eines turbulenten Jahresauftakts konnte der Rückversicherer Swiss Re seinen Konzernüberschuss im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres steigern und damit die Erwartungen der Analysten übertreffen. Allerdings musste die Gruppe im versicherungstechnischen Ergebnis Rückgänge hinnehmen. Auch die Nachreservierung im US-Haftpflichtgeschäft wirkt noch nach. Laut Swiss Re ist die Gewinnsteigerung auf die disziplinierte Zeichnungspolitik, günstige Investitions- und Steuereffekte sowie höhere Kapitalerträge zurückzuführen.
Archiv ‘Industrieversicherung’
Ein Bündel von Versicherungen gegen KI-Risiken
Produktentwicklungen, bei denen künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt wird, stellen Industrieunternehmen vor neue Haftungsfragen. Wie Siemens Energy damit umgeht und welche Risiken das Unternehmen gerne versichern möchte, aber nicht kann, erläuterte Katja Breitinger, Senior Insurance Managerin bei dem Unternehmen, in einer Online-Veranstaltung. Neue gesetzliche Regelungen werden die Lage in Zukunft sogar noch verschärfen.
Was kostet Regulierung?
Die Einhaltung von Aufsichtsregeln, Compliance-Vorschriften und damit verbundene Kosten machen im Schnitt mehr als 5 Prozent der Kosten eines Versicherungsvertrages aus, zeigt eine Untersuchung des britischen Maklerverbands Biba. Er appelliert an die Politik, die Auflagen in Großbritannien zu prüfen und übertriebene Regulierung zu streichen. Die Experten stoßen damit auf offene Ohren: Die Aufsicht FCA nimmt künftig Industrieversicherer von einigen Compliance-Vorschriften aus, die vorrangig für Privatkunden und kleine Unternehmen relevant sind.
Dieselskandal: Conti wird D&O-Schaden
Exklusiv Der Autozulieferer Continental war in den Dieselskandal verwickelt. Das Unternehmen zahlte 100 Mio. Euro Bußgeld und musste hohe Summen für Anwälte ausgeben. Das Geld will Conti sich von den Managerhaftpflichtversicherern zurückholen und stellt dafür Ansprüche gegen ehemalige Vorstände. Es geht um dreistellige Millionensummen. Führender Versicherer von Contis D&O-Deckung ist AIG.
Schadenregulierung: Es dauert einfach zu lang
Legal Eye – Die Rechtskolumne Die Meldungen über Probleme bei der Schadenregulierung durch Versicherer mehren sich. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Mitgliederumfrage des Maklerverbands BDVM ihnen ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Dieser Trend hält 2025 an: Die BaFin bemängelt lange Bearbeitungszeiten, die Zahl der Beschwerden bei der Versicherungsombudsfrau erreicht ein neues Rekordhoch. Ihr Jahresbericht wirft ein Schlaglicht auf ein drängendes Problem: Versicherungsnehmer werden mit ihren Schäden oft monate- oder jahrelang allein gelassen.
Zurich unbeeindruckt von US-Politik
Die USA sind ein wichtiger Markt für den Schweizer Versicherer Zurich. In der aggressiven Handelspolitik der neuen US-Regierung sieht das Unternehmen aber keine große Bedrohung für sich. Finanzchefin Claudia Cordioli betonte anlässlich der Veröffentlichung der Quartalszahlen, dass Zurich zwar eine wichtige Präsenz in den USA habe, aber mit seinem Geschäft in Asien, Europa und Lateinamerika gut diversifiziert sei. Den Verkauf des Abwicklers Viridium begrüßte sie. Damit sei eine große Unsicherheit für den Run-off-Markt behoben.
Erneuerbare Energien: Resilienz als Schlüsselfaktor
Meinung am Mittwoch Die erneuerbare Energien-Branche steht vor besonderen Herausforderungen, die unter anderem auch ein spezialisiertes Risikomanagement erfordern. Für eine resilientere Infrastruktur bei erneuerbaren Energien ist ein ganzheitlicher Ansatz gefragt. Letztendlich geht es um mehr als nur Wirtschaftlichkeit, es geht um Verantwortung. Denn nur durch proaktives Risikomanagement können wir eine resiliente und nachhaltige Energiezukunft gestalten.
Stromausfälle: Geringer Schaden für Versicherer
Exklusiv Der massive Stromausfall in Spanien und Portugal hat das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen gebracht. Der volkswirtschaftliche Schaden dürfte beträchtlich sein, den Schaden für die Industrieversicherer schätzen Experten dagegen als gering ein. Bei Sachversicherungen dürfte es am Sachschaden gemangelt haben, bei Haftpflichtversicherungen am Verschulden. Viel hängt auch von dem immer noch nicht geklärten Grund für den Ausfall der Stromversorgung ab.
Industrie profitiert von kundenfreundlichem Markt
Gewerbe- und Industriekunden konnten in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2025 in vielen Bereichen von niedrigeren Preisen und besseren Konditionen profitieren, berichtet der Großmakler Marsh. Gründe waren intensiverer Wettbewerb und die gesunkene Inflation. Zu den Ausnahmen zählen die Kfz-Versicherung, in der es erneut zu einer deutlichen Prämienanhebung gekommen ist, sowie die Absicherung von Elementarrisiken.
Heiße Schlacht am D&O-Buffet?
The Long View – Der Hintergrund Im Schadenfall kommt es bei D&O-Policen häufig zu Konflikten um die Deckungssumme. Der Fall Wirecard zeigt, dass eine Unternehmensdeckung nicht immer für alle einzelnen Betroffenen ausreicht. Grund dafür ist, dass die hohen Abwehrkosten für die Verteidigung der Beschuldigten auf die Deckungssumme angerechnet werden. Eine persönliche D&O-Police kann zwar sinnvoll sein, ist aber nicht die Lösung des Problems.
Vema: Alle sollen Spaß am Geschäft haben
In der Maklerbranche läuft die Konsolidierung auf Hochtouren, auch angefeuert durch ausländische Investoren. Sie interessieren sich nicht nur für einzelne Vermittler, sondern auch für Pools und Verbünde. Die Maklergenossenschaft Vema sieht das kritisch. Der Renditedruck sorge für steigende Forderungen gegenüber Versicherern, ohne dass dem zwangsläufige auch bessere Leistungen gegenüberstehen. „Wir wollen, dass alle Seiten Spaß am Geschäft haben“, betonte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Andreas Brunner bei einem Pressegespräch.










