Der Wildwuchs von verschiedenen Plattformen der Makler und Versicherer erschwert den Unternehmen den Einkauf in der Industrieversicherung. Es sei ermüdend zu erleben, dass es nichts auf dem Markt gebe, was die Unternehmen tatsächlich brauchen, beklagte Alexander Mahnke, Siemens Versicherungschef und Vorstandsvorsitzender des Gesamtverbands der versicherungsnehmenden Wirtschaft, auf einer Fachkonferenz des IT-Anbieters Sum.cumo. Die Probleme existierten seit Jahren, aber die Kombination aus hartem Markt und der Corona-Pandemie zeige besonders deutlich, was alles nicht funktioniert.
Archiv ‘Lloyd’s’
Talanx ernennt Diversity-Managerin
Exklusiv Raha Anssari wird Managerin für Diversity & Inclusion beim Talanx-Konzern. Die 36-Jährige soll eine Diversitätsstrategie erarbeiten und die Bedeutung des Themas im Unternehmensalltag erhöhen. Damit geht der der Konzern ein Problem der Branche an. Denn bei vielen Versicherern ist bei den Themen Diversität und Inklusion noch Luft nach oben.
Zunehmende Sachschäden bei Cyber
Versicherer müssen sich darauf einstellen, dass physische Schäden zu einer zunehmend ernsten und kostenspieligen Folge von Cyberattacken auf Industrieunternehmen werden. Davor warnt ein neuer Report, den Lloyd’s gemeinsam mit Cybercube und Guy Carpenter erstellt hat. Bislang waren die nicht-physischen Schäden wie Produktionsausfälle durch Betriebsunterbrechung das größere Problem. Diese Entwicklung stellt nach Einschätzung der Autoren einen Wendepunkt bei Cyberpolicen dar. Sie haben sich verschiedene Szenarien von Angriffen auf industrielle Steuerungssysteme genauer angeschaut.
Corona-Roundup: Lloyd’s, Genesene, Kreditversicherer
Der Londoner Versicherungsmarkt Lloyd’s reagiert auf die strengeren Corona-Restriktionen der britischen Regierung und schließt seine Büroräume. Dank virtuellem Underwriting-Room und erprobter Arbeit im Homeoffice sieht sich Lloyd’s aber gut gerüstet, den Geschäftsbetrieb weiterhin am Laufen zu halten. In Indien und in der Schweiz müssen Corona-Genesene mit Beeinträchtigungen in der Krankenversicherung rechnen. Großbritannien hat die staatliche Garantie für Kreditversicherer bis Mitte des Jahres verlängert.
Briten wollen anders regulieren
Die britische Regierung sieht gute Chancen für Banken, Versicherer und Fonds nach dem Ende der Übergangsfrist am 31. Dezember 2020. Finanzminister Rishi Sunak sagte am Sonntag, Großbritannien könne „die Dinge etwas anders angehen“. Das könnte auch Veränderungen an Solvency II für britische Versicherer bedeuten. Allerdings dürften allzu starke Abweichungen die von der EU und Großbritannien angestrebte Äquivalenz gefährden – die gegenseitige Anerkennung der Aufsichtsregeln.
Victor sucht nach neuen Kapazitätsgebern
Der Assekuradeur Victor ist auf der Suche nach neuen Kapazitätsgebern. Mit anderen Worten: Er sucht nach Alternativen zu den Erstversicherern, die aktuell in Deutschland als Risikoträger für seine Policen agieren. Einen ersten Schritt hat Victor jetzt in die Wege geleitet. Ab dem kommenden Jahr werden die deutschen Policen auch auf dem Londoner Versicherungsmarkt Lloyd’s verfügbar sein, berichtete Geschäftsführer Bernd Knof auf einer digitalen Fachveranstaltung. Dadurch verstärke sich die Anbindung an Rückversicherer. Bei Erstversicherern ist das ein sensibles Thema.
Lloyd’s will radikal umbauen
Der britische Versicherungsmarkt Lloyd’s of London hat sich für die kommenden zwei Jahre viel vorgenommen. Ein radikaler Wandel hin zu einem digitalen Ökosystem steht auf der Agenda des zweiten Teils des Strategie-Programms namens „Blueprint“. Getrieben von Daten und Technologie sollen die Prozesse künftig sein. „Wir werden besser vernetzt sein und so viel schneller, in allem was wir tun“, schwärmte Lloyd’s-Chef John Neal bei der Vorstellung des Strategie-Papiers. „Jetzt ist der Zeitpunkt, an dem die wirklich harte Arbeit beginnt.”
Assekurata nimmt Cyberpolicen unter die Lupe
Gerade kehren viele Mitarbeiter wieder ins Homeoffice zurück, die Gefahr von Cyberattacken steigt. Eine Cyberdeckung wird deshalb auch für viele kleinere Unternehmen zum Thema. Die Ratingagentur Assekurata hat sich die Policen für diese Kunden zum ersten Mal genauer angeschaut. Das Angebot ist sehr heterogen und selbst im Kleingedruckten sind die wichtigsten Informationen nicht leicht zu finden, sagen die Analysten. Dennoch gibt es für die meisten Anbieter gute Noten.
Lloyd’s will Versicherer zum Umdenken bewegen
John Neal, Chef des Londoner Versicherungsmarkt Lloyd’s hatte in den vergangenen Wochen gefordert, dass die Versicherer die Corona-Krise als Chance sehen sollten, sich auf die wahren Bedürfnisse ihrer Kunden zurückzubesinnen. Jetzt untermauert Lloyd’s diesen Standpunkt mit einem 30 Seiten starken Bericht. Er befasst sich mit der Frage, wie Versicherer mit einfacheren Policen einen besseren Schutz ihrer Kunden erreichen können. Kern des Dokuments sind drei wesentliche Empfehlungen.
Frauengehälter: Fairness Fehlanzeige
Wie in den meisten Branchen verdienen Frauen auch in der Versicherungswirtschaft im Schnitt deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Das ist auch in Führungspositionen nicht anders, die zudem vorwiegend mit Männern besetzt sind. „Von Diversity kann da nicht die Rede sein“, moniert Henrike von Platen, Gründerin und Chefin des Fair Pay Innovation Lab in Berlin. Dabei könnten gemischte und fair bezahlte Teams zahlreiche Probleme der Versicherer lösen, beispielsweise bei den Themen Fluktuation, Fachkräftemangel, Teammotivation und Produktivität. Wer aktiv wird, gewinnt. „Nichtstun ist teurer“, warnt von Platen die Versicherungsvorstände.
Lloyd’s: 5 Mrd. Pfund Schäden durch Corona
Der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London hätte in diesem Halbjahr ein stark verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis vorweisen können – wäre da nicht Corona. Die Krise kostete die Briten in den ersten sechs Monaten 2,4 Mrd. Pfund. Unter dem Strich muss Lloyd’s deshalb einen Verlust von 438 Mio. Pfund vor Steuern verbuchen. Seine Gesamtschäden durch Corona schätzt der Versicherungsmarkt auf 5 Mrd. Pfund, wobei er 2 Mrd. Pfund an Rückversicherer weiterreichen kann. Der Musterprozess der Finanzaufsicht FCA gegen Betriebsschließungsversicherer macht Lloyd’s-CEO John Neal keine Angst.
Lloyd’s setzt auf Hygiene-Nebel und Maskenpflicht
Der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London öffnet am 1. September wieder seine Büroräume. Wegen der Infektionsgefahr haben die Briten dafür ein Regelwerk veröffentlicht. Das Arbeitsumfeld wird eine Zeit lang anders aussehen, teilte Lloyd’s-Chef John Neal darin mit. Er hat die Belegung im Gebäude auf 45 Prozent heruntergeschraubt. Ab der Wiedereröffnung soll es bei Lloyd‘s virtuelle Konferenzräume geben. In vielen Bereichen gilt Maskenpflicht, und einmal im Monat wabert ein spezieller Nebel durch Lloyd’s heilige Hallen, der Viren und Bakterien fernhalten soll.
Deutsches Insurtech wird von Lloyd’s gefördert
Der Londoner Versicherungsmarkt Lloyd’s hat die Auswahl für die fünfte Runde seines Lab Innovation-Programms getroffen. Zehn Insurtechs sind mit von der Partie, darunter das Berliner Unternehmen Ryskex. Lloyd’s gewährt den jungen Firmen Zugang zum Londoner Markt und bietet neben der Chance, sich zu beweisen, wertvolle Kontakte in die Branche. Im Gegenzug fordern die Briten Unterstützung bei neuen Lösungen für Probleme, die sich aus der Pandemie ergeben.
Lloyd’s: Covid-19 bedroht geistiges Eigentum
Der Londoner Versicherungsmarkt Lloyd’s warnt vor steigenden Risiken für immaterielle Vermögenswerte. Die Krise beschleunigt in vielen Branchen die Digitalisierung von Unternehmen. Der schnelle Umbruch bedroht jedoch die immateriellen Werte der Organisationen, warnen Lloyd’s und das Beratungsunternehmen KPMG in einem aktuellen Bericht. Sie fürchten, dass diese Werte bei Unternehmen aus dem Blickfeld geraten. Es brauche mehr Risikobewusstsein auf Seiten der Industrie, sonst drohe ein böses Erwachen, warnt KPMG.












