Archiv ‘Lloyd’s of London’

Kalteier verlässt die Generali

 Leute – Aktuelle Personalien  Die Generali Deutschland hat ihren Vorstand und Chief Distribution Officer Benedikt Kalteier (Bild) nach nur wenigen Monaten im Amt verloren. Kalteier war seit 2020 auch Chef des Direktversicherers Cosmos Direkt. Er wolle sich neuen beruflichen Aufgaben widmen, heißt es von der Generali. Unterdessen hat beim Softwareanbieter MSG der langjährige Vorstand Ralf Zielke seinen Weggang angekündigt. Neues gibt es auch bei der Axa Schweiz, dem Kreditversicherer Coface, dem Makler MRH Trowe, Lloyd’s und dem Joint Venture Future Generali India Life.

Die NZIA blutet aus

Immer mehr Versicherer treten aus der Net-Zero Insurance Alliance (NZIA) aus. Mit der Allianz, der Axa und dem Rückversicherer Scor haben sich nun gleich drei weitere Branchen-Schwergewichte zu diesem Schritt entschlossen – die Axa hat bis jetzt immerhin den Vorsitz der NZIA geführt. Der Vorstandschef des Versicherungsmarkts Lloyd’s of London findet, dass die Initiative ihren Mitgliedern weniger restriktive Vorgaben machen muss, um bestehen bleiben zu können – Lloyd’s will der NZIA aber erst einmal die Stange halten.

Die Ölspur der Versicherer

In Norwegen versichern viele Unternehmen nach wie vor Öl und Gasprojekte – obwohl sie diese Bereiche nach außen hin ablehnen. Das geht aus einem Bericht der Umweltorganisation Greenpeace hervor. Demnach haben sich unter anderem Allianz, HDI Global, Zurich und Swiss Re in dem Land an der Versicherung fossiler Projekte beteiligt.

Kartellvorwürfe gegen NZIA aus den USA

Die Branchen-Initiative Net-Zero Insurance Alliance hatte zuletzt mit Munich Re, Zurich und Hannover Rück einige wichtige Mitglieder verloren – unter anderem wegen Kartellrechtsbedenken. Die scheinen sich jetzt zu bewahrheiten. In einem gemeinsamen Brief werfen Generalstaatsanwälte aus 23 US-Bundesstaaten der NZIA vor, mit ihren Aktivitäten gegen Kartell- und Versicherungsrecht zu verstoßen. Die Schwesterorganisation Net-Zero Asset Owner Alliance bekommt ähnliche Vorwürfe zu hören. Die Mitglieder der NZIA sollen den Staatsanwälten bis Mitte Juni Rede und Antwort stehen.

Klimaaktivisten attackieren Lloyd’s of London

Der Londoner Versicherungsmarkt Lloyd’s of London muss sich von Klimaaktivisten vorwerfen lassen, selbstgesetzten Ansprüchen nicht gerecht zu werden. Die Vereinigung Reclaim Finance kommt zu dem Schluss, dass die geltenden Ausschlüsse für die Versicherung neuer Projekte im Bereich fossile Energien nicht ausreichen, um den Zielen der Klimaallianz Net Zero Insurance Alliance gerecht zu werden. Weiteres Ergebnis: Selbst die mangelhaften Ausschlüsse werden nicht einmal ausreichend umgesetzt.

Kanu wird Chef von Generali-Industrieversicherer

 Leute – Aktuelle Personalien  Bei der italienischen Generali ist Christian Kanu (Bild) neuer Chef des Industrieversicherers. Er folgt auf Manlio Lostuzzi. Außerdem: Karoline Viktoria Mielken hängt ihren Posten als Geschäftsführerin beim Dienstleister für Vermittler Nettowelt an den Nagel, und der Financial Lines-Experte Markus English wird Geschäftsführer bei dem Dresdner Assekuradeur For Broker. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei Element, Bain & Company, Marsh und Lloyd’s.

Greco: Cyber wird unversicherbar

Von allen systemischen Risiken sollten Cybergefahren am stärksten in den Blick genommen werden, mahnt Zurich-Chef Mario Greco. Im Interview mit der Financial Times warnte er davor, dass die Konsequenzen von Hackerangriffen bald unversicherbar werden könnten. Es gehe dabei nicht um die Verletzung von Datenschutz, sondern um Attacken auf lebenswichtige Teile der Infrastruktur, die Menschenleben kosten könnten. Wie schon andere Versicherungschefs vor ihm forderte er eine staatliche Beteiligung an der Deckung besonders großer Cyberschäden.

Nord-Stream-Lecks: Versicherern drohen hohe Schäden

Noch immer ist unklar, wer für die Schäden an den Nord-Stream-Pipelines verantwortlich ist. Erst- und Rückversicherern könnten im schlimmsten Fall Millionenschäden drohen. Zum Versichererkonsortium von Nord Stream 1 sollen der Rückversicherer Munich Re und Lloyd’s-Syndikate gehören, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Ob die Risikoträger zahlen müssen, wird maßgeblich vom Ergebnis der Ermittlungen abhängen.

Demonstration in Baden-Baden

Die Organisationen Extinction Rebellion und Debt for Climate haben beim Rückversicherertreffen in Baden-Baden vor dem Kongresshaus demonstriert. In den frühen Morgenstunden blockierten sie den Eingang und forderten von den Teilnehmern des Treffens, keine weiteren Öl-, Kohle- und Gasprojekte mehr zu versichern. Die Rückversicherer machen aus Sicht der Umweltschützer zwar Fortschritte, doch sie gehen ihnen nicht weit genug. Zudem gibt es immer noch einige schwarze Schafe in der Branche.

Lloyd’s kämpft mit Cyberangriff

Der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London berichtet über „ungewöhnliche Aktivitäten“ in seinem Netzwerk und hat alle externen Verbindungen abgeschaltet. Details zu dem möglichen Cyberangriff gab das Unternehmen noch nicht bekannt. Versicherer zählen zu beliebten Zielen von Cyberattacken, aber es gibt auch Vermutungen, dass Lloyd’s sich durch seine klare Haltung zu den Russland-Sanktionen zum Ziel gemacht haben könnte.

Sanierungskurs bei Lloyd’s zahlt sich aus

Der Londoner Versicherungsmarkt Lloyd‘s blickt optimistisch in die Zukunft. Zwar haben Neubewertungen von Anleihen in den Kapitalanlagen im ersten Halbjahr für hohe Belastungen gesorgt, das sei aber nur ein buchungstechnisches Phänomen, sagte Finanzvorstand Burkhard Keese. Auch von weiter steigenden Preisen in der Industrieversicherung wird der Marktplatz profitieren, erwartet er.

Lloyd’s erwartet wegen Ukraine-Krieg Milliarden-Schaden

Der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London hat ein herausforderndes erstes Halbjahr hinter sich. Besonders der Krieg in der Ukraine und die Unsicherheit auf den Kapitalmärkten schadeten dem Ergebnis. Für vom Krieg betroffene Kunden hat der Marktplatz 1,1 Mrd. Pfund zurückgestellt. An den Kapitalmärkten verlor Lloyd‘s mehr als 3 Mrd. Pfund. Unter dem Strich stand ein Verlust von 1,8 Mrd. Pfund.

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